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Echo Verabschiedung







Verabschiedung vom Ehrenamt

Jeder Anfang hat auch ein Ende.

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In der Sitzung am 24. Februar 2010 kündigte ich an dass ich
das Amt Kulturreferent der Kreisgruppe Augsburg niederlegen werde.

Am 10. Mai 2010 legte ich das Ehrenamt, nach 21 Jahren nieder.

21 Jahre hat es bis heuer kein siebenbürgischer Kulturreferent in Deutschland geschafft.

Bei einem Gespräch mit der Stellvertretenden Vorsitzenden der Kreisgruppe Augsburg Ute Bako kamen wir überein das die Bekanntmachung, Verabschiedung an unserem
Kronenfest am 25. Juli erfolgen soll.

Anbei einige Bilder von diesem Kronenfest.





Gottfried Schwarz Vorsitzender der Siebenbürger Kreisgruppe Augsburg eröffnete
das Kronenfest.



Pfarrer Wolfgang Küfer Pfarrer der St Andreasgemeinde gab bekannt:
"Der Herrgott ist ein Siebenbürger, da nach einer Woche Regen heute das schönste Wetter ist."



Ungefähr 1.000 Personen waren bei dieser Veranstaltung dabei.



Nach der Begrüßung der Ehrengäste, nahm mich Ute bei der Hand und führte mich zu Gotti zum Mikrofon.

Meine Füße wollten bei diesen paar Schritten wegsacken. Ich empfand es so wie ich es empfunden hatte, als vor 29 Jahren der Polizeioberst mir mitteilte das Kronstadt meine Ausreise genehmigt hatte. Es bedrückte mich, dass ich nicht weiter siebenbürgisches Brauchtum festhalten konnte, was ich damals als meine Lebensaufgabe sah. Das Kapitel, Brauchtum in Siebenbürgen sammeln und verbreiten ging damit zu Ende.

Was war es diesmal das mir meine Füße so schwer machte und mir die Stimme verschlug?
Es war der Abschluss eines Kapitels meines Lebens von 21 Jahren.

Lebenskapitel gefasst in einem Rahmen von Gleichgesinnten, die sich die Aufgabe gestellt haben, siebenbürgische Kultur in die neue Heimat zu verpflanzen, Geborgenheit in unserer Kultur für unsere Landsleuten zu schaffen, unser kleines Siebenbürger Fähnlein in die Öffentlichkeit zu tragen.



Rede von Gottfried Schwarz

Meine Damen und Herren, vor diesem gesamten Publikum möchte ich die Gelegenheit nutzen, um ein hochverdientes Mitglied des Vorstandes der Kreisgruppe Augsburg zu verabschieden. So leid es uns auch allen tut, unser Wilhelm Roth hat sich entschieden ein Kapitel seines Lebens abzuschließen und als Referent abzudanken.



Ich winkte Marianne zu uns.


Foto Otto Schemmel

Willi ist seit 1989 Kulturreferent unserer Kreisgruppe. Seine ganzen Verdienste aufzuzählen würde den Rahmen unserer Veranstaltung sprengen. Ein paar seiner Verdienste müssen aber trotzdem erwähnt werden. Nicht wegzudenken wäre seine Vortragsreihe Verständnis füreinander in denen er mit hervorragenden Gastreferenten: Siebenbürgern und Nichtsiebenbürgern ein Stück Geschichte und Kultur der Siebenbürger Sachsen uns näher gebracht hat. Haben sie gewusst dass das Erstemaikonzert der Blasmusik unser Willi Roth 1992 wieder ins Leben gerufen hat?

- Applaus



Unzählige Wanderausstellungen und selbst erstellte Ausstellungen hat er breitem Publikum zugänglich gemacht. Maßgebend mitgewirkt und treibende Kraft war unser Willi auch beim 450jährigen Jahrestags des Augsburger Religionsfriedens und seine damals erstellte Ausstellung konnte sogar unser Bischof Dr. Christoph Klein bewundern. Seine eigenen Publikationen und Vorträge sprechen ein deutliches Wort über seine Fähigkeiten und Einsatzbereitschaft ein Stück lebendiges Siebenbürgen uns allen zugänglich zu machen und näher zu bringen.

- Applaus



Ich war überwältigt und nahm Marianne, mit der ich alles gemeinsam, im September 2010 sind es 50 Jahre, durchgeführt hatte, in die Arme.



Dies war ein kleiner Auszug des Schaffens von Willi Roth. So manche Aktivitäten der Kreisgruppe die heute für uns alle selbstverständlich sind, verdanken wir seiner Person. Und was wäre seine rege Tätigkeit ohne die Mithilfe und Unterstützung des Ehepartners. Marianne Roth stand ihm immer zur Seite und gemeinsam haben sie eine Ausstellung ins Leben gerufen, die jedes Jahr am Muttertag bewundert werden kann.

- Applaus



Lieber Willi, im Namen des Vorstandes der Kreisgruppe erlaube ich mir ein kleines Geschenk zu überreichen, hoffentlich war es das richtige und Du kannst es gemeinsam mit Marianne auch genießen.

– Applaus

Foto Otto Schemmel

Im Namen aller hier Versammelten danke ich dir für dein Schaffen und ich bin überzeugt, das Versprechen habe ich dir schon abgerungen, dass du uns auch in Zukunft mit Rat zur Seite stehen wirst.

- Applaus

Foto Otto Schemmel

Jeder Anfang hat auch sein Ende, ich möchte mich nochmals bedanken bei allen die
meine Aktivität, die Verwirklichung meiner Ideen und Träume mitgeholfen haben.



Ich werde nicht aufhören weiterhin unser kleines Siebenbürger Fähnchen in die Öffentlichkeit zu tragen.

Foto Otto Schemmel

Ich danke nochmals allen, die mich dabei unterstützt haben. Ich habe immer so weit es nötig war mit allen gemeinsam gearbeitet.

Danke.

- Applaus



Ich wünsche euch alles gute, genießt eure Rente, genießt euren Ruhestand, ihr seid schon zu beneiden!

- Applaus













Der Kronenbaumbesteiger wirf nach einer Ansprache Süßigkeiten für die Kinder herunter.
Als Abschluss schüttet er, zum Gaudi aller Wasser auf die wartenden Kinder.









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2008 kam mir die Idee, man müsste dem Jungen der den Kronenbaum bestiegen hat eine Erinnerung der vollbrachten Leistung schenken.

Helmut Schwarz Stellvertretender Vorsitzender der Kreisgruppe, Leiter der Tanzgruppe fand es als gut.

Ich sah mich in der Stadt um und fand eine Flasche auf der das Augsburger Rathaus abgebildet war. Ich ergänzte die Beschriftung und nach der geglückten Kronenbaumbesteigung überreichte ich dem Bezwinger dieses Präsent.

2009 waren alle Kronenbaumbezwinger eingeladen.
Einzeln aufgerufen, wurde jedem eine für diesem Zweck hergerichtete Flasche überreicht.

Heuer 2010 bekam der Besteiger des Kronenbaumes, öffentlich wieder eine dafür hergerichtete Flasche zur Erinnerung.

Wie erstaunt war ich als mich Helmut Schwarz, der Leiter der Tanzgruppe die die Hauptlast der Veranstaltung trägt aufrief und mich auch ehrte.

Ich bedanke mich hiermit nochmals für die Ehre.



Sie hat ihren Platz neben der Mileniums Flasche eingenommen mit der die Kreisgruppe Heilbronn mich im Zusammenhang mit dem Ausleihen einer meiner Wanderausstellung beehrt hatte.

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Ja und dann kam der Vorsitzende der Siebenbürger Blaskapelle Augsburg Gerhard Weber zu mir.

"Willi komm wir wollen dir ein Ständchen spielen."

Ich erbat den Siebenbürger Marsch.

"Aber Willi, es ist doch nicht angebracht dir heute einen Marsch zu blasen.“

Ich blieb bei meinem Wunsch.

Nachdem die Blasmusik angefangen hatte, bekam ich vom Dirigenten Helmut Martini den Dirigentenstab in die Hand gedrückt.

Ja, ja, ja, nur mit einem Instrument, der Trommel, stimmte mein dirigieren überein.

Ich weiß nicht warum diese Blasmusik einen Dirigenten braucht, oder hatte sie keine Angst mehr vor dem Stöckchen mit dem ich nun herumfuchtelte?

Danke Blasmusik. Ich habe durch euch wieder einmal eine meiner Grenzen festgestellt.

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Kulturaktivität 2010

Januar
“Die Deutschen in Rumänien 1944 - 1952"
Aufruf für Buchprojekt

Vortragsreihe:
Januar
„Und wie war das mit der Securitate...?"
Referent: Pfarrer i. R. Mathias Pelger ehemaliger Stadtpfarrer der
Honterusgemeinde (Schwarze Kirche) in Kronstadt

Februar
"Prozess gegen deutsche Schriftsteller in Kronstadt Siebenbürgen".
Referent:Schriftsteller Dr. h. c. Hans Bergel referiert als Betroffener

März
Siebenbürgisch-sächsischer Dialekt. Gestern. Heute. Morgen?
Referent: Literaturwissenschaftler Michael Markel

April
Über sein Siebenbürgisches Bauernmuseum in Augsburg berichtet Herr Gerhard Rill

13. März
Ökumenischer Gedenkgottesdienst,
65 Jahre seit der Deportation der Deutschen Rumäniens zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion.
Initiiert, organisiert und durchgeführt.

9. Mai
Blitzausstellung zum Muttertag mit Marianne

Juli
Buch Layout, 330 Seiten,“Die Deutschen in Rumänien 1944 - 1952" erstellt
Seit Februar sind 33 Zeitzeugenaussagen zur Publikation des Buches eingegangen.

Dazu kommen noch andere organisatorische Highlights die einem Zeit abverlangen.

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"....genießt euren Ruhestand, ihr seid schon zu beneiden!" Sagte Gotti.

Ruhestand? wenn es einem bewusst ist dass die Sanduhr abläuft?

Als Mensch der unseren historische Umbruch erlebt hat, habe ich für unsere Nachkommen noch viel zu tun!



Marianne und ich haben unsere selbst auferlegten Pflichten, im Zusammenhang mit Siebenbürgen, die wir uns bemühen zu erfüllen.

Sie bearbeitet die Kirchenmatrikel von Bukarest für die Ahnenforschung Siebenbürgens. Ich bin eifersüchtig weil sie infiziert von diesem Mikrob, täglich etliche Stunden vor dem Bildschirm sitzt.

Ich danke allen die uns geholfen haben und im vorhinein denen die uns bei unserer Arbeit im Zusammenhang mit Siebenbürgen noch helfen werden.

Das war`s

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