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DVD
Repser Burgenfest






Repser Burgenfestival
28. Sept. 1980

Ergänzung zur DVD



Mein Innerstes sträubte sich.

Die Menschen, die durch ihre unmenschlichen Übergriffe es in 72 Jahren geschafft hatten das 90% aller Siebenbürger Sachsen, alles versuchten um Rumänien zu verlassen, diese Menschen in diesen Mauern auf dem mir heiligem Boden, auf dem meine Ahnen ihr Leben, ihr Hab und Gut und Siebenbürgen vor Mongolen, Tataren, Türken, Ungarn, Walachen, Moldauer, (Rumänen) Russen verteidigt hatten, die wie ein Papst schrieb "ein Bollwerk der Christenheit" waren,hier nun tanzen zu sehen, das ging mir damals gegen den Strich.

Ich bitte um Verständnis.

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In Siebenbürgen kenne ich nur sächsische und ungarische Wehranlagen welche seit Anfang des 12. Jahrhunderts, dem Zahn der Zeit bis heute getrotzt haben.

Alle bei diesem Burgenfestival vertretenen Ortschaften sind, außer Fogarasch, sächsische Gründungen die seit dem 12. Jh. bestehen.

Josef II., röm. -dt. Kaiser Wien 1741-1790 erließ ein Gesetz, dass alle Ortschaften allen Staatsbürgern die Tore öffnen müssen. Das führte zu einem großen Zuzug an rumänischer Bevölkerung in die Deutschen Ortschaften.

Seit dem Anschluß Siebenbürgens an Rumänien nach dem Ersten Weltkrieg verloren die Sachsen ihre Vormachtstellung in ihren Ortschaften.

Nach 1945, durch Deportation aller Arbeitsfähigen in die UDSSR, Totalenteignung der Zurückgebliebenen, Verhaftungen und andere Drangsale, wurde auch die 850jährige Geschichte der deutschen Siedler unter den Teppich gekehrt.

In der Rosenauer Burg stand 1980 geschrieben: niste colonisti au construit aceasta cetate. Irgendwelche Kolonisten haben diese Burg erbaut.

In einem Fernsehfilm über Kronstadt bekam man zu hören:“ Cetateni din vale au ridicat aceste ziduri. Die Bürger aus dem Tal haben dies Mauern errichtet.

In der Schwarzen Kirche in Kronstadt, dem größten gotischen Hallenbau zwischen Wien und Istanbul, wurde eine Schulklasse von ihrer Lehrerin belehrt: dass diese Kirche vom Moldauischem Fürsten Stefan cel Mare erbaut und den Sachsen geschenkt wurde.

Das Sachsen die Gründer, Erbauer und Verteidiger waren wurde verschwiegen.

Überspitzt gesagt wurden alle archäologischen Funde den Daken und den Römern (Letztere waren ca. 150 Jahre in Siebenbürgen) zugebogen. Alles war und ist rumänisch, lautete die Devise 1980

Doch wir Sachsen und unsere geschichtsträchtigen Bauten waren da. Und wir zeigten bei jeder kulturellen Gelegenheit Präsenz. Das Tragen unsere Tracht bei allen Festlichkeiten erlebte eine Renaissance.



Die Repser Sachsen hatten seit dem 19.Jh. das Grigorifest welches in der Kriegszeit verboten wurde. In den 50er Jahren wieder genehmigt, mußte es nun gemeinsam mit den Rumänen gefeiert werden.

Beim Aufmarsch in den Grigoriwald spielte die Sächsische Blasmusik.

Die Rumänen kamen mit der Musik des Gasthauses gespielt von Zigeunern mit Trommel, Violinen, Klarinette und Hackbrett. Sie wurden von den Sachsen belächelt. Die sächsische Blasmusik übertönt sie und so lagerten sie etwas abseits.

Ihre Volksmusik war nicht die Unsere. Unsere nicht die Ihrige.

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1980 besuchte ich, auf Drängen des Kulturkomitees für sozialistische Erziehung des Kreises Kronstadt, dieses Festival.

Mitte der 80 Jahre zeigte ich diese Diatonmontage beim Repser Heimatorttreffen in Ludwigsburg.

Tauchte ein Bild eines Repsers auf der Leinwand auf, ging ein Raunen durch den Saal.

Einige Repser konnten das Gezeigte nicht ertragen und verliessen den Saal.

Heute nach über 28 Jahren bin ich froh es festgehalten zu haben. Es ist ein einmaliges Zeitdokument, eine farbenprächtige kulturelle Palette.

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Eingeladen waren Viele.
Die gekommen sind habe ich festgehalten.











Reps
rumänisch Rupea
ungarisch Köhalom

1324 erste urk. Erw. der Burg
1920 Einw. 2.968, davon 1.276 Sachsen
1930 Einw. 13.033, davon 1.056 Sachsen
2002 96 Sachsen

Ansprachen

Are cuvântul tov. Helwig Joana, primarul orasului Rupea:



Genossin Hellwig Joana, (geborene Cojocaru) die Bürgermeisterin der Stadt Reps, hat das Wort.

Stimati tov. îmi revine placuta misiune ca în numele comitetului orasenesc de partid al consiliului popular orasenesc sa urez traditionalul bun venit si sa transmit salutul nostru drag dumneavoastra, reprezentantilor cetatilor istorice din judetul nostru, invitatilor festivalului si celorlalti oaspeti.

A intrat în traditia orasului nostru ca în fiecare an sa se organizeze festivalul cetatilor ca simbol al respectului nostru pentru trecutul istoric multimilenar al poporului român, pentru marile înfaptuiri din anii socialismului.


Geehrte Genossen, mir ist der angenehme Auftrag erteilt worden, ihnen im Namen des städtischen Parteikomitees des städtischen Volksrates, den traditionellen Gruß “Willkommen“ zu überbringen. Dieses euch den Repräsentanten der historischen Burgen unseres Kreises und Teilnehmer des Festivals und den anderen Gästen.

Es ist in die Tradition unserer Stadt eingegangen, in jedem Jahr dieses Burgenfestival zu organisieren, als Symbol unseres Respekts gegenüber der Vergangenheit der vielfach millenaren Geschichte des rumänischen Volkes, für die großen Errungenschaften in den Jahren des Sozialismus.



S-a dat din zori vestire ca în cetatea Rupea înnoita în anii de zidire socialista se întâlnesc soli ai multor stravechi cetati înaltate în acest scump si neasemuit pamânt românesc.

Seit dem Morgen ist es kundgetan worden, dass in der Repser Burg, erneuert in den Jahren des sozialistischen Aufbaus, Gesandte vieler alten Burgen, die auf dieser teueren und unvergleichbaren rumänischen Erde errichtet wurden, sich treffen werden.

Ne-a dat de stire soarele ca au pornit spre noi, aducând vestire de fapte de rodnicie, de îmbelsugare, trimisi ai meleagurilor românesti, în care oamenii în frateasca unire împlinesc în viata cuvântul marelui partid.

Die Sonne hat uns benachrichtigt das sie zu uns aufgebrochen sind, Nachricht von Erfolg und Reichtum aus den rumänischen Gebieten bringend, in welchen die Menschen, brüderlich vereint, das Wort der großen Partei mit Leben erfüllen.

Si am iesit în calea oaspetilor cu pâine si sare dupa datina, sa facem din inima urare . Bun venit la „Festivalul cetatilor Rupea 1980”.

Und wir sind den Gästen entgegen gegangen, mit Brot und Salz nach altem Brauch, auf dass wir ihnen von Herzen wünschen: Willkommen beim Festival der Burgen, in Reps 1980.

Beteiligte Ortschaften

Bodendorf
Bunesti
Szászbuda

1337 erste urk. Erw.
1920 Einw. 1018, davon 431 Sachsen
1992 34 Sachsen

Deutsch – Kreuz
Crit
Szasz-Keresztur

1.322 erste urk. Erw.
1920 Einw. 953, davon 648 Sachsen
2008 ca. 20 Sachsen



Reprezentantii cetatii Bunesti
Caminul cultural si scoala generala din comuna Bunesti si satul Crit prin formatiile de fanfara, grup vocal , dans german si grup vocal instrumental salutam serbarea cetatilor si uram tuturor oamenilor muncii români, maghiari, germani multa sanatate si putere de munca si joc deopotriva si sa ne aducem astfel contributia la înflorirea patriei noastre socialiste România.


Die Vertreter der Burg Bunesti (Bodendorf)
Das Kulturhaus und die Allgemeinschule der Gemeinde Bunesti (Bodendorf) und des Dorfes Crit (Deutsch Kreuz) durch seine Formationen: Blasmusik, Gesangsgruppe, deutsche Tänze und Instrumental-Vokal Gruppe vertreten, grüßen das Fest der Burgen und wünschen allen rumänischen, ungarischen und deutschen werktätigen Menschen, viel Gesundheit und Schaffenskraft, gleichermaßen für Arbeit und Spiel, um somit unseren Beitrag zum Erblühen unserer sozialistischen Heimat Rumänien zu bringen.

Zeiden
Codlea
Feketehalom

1265 wird die Schwarzburg erwähnt
1920 Einw. 4.448, davon 2.771 Sachsen
2008 ca. 300 Sachsen



În numele oamenilor muncii tineri si vârstnici ai orasului Codlea de nationalitate români, germani si maghiari, adresam un cald salut de prietenie participantilor la traditionalul Festival al cetatilor din Rupea.

Im Namen der jungen und ältern Werktätigen der Stadt Codlea (Zeiden), rumänischer, deutscher und ungarischer Nationalität, richten wir einen innigen Gruß der Freundschaft an die Teilnehmer des traditionellen Festivals der Burgen in Reps.

Kronstadt
Brasov
Brasso

1222 erste urk. Erw.
1880 Einw. 29.584, davon 9.599 Deutsche
1941 Einw. 94.557, davon 16.210 Deutsche
2002 Deutsche 1.529



Aici în judetul din inima tarii, locuitorii stravechii cetati a Brasovului, români, maghiari, germani trimit din inima salutul lor calduros cetatii Rupea, oamenilor sai.

Hier ins Herz des Landes, senden die Bewohner der alten Burg Brasov (Kronstadt): Rumänen, Ungarn, Deutsche ihren herzlichen Gruß der Burg Reps und ihren Menschen.

Bistritz
Bistrita
Beszterce
(Als Gastformation)

Um 1.100 wird eine Grenzburg aufgebaut
1920 Einw. 12.081, davon 5.887 Sachsen
1992 Einw. 87.000, davon 255 Deutsche
2002 ca. 150 Deutsche



Tinerii din fosta cetate Bistrita va multumesc mult pentru invitatie si va promitem ca mai vom veni pe aceste frumoase meleaguri.

Die Jugend der ehemaligen Burg Bistritz bedankt sich vielmals für die Einladung und wir versprechen euch, noch in diese schöne Gegend zu kommen.

Marienburg
Feldioara
Földvár

1211 Deutsche Ordensburg

1869 Einw. 1.898, davon 836 Sachsen
1920 Einw. 2.527, davon 1.032 Sachsen
2008 ca. 75 Sachsen

Ne straduim sa reprezentam aici la aceasta serbare a cetatilor transilvanene înfratirea a aproape 8000 de locuitori ai Feldioarei si va trimitem salutul lor calduros si toate urarile de bine.

Wir bemühen uns hier bei diesem Fest der Burgen Transsilvaniens die Verbrüderung der fast 8000 Bewohner von Marienburg (Feldioara) zu vertreten und schicken euch einen herzlichen Gruß und gute Wünsche.

Fogarasch
Fagaras
Fogaras

1150 erste urk. Erw. der Burg
1920 Einw. 4.657, davon 1.243 Sachsen
2008 ca. ????? Deutsche.



Din vechea cetate a Fagarasului, noua cetate a chimiei un salut si urari de sanatate, spor si viata lunga, voua tuturor va dorim.

Aus der alten Burg Fogarasch, der neuen Burg der Chemie, einen Gruß und gute Wünsche zur Gesundheit, Schaffenskraft und ein langes Leben euch allen.

La aceasta din 1980 editie a Festivalului Cetatilor bucuram, venim cu inima deschisa printre domniile voastre sa ne petrecem în astfel duminica din ziua de 28 a lunii septembrie, voim ca aste zile sa ne fie bogatie pentru inima si elan în îndeplinirea muncii harnice, care va face din cetatile noastre, cetati ale rodniciei pe harta patriei.

Zu dieser Ausgabe 1980 des Festivals der Burgen, kommen wir mit freudigem und offenem Herzen zu euch Herrschaften, damit wir diesen Sonntag am 28. Tag des Monates September feiern, wollend das dieser Tag eine Bereicherung für unsere Herzen sein soll und Aufschwung zur Erfüllung der fleißigen Arbeit bringt, welche aus unseren Burgen, Burgen der Fruchtbarkeit auf der Landkarte unseres Vaterlandes, machen wird.

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Die Gegend um Fogarasch mit einigen rumänischen Dörfern, erste Erwähnung 1231, hatte zeitweise walachischen Grundherrn von jenseits der Karpaten gehört. Die Burg wurde vom siebenbürgischem Fürsten Gabriel Bethlen 1626 in ihrer jetzigen Gestalt ausgebaut und hatte in der Habsburger Zeit seit 1691 eine kaiserlich-habsburgische Besatzung; danach war sie eine Kaserne.

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Tartlau
Prejmer
Prazsmár

1240 erste urk. Erw.
1869 Einw. 3.237, davon 1.096 Sachsen
1920 Einw. 3.580, davon 2.066 Sachsen
2002 ca. 75 Sachsen



Sa ne permiteti ca în numele celor 10.000 de locuitori prejmereni sa va aducem salutul nostru fierbinte cu ocazia „Festivalului Rupea 1980“. Localitatea Prejmer cu atestare documentara de 773 de ani, dar cu marturii de milenii a devenit în anii socialismului tot mai puternica si mai bogata, mai înfloritoare prin munca înfratita a românilor, germanilor si maghiarilor de pe aceste meleaguri stramosesti.

Gestattet uns im Namen der 10.000 Bewohner von Prejmer ( Tartlau ) aus Anlaß des „Festivals Reps 1980“ euch aufs wärmste zu begrüßen. Die Ortschaft Prejmer dokumentarisch vor 773 Jahren attestiert, aber mit Bezeugungen multimillenarer Funde, in den Jahren des Sozialismus immer stärker und reicher geworden, ist aufgeblüht durch die verbrüderte Arbeit der Rumänen, Deutschen, und Ungarn auf diesem Gebiet der Ahnen.

Heldsdorf
Halchiu
Höltöveny

1377 erste urk. Erw.
1869 Einw. 2.147, davon 2.109 Sachsen
1920 Einw. 2.833, davon 1.790 Sachsen
2008 ca. 300 Sachsen



În amintiri de vremuri apuse cetatea Halchiului va aduce voua purtatori de traditie si frumos, o îndepartata zi de recunostinta, salut, bine v-am gasit.

Voi, demni urmasi ai strabunilor scuturati cu cântecele voastre aceste ziduri, batute de tunul dusmanului si de vitregia vremii, înconjurate de zidul, covor al bucuriei si al fratiei. Faceti sa mai tresara în zidurile noastre, batrâne, încercate de crâncene veacuri în lumina calda si binecuvântata a pacii.


In Erinnerung an vergangene Zeiten der Burg von Halchiu (Heldsdorf) bringen wir euch, Träger von Tradition und Schönheit eines verflossenen Tages mit Dankbarkeit, den Gruß; “wir freuen uns euch wohlauf gefunden zu haben.“

Ihr, würdige Nachkommen der Ahnen, erschüttert mit euren Liedern diese Mauern die von feindlichen Kanonen geschlagen und einer stiefmütterlichen Zeit gebeutelt, nun umgeben sind von einem Teppich der Freude und Freundschaft.

Machte ein Aufzucken in unseren alten durch harte Zeiten versuchten Mauern in dem warmen Licht des gesegneten Friedens.

Rosenau
Râsnov
Barcarozsnyo

1331 erste urk. Erw
1869 Einw. 4.023, davon 1.736 Sachsen
1920 Einw. 4.801, davon 1.848 Sachsen
2002 ca. 70 Sachsen

Din zidurile medievale râsnovene si totodata a cetatilor din anii constructiei socialiste sculerii, chimistii si agricultorii râsnoveni aducem salutul nostru, cordiale felicitari, urari de mult succes în activitatea orasului frate Rupea.

Aus den mittelalterlichen Râsnovs (Rosenau) Mauern, und gleichzeitig der neuen Burgen der Jahre des sozialistischen Aufbaus, bringen wir euch die herzlichen Glückwünsche und Grüße der Werkzeugmacher, Chemiker und Landwirte, und wünschen viel Erfolg in den Aktivitäten der Bruderstadt Reps.

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Auf der Heimfahrt sagte einer der Kulturverantwortlichen des Kreiskomitees Kronstadts: „Wenn weiterhin den Sachsen die Ausreise genehmigt wird, haben wir bald keine Blasmusik mehr.“

Er hatte nicht recht. Die Erde dreht sich auch ohne uns weiter.

Nach meinen Informationen wurde das Burgenfestival mit Unterbrechungen bis in die heutigen Tage weitergeführt.

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Af deser Ird do es en Lond
sie heisch es nichen ondert.
Ech sihnt mich eng no em zeräk
wei ech de Walt durchwondert.

Ja, so geht es unserer Generation.

Die Heimat unserer Nachkommen ist nun Deutschland.

Wir sind keine ums Überleben ringende Minderhei mehr.