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Wohnung



„Nahrung, Kleidung, Wohnung das braucht der Mensch“ sagte unser Geschichteprofessor David.


Fangen wir mit Wohnung an.

Nach dem Krieg stellte sich ein akuter Wohnungsmangel, durch die vom Staat in Angriff genommene Industrialisierung in den Städten Rumäniens, ein. Die Fabriken wurden enteignet und ausgebaut. Rumänien entwickelte sich vom Agrar zu Industrie Land.

Das schwemmte ständig weitere Arbeitskräfte in die Städte, wo der Staat mit dem Wohnungsbau nicht Schritt halten konnte.

In den 2 Geldreformen wurde jedem Bürger nur ein, von Staat festgesetzter minimaler Geldbetrag umgetauscht. Für den Rest seines Geldes bekam er kaum etwas. Somit gab es kein Kapital für privaten Wohnungsbau.

In Kronstadt ging man so weit, dass viele Familien die als ehemalige Ausbeuter eingestuft waren, weil sie früher ein Geschäft, Werkstatt oder Fabrik besaßen, die Stadt innerhalb von 48 Stunden verlassen mußten. (Siehe: Anhang zu Begebenheiten in und außerhalb der Schule.)

Außerdem wurden die Mieten auf unglaublich niedrigem Niveau vom Staate festgesetzt.

Dann kam der Tag von dem an der Zuzug in alle Städte gesperrt wurde.

Die Zuzugserlaubnis in eine Stadt bekam man nur wenn man eine Arbeitsstelle in der Stadt vorweisen konnte. Eine Arbeitsstelle nur wen man eine Wohnung vorweisen konnte und eine Wohnung nur wenn man eine Arbeitsstelle und einen Personalausweis mit der Stadtzugehörigkeit hatte.

Ausgenommen waren nur solche die im Rahmen des selben Unternehmens Dienstlich in eine andere Stadt versetzt wurden. Diese konnte die Wohnung in der sie Lebten mit einer in der Stadt in die sie versetzt wurden tauschen.

Perfide war das der Hauseigentümer was Wohnung anbelangt gar nichts zu vermelden hatte.

Mein Elternhaus .
1937 heirateten meine Eltern. Mein Vater erhielt eine Bauparzelle von seiner Mutter während meine Mutter 7 Joch Grund von ihren Eltern als Mitgift bekam mit dem sie den Bau des Hauses anfingen. Das Haus wurde in einer Hanglage in Zwei Geschoßen gebaut. Die ober Wohnung in der Höhe der Gasse die Untere auf Hof und Gartenhöhe.

1938 zogen wir ein.
Meine Mutter belegte die oberen Räume mit ihrem deutschen Privatkindergarten. Wir selber wohnten in der Wohnung darunter.

Es kamen die Kriegsvorbereitungen. Mein Vater gab seinen Konditorberuf auf und ging zum Bau in die Flugzeugfabrik um als unabkömmlich eingestuft zu werden. So mußte er nicht an die Front, wurde aber oft von Baustelle zur Baustelle im Land abkommandiert.



So kam die Fertigstellung des Hauses nicht mehr weiter. Das Haus blieb unverputzt. Das Wasser mußte man so wie es die anderen Nahbaren taten mit dem Eimer von der Straßenwasserleitung holen. Geheizt wurde mit Holz in den Kachelöfen und in der Küche.

Das Haus hatte 2 Sickerschächte im Hof für das Klo. Alle 5 Jahre kam ein Kloputzer im Winter der sie ausgeschöpfte und in den 700 qm großen Garten der zwischen uns und dem Anwesen meiner Großeltern war als Düngen auf den Schnee verteilte.

1944 wurde der deutsche Kindergarten meiner Mutter der von rumänischen, ungarischen, und deutschen Kindern besucht wurde (die jüdischen Kinder durften ihn ab 1943 nicht mehr besuchen) vom Staat geschlossen.

Von dann an wohnten wir in der oberen Wohnung, mit einer großen Terrasse und vermieteten die untere Wohnung einer ausgebombten Familie. Januar 45 wurde mein Vater wie alle arbeitsfähigen Deutschen zur Zwangsarbeit verschleppt. Endstation Kohlenbergwerk im Donbas in Rußland. Ob er einmal und wann er zurückkommen würde war ungewiß.

Es folgte Zwangseinquartierung von russischen und rum. Offizieren in das kleinere Zimmer unserer Wohnung, gefolgt von Mietern.

Die 2 Zimmer hatten eigene Türen zum Vorzimmer und waren mit einer Glastür mit einander verbunden, vor die wir auf unserer Seite einen Kasten stellten. Trotzdem hören man alles aus dem Nebenzimmer.

Um eine Zeit hatten wir eine jüdische Familie aus Czernowitz. Jeden Sonntagmorgen schrie die Frau und die kleine Tochter um Hilfe weil ihr Mann sie verdrosch. Zuerst war ich 11 Jähriger sehr erschrocken aber später gewöhnten wir uns an diese Sonntagzeremonie.

Da die Mieten 1948 sehr gering waren, waren sie nur ein Tropfen auf dem heißen Stein für uns. Meine Mutter hielt uns beide mit unangemeldeter Kinderbetreuung und Handarbeit wie Stricken, Tuchschuhe mit Maisstrohsolenähen über Wasser.

Auf Arbeitssuche wurde ihr vorgeworfen dem deutschen Faschismus mit ihrem deutschen Kindergarten in Kronstadt Vorschub geleistet zu haben. Außerdem habe sie ein Haus mit Mietern. Ihre Antwort: „Ich bringe ihnen auch eine Ziegel zum essen.“

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In den Dörfern erfolgte mit der Bodenenteignung die Enteignung der Häuser, landwirtschaftlichen Geräten und Vieh der Deutschen und deren Übernahme von rum. Kolonisten und Zigeunern.

Wer waren diese Menschen die sich nun in fremdes Eigentum setzten? Es war meistens die unterste rum. Schichte und Zigeuner die am Dorfrand lebten. Andere kamen von jenseits der Karpaten und ließen sich nach ihrem Wunsch als die neuen Besitzer in die sächsischen Häusern und Höfen als Herrn eingesetzt.

Mir ist nur ein Fall aus Petersberg (dem Dorf aus dem meiner Mutter stammt) bekannt das eine rum Familie aus der Moldau nach 2 Monaten wieder heimgegangen ist. Weil sie es als unmenschlich fanden sich das Eigentum eines Sachsens anzueignen.

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Rumänien hatte seinen eigenen Krieg gegen Rußland begonnen und als die Russen vorrückten die Fahne nach dem Wind gedreht und der deutschen Wehrmacht einen größeren Menschenverlust als in Stalingrad verursacht. Nun gehörte es zu den Siegermächten die sich den Kommunismus eingeheimst hatten.

Gleich nach dem Krieg 1944 erstellte man Listen von den über 350.000 Deutschen in Rumänien. Anhand denen man die Arbeitsfähigen zur Zwangsarbeit aushob.

Im Jahr darauf wurden wieder eine Listen von den zurückgebliebenen Deutschen erstellt um sie aus ihren seit dem 12 Jahrhundert gegründeten Ortschaften auszuheben und auf ganz Rumänien zu verteilen. Nach der Wende ist diese Liste in Bukarest gefunden worden.

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Nach den Juden kam ein rumänisches Ehepaar als Mieter in das 19 qm Zimmer mit der wir unsere Küche teilen mussten. Mit ihnen kam ins Nebenzimmer das Radio aus dem den ganzem Tag rumänische Volksmusik ertönte, da die Frau zu Hause war. Später der Fernseher mit seinem Programm bis um 24 Uhr.

Unser Radio mußten wir 1944 abgeben. Ein Eigenes konnten wir uns finanziell erst in den 50ger Jahren wieder leisten.

Nach 5 Jahren Zwangsarbeit in Kohlebergwerg, 1950 kam mein Vater wieder heim. .................................................

Als Aleinverdiener konnte mein Vater mich nicht weiter erhalten. So fing 1952 mein Arbeitsleben als 15jähriger an. Es folgten zusätzlich zu den täglichen 8 Arbeitsstunden 6 Jahre Techniker und Abendgymnasiunschule. Kein Wunder das ich da oft mit Magengeschwüren herumlief.

Das Geld das ich verdiente bekam meiner Mutter.

Von da an ging es langsam aufwärts. Wir verputzten das Haus. Danach kam Erdgas in alle Kachelöfen und Küchen des Hauses. Wir lebten im eigenen Haus in einem Zimmer und einer halben Küche und hatten 2 Mieter über deren Wohnung wir laut Gesetz nicht verfügen konnten.

Der Staat baute Wohnblocks und verteilte den staatlichen Unternehmen einen Anteil der Wohnungen. Der andere Teil wurde zum Verkauf angeboten. Die dadurch frei werdende Wohnung wurde vom Staat weiter vergeben. Der Hausbesitzer hatte kein Mitspracherecht. Ich lebte bis 1962 bei meinen Eltern im 22 qm Zimmer. So auch nachdem ich 1960 geheiratet hatte und wir trotz aller Bemühungen die untere Wohnung bei zwei Mieterwechseln nicht bekommen konnten.

1962 ergab sich das wir durch einen Wohnungstausch mit Bukarest zu einem Zimmer in Kronstadt kamen. In diesen 18 qm und 2qm Küche lebten wir bis 1970.

Vom Staat aus war ein Anspruch von 8 qm pro Person vorgesehen. Als wir schon 2 Kinder hatten und Wohnungsbedarf anmeldeten, bekamen wir wieder zu spürten daß wir Roth hießen und nicht Stan Popescu. Das Bett meines Sohnes hängten wir an die Wand, Meine kleine Tochter schlief im Kinderwagen.

Der Postträger, der auch 2 Kinder hatte, bekam eine Betriebswohnung. Ich, Labortechniker im selben Unternehmen, in der gleichen Situation keine.

1970 erlaubte der Gesetzgeber erstmalig dass die Hausbesitzer, wenn eine Wohnung in ihrem Haus frei wurde, Eigenbedarf anmelden konnten.

Wir hatten Glück. Der Mieter, aus der Wohnung meiner Eltern hatte im Ausland gearbeitet und sich eine Eigentumswohnung gekauft. So konnten wir in die Wohnung meiner Elter in das 19qm Zimmer und das Badezimmer das wir Koch-Back- Kackstube nannten einziehen.

Der zweite Mieter bekam kurz darauf eine Betriebswohnung zugeteilt. Das Haus wurde 1971 endlich mieterfrei.

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Ärmer hochgekrempelt. Wir wollen wie Menschen leben. So bauten wir unser Zuhause selber aus. Das war eine harte körperliche Arbeit.

Wir mussten eine neue isolierte Wand gegen die Gasse aufziehen. und gegen Feuchtigkeit isolieren. Kubikmeter für Kubikmeter Beton mischten wir, mein Vater, Marianne und ich mit der Schaufel. Mauerten und verputzen selber, machten neue elektrische Installationen. Installierte Wasserleitung, richteten eine Warmwasseranlage für beide Wohnungen ein, Parketten, kamen dazu.

Das Badezimmer wurde gleich auch Fotolabor.
Die Wohnung im Handumdrehen zum Fotostudio oder Partykeller.
Eine kleine Werkstatt für Elektronik war auch dabei.
Große Fenster gegen den 700 qm Garten.
Wir lebten endlich als Menschen.

Im Garten waren: Zwiebel, Erdbeeren Himbeeren Kraut, Radieschen, Tomaten, Kartoffeln, Ribisel, Ägrisch, Rhabarber, Möhren, Petersilie, Bohnen, Topinambur, Sauerampfer, Zwetschken, Quitten, Marellen, Kaiser Nüsse, große Haselnüsse, Blumen, Trauben. Hasenstall, Hühnerstall, Katz, Hund, Vogel, alles war da.

Herz was brauchst du mehr als die Freiheit wie ein zivilisierter Mensch sein Leben zu gestalten.

Mit einem Bandscheibenschaden für mein Leben habe ich diese 2 Jahre zusätzlich bezahlt.



Als wir fertig waren hatten meine Eltern nach 28 Jahren in ihrem eigenen Haus wieder ihre eigne 70qm Wohnung für sich und wir unsere 100 qm Wohnung darunter.




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Fast hat uns ein neues Gesetz erwischt, welches den Besitz von nur einer einzigen Eigentumswohnung erlaubte. Besaß Jemand ein Haus mit und mehrere Wohnungen konnte der Besitzer wenn er im Haus wohnte eine Wohnung behalten, die anderen mußte er innerhalb eines Jahres verkaufen.

Mein Elternhaus hatte 2 Wohnungen von der wir nun eine auf 100 qm ausgebaut hatte. Da wir den Stichtag während des Ausbaues nicht wahrgenommen hatten, (auch glaubten wir nicht an eine solches unmänschliches Gesetzgebung) gehörte unsere ausgebaute Wohnung rechtmäßig dem rumänischen Staat.

Au Backe !
Mit guten Freunden läßt sich manches erledigen. Und so haben wir es erreicht das die Wohnung die im eigenem Elternhaus ausgebaut auf meinem Namen im Grundbuch eingetragen wurde.

Vielen andern wurde nach dem Ausbau oder Anbau einer Wohnung diese entschädigungslos vom Staat übernommen und sie mußten danach dem Staat Miete zahlen.

Dieses im Jahr 1974 !!



Unseren Lebensstandard was Wohnung betrifft hatten wir somit erreicht.



Das Leben konnte nun kreativ weiter gehen.

Weiter gehen? Immer wieder gaben wir bei jeder Gelegenheit
unsere Anträge auf Familienzusammenführung in die BRD ab.



Als wir nun mit der Wohnung fertig waren sagte Marianne „ Nun werden wir den Paß bekommen.“ Was oft geschah. Denn die Seilschaften reichten diesbezüglich weit in die Führungsschichten.

Einem Bekannten der Fersehreparatör was bot ein Bürgermeister eines Dorfes an, er solle sich welches Sächsisches Haus immer auswählen. Der Besitzer bekomme dann die Ausreisegenehmigung Was dann auch so geschehen ist.

Bei vielen Bekannten sahen die Wohnungen erschreckend aus. Sie taten nichts mehr und saßen auf ihren gepackten Kisten.



Wir aber wollten leben, leben, und selbst, wenn wir nur mit dem Rucksack auf dem Rücken und den Kindern an den Händen Rumänien verlassen könnten, wollten wir menschlich leben.

1982 war es so weit. Kronstadt und Bukarest ließ uns gehen.



Unsere Biedermeiermöbel verlassen zerlegt zu einem Spottpreis das Haus.

Die Kinder und meine Eltern nahmen wir an der Hand. Wir waren begnadet im Verhältnis zu anderen Heimatvertriebenen. Wir hatten nicht einen Rucksack sonder jeder 2 Koffer und eine Kiste von 70 x 70 x 1 m in dem wir pro Person vorgeschrieben- genehmigtes und verzolltes, Eigentum nach 850 Jahren Siedeln, Aufbauen und Verteidigung Siebembürgens und des Abendlandes mitnehmen dürfen.

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Um den Paß zu bekommen mußten wir unser Haus dem Staat verkaufen. Für den letzte Monat mussten wir im eigen Haus dem Staat Miete zahlen.

Der Ankaufpreis des Staates war pauschal festgesetzt. Für Häuser Maximum 40.000 Lei für Wohnungen Maximum 20.000 Lei. So bekamen meine Eltern 20.000 und wir ebenfalls 20.000 Lei.

40 Tausend waren es insgesamt. So viel verdiente ich in 15 Monaten. Bevor wir unsere Pässe erhielten mussten wir alle unterschreiben, auch meine minderjährigen Kinder, dass wir keinerlei Ansprüche dem rumänischen Staat gegenüber hätten.

Das Geld erhielten wir kurz vor der Aussiedlung. Mitnehmen durften wir es nicht. Wertsachen einkaufen durften wir damit auch nicht. Alle Wertsachen (sprich Erinnerungsstücke) mussten vom Patrimonium genehmigt und gestempelt werden.

Aus einer Klassikerausgabe hielt man mir den Goetheband zurück weil 1982 Goethejahr war. Wir haben die Ausgabe verschenkt. Unser übriggebliebenes Geld gaben wir mehreren Freunden zur Aufbewahrung. Übriggebliebenes Geld? Überall mussten wir bei jeder Behörde Schmieren. Wir hatte eine Termin an dem der Pass abgelaufen ist

Als ich nach 3 Jahren wieder in Kronstadt war um einige Erinnerungsstücke und Familienakten im Auto versteckt zu holen, durfte ich als Ausländer nur im Hotel wohnen. Als ich mit rumänischem Geld zahlen wollte verlangte man mir den Nachweis dass ich DM getauscht habe. Mein Reisekasse reichte mir kaum noch für das Benzin der Heimfahrt.

Eine Bekannte unterstützte monatlich eine Verwandte mit einer kleinen Summe der wir dafür ihre DM in Lei umtauschten.

Am Ende der Fahnenstange hatten wir 2.000 € für unser Haus mit 2 Wohnungen vom rumänischen Staat durch den Zwangsverkauf erhalten. Haus und Garten wurde vom rum Staat zu einem Spottpreis weiter verkauft.

Vom Ausgleichsamt in Deutschland bekamen wir Spätaussiedler keinen Ausgleich da wir unser Haus verkauft hatten. Das es ein Zwangsverkauf war interessierte und interessiert niemanden. Bei jüdischen Eigentum schaut es in Deutschland ander aus.

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Als ich das Haus 1987 vom Nachbar aus fotografieren wollte stürmte der Besitzer heraus und schrie er habe das Haus gekauft. Aber für wievie? Es kann unter 200 Doler gewesen sein. Nicht einmal in den Hof hat er mich eingelassen.

Der Herr hatte früher eine Bürostelle bei der Securitate und war nach der Wende Direktor bei der Energieversorgung der Stadt. Heute wird er wohl Rentner sein.

2007 sind wir Marianne und ich am Haus vorbeigegangen. Es ist renoviert. Aber an den 2 Klingeln steht kein Name.

Angst? Das Gewissen? Vielleicht plagen den Besitzer beides.

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Mariannes Elternhaus. Zentral gelegen in der Millionenstadt Bukarest.
Heute im Wert von einigen Milionen Euro.

Erstellt durch der Hände Fleiß von 3 Generationen.
6 Wohnungen von je 120 m². Eine hatten sie 1940 verkauft.

1949 wurde erst die Apotheke, später das Haus enteignet.
Sie durften im Haus weiter als Mieter wohnen und die Verwaltung des Hauses machen.

Nach der Wende 1993 verkaufte der Rumänische Staat die Wohnungen für je 100 $ an die Bewohner.

Die Bemühungen das Haus als Erbauer und rechtmäßiger Besitzer wieder zu erlangen wurden von der Justiz niedergeschmettert.


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Vertraut man auf die internationalen Abkommen und die Selbstverpflichtungen Rumäniens seit seiner Entscheidung für die Demokratie Ende des Jahres 1989, gewinnt man den Eindruck, das Land bekenne sich zu den Werten der Europäischen Union, zur Rechtsstaatlichkeit und zur Wahrung der Menschenrechte:

04.11.1993 Rumänien wird Mitglied des Europarates.

n 20.06.1994: Rumänien unterzeichnet die Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten – einschließlich Zusatzprotokoll – und verpflichtet sich somit mehrfach zum Schutz des Eigentums.

2001: Das rumänische Gesetz 10/2001 bekräftigt, dass jene, deren Immobilien und Land ohne rechtsgültigen Titel eingezogen wurden, weiterhin die rechtlichen Besitzer derselben bleiben und sieht vollständige Rückgabe vor.

– Später wird dieses Gesetz allerdings durch Änderungsanträge der damaligen Oppositionspartei PSD bis zur Unkenntlichkeit ausgehöhlt.

19.07.2005: Das rumänische Gesetz 247/2005 sieht die Rückgabe aller unrechtmäßig verstaatlichten landwirtschaftlichen Flächen und Wälder bis zu 50 ha vor, oder, falls dies nicht möglich ist, die Entschädigung.

Eine knapp bemessene Antragsfrist – bis spätestens 30.11.2005 – sorgt jedoch für die Beibehaltung des Unrechts.

01.01.2007: Rumänien tritt der Europäischen Union bei.

11.04.2008: Rumänien ratifiziert den Vertrag von Lissabon und bekräftigt einmal mehr, die Werte der Europäischen Union zu achten und seinen Verpflichtungen zur Einhaltung der Menschenrechte nachzukommen.

Weitere Infos: http:// www.resro.eu


Es war einmal unser selber errichtetes ZU HAUSE









Palmsonntag 1982

Einen Monat Später, jeder mit 2 Koffern und einer Kiste haben wir Kronstadt verlassen.