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Erneuter Raub am
Denkmal des Honterus in Kronstadt

Ich bin erschüttert.
Man hat am 18. Oktober 2009 in Kronstadt /Rumänien versucht die von mir 2002 erstellte Bronzebasrelieftafel zu rauben und da es nicht gelungen ist, die zweite Tafel geraubt.



Während meines Hilfeaufrufes zur Deckung meiner Unkosten haben manche geunkt dass das Basrelief, noch bevor ich zurück nach Deutschland komme, geraubt wird.

Nachdem ich damals mein Basrelief montiert hatte, bin ich jeden Tag vorbeigegangen um nachzuschauen ob es noch da ist.

Damals 2002 hatte ich vorgeschlagen man solle eine Zweitkopie von beiden Platten in die Schwarze Kirche montieren.





Fotos, am 10 November vom Herrn Peter Simon der nach dem Raub im Urlaub war, am 10 November erhalten.




Die geraubte Basrelieftafel von der anderen Seite des Monumentsockels

Ein Jahr zuvor, (2001) wurde ein Silikonabguss von der nun geraubten Tafel gemacht und zwei Gipskopien erstellt. Eine als Reserve und die Andere wurde an die Stelle des damals geraubtem Basreliefs montiert und schwarz angestrichen.



"Diese Tafeln sind repräsentativ für meine Vielseitigkeit"
sagt der Schatten des Johannes Honterus.


Bevor ich meine Arbeit montiert habe ist es uns gelungen diese Gipstafel ohne Beschädigung zu entfernen. Also müssen 2 Gipskopien und eine Silikonform vorhanden sein. Bis heute 16 Nov. habe ich keine Antwort bekommen.

Die Silikonform ist zwar in 7 Jahren naturgemäß etwas geschrumpft, doch hoffe ich das alles noch im brauchbarem Zustand ist.

Das Problem lässt sich lösen.





Foto erhalten von Thomas Sindilariu

Metallklau ist überall Mode. Nach der Information von Thomas Sindilariu hat man auch eine Bronzetafel vom rumänischem Kriegerdenkmal am Anger im Schei geklaut. Wann das war, weiß ich noch nicht.

Ich hoffe das diesmal der Vorschlag von 2002, des Wessis dessen Seele sich noch immer in Kronstadt befindet angenommen wird und die nachgebildeten Bronzetafeln in die Schwarze Kirche kommen.

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Der Medienwald ist in Bewegung.

Mehr in: Videonews. ro

Rum. Zeitung Mytex.ro

Meine Erstellung der Tafel ist ersichtlich in:

Anbei ein Artikel den mein Freund Gernot Nussbächer in der SbZ am 31. Oktober und in der Karpaten-Rundschau veröffentlicht hat.

Honterus-Denkmal geschändet

Nach dem Schlusskonzert des "Musica Coronensis"- Festivals am Sonntagabend, dem 18. Oktober, wurde festgestellt, dass die westliche Relieftafel am Honterus-Denkmal in Kronstadt teilweise aus der Halterung herausgerissen wurde. Am 19. Oktober stellte sich heraus, dass die östliche Relieftafel ganz verschwunden ist.

Das Honterus-Denkmal neben der Schwarzen Kirche wird damit zum zweitem Mal Opfer eines Raubüberfalles, trotz eines Eisengitterzaunes der seit Oktober 200 den Zugang zum Denkmal behindert Im Januar 1999 hatten Kinder die westliche Relieftafel gestohlen und als Altmetall verkauft. Durch den beispiellosen Einsatz des in Augsburg lebenden Kronstädters Wilhelm Roth konnte im Oktober 2002 eine von ihm angefertigte Replik der Relieftafel anstelle des Originals angebracht werden.

Das Honterus-Denkmal wurde am 21. August 1898 aus Anlass des 400. Geburtstages des Humanisten und Reformators Johannes Honterus (1498 - 1549) eingeweiht. Es ist das Werk des Berliner Bildhauers Harro Magnussen (1861 - 1908). Am Sockel des Denkmals befanden sich zwei Relieftafeln aus Bronze (je 81 cm breit und 70 cm hoch). Die westliche Tafel zeigt Honterus in seiner Druckerei, deren erste erhaltene Drucke aus dem Jahre 1539 stammen.

Die östliche Tafel, die nun gestohlen wurde stellt Honterus als Stadtpfarrer dar, wie er einem Kranken in Anwesenheit der Familienmitglieder das Heilige Abendmahl reicht. Am unteren Rand des Relief steht in gotischen Majuskeln "Wachet und betet", der Wahlspruch von Honterus aus dem Matthäus Evangelium 26,41. Johannes Honterus war vom 22. April 1544 bis zu seinem Tod am 23. Januar 1549 evangelischer Stadtpfarrer von Kronstadt. 1543 hat er das "Reformationsbüchlein" im Auftrag des Stadtrates geschrieben und veröffentlicht sowie danach auch dessen "Apologie".

Der Diebstahl wurde der Polizei gemeldet, die mit den Untersuchungen begonnen hat. Die von den Dieben nur teilweise losgelöste westliche Replikplatte wurde vom Wirtschaftsamt der Schwarzen Kirche gänzlich abgenommen, um sie vor Diebstahl zu schützen. So steht das Honterus Denkmal erstmals nach 111 Jahren ohne seine beiden Seitenreliefs da.

Kronstadt, 19. Oktober 2009.

Gernot Nussbächer


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