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Gedenkveranstaltung

Echo Gedenkveranstaltung

Pressemeldung





Pressemeldung

15. März 2010



Lieber Willi,
Heute stehen zehn Zeilen in der AZ zu der Gedenkfeier als Schluss zur Feier der Sudetendeutschen. Mit Klein werde ich Verbindung aufnehmen, dann schauen wir, was zu machen ist.
Liebe Grüße,
L.G.

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15. März 2010



Lieber Willi, es war eine gute Sache und ich denke, dass die Betroffenen sich wirklich geehrt und gewürdigt fühlten. Für dich zwei Bilder.
L. G.

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18. März 2010 Augsburger Allgemeine Nummer 64



Vom „Viehwaggon 21"

Gedenken 65 Jahre nach Deportation feiern die Banater-Schwaben und die Siebenbürger Sachsen in St. Andreas ihre Rückkehr aus Russland.

Herrenbach Mit einem ökumenischen Gedenkgottesdienst in der evangelischen Pfarrei St. Andreas im Herrenbach gedachten die Kreisgruppe der Siebenbürger-Sachsen und die Landsmannschaft der Banater-Schwaben am vergangenen Samstag der Deportation der Südostdeutschen in die Sowjetunion vor 65 Jahren und der Heimkehr vor 60 Jahren. Gefeiert wurde im Anschluss unter anderem mit Musik und Theaterspiel. Franz Metz spielte Akkordeon und man sang Lieder aus der Zeit der Deportation. Viele Zeitzeugen filmten dazu. Unter Leitung von Anni Mecher wurde das Hörstück „Viehwaggon 21" der Theatergruppe Würzburg vorgetragen.

Pfarrer Wolfgang Küffer von der gastgebenden St.-Andreas-Gemeinde legte bei seiner Begrüßung viel Wert auf das jüdische Sprichwort „In der Erinnerung hegt das Geheimnis der Erlösung". Wer sich nicht mit der Unmenschlichkeit der Vergangenheit auseinandersetze, sei anfällig für neue Grausamkeiten. Um an einer menschenwürdigen Zukunft bauen zu können, seien Orte und Zeiten der Erinnerung notwendig. Den Gedenkgottesdienst hielten Pfarrer Mathias Pelger und sein katholischer Kollege Anton Neu aus Nürnberg, (sil)

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Mein Bericht für die Presse

Ökumenische Gedenkveranstaltung in Augsburg anlässlich der Deportation der Siebenbürger Sachsen und der Banater Schwaben in die Sowjetunion

Gedenkveranstaltungen organisiert man immer im 10er Jahresrhythmus. Ich dachte mir das wir dieses Mal nicht noch 5 Jahre warten dürften, da von den Betroffenen dann bestimmt manche nicht mehr dabei sein werden. Anfang Dezember brachte ich den Vorschlag in der Vorstandsitzung ein und wurde beauftragt mich der Sache anzunehmen.

Bei den Vorbereitungen kam ich zum Entschluss eine gemeinsame Veranstaltung mit den Banater Schwaben aus Augsburg als ökumenischen Gedenkgottesdienst zu organisieren. Das könnte gleichzeitig ein Brückenschlag zu ihnen sein, da die zwei Kreisgruppen in Augsburg bis jetzt noch keine gemeinsame Veranstaltung bis auf die Vortragsreihe „Die Deutschen in Rumänien“ die ich vor 20 Jahren ins Leben gerufen hatte, veranstaltet haben.

Ev. Pfarrer i. R. Mathias Pelger sagte zu. Wolfgang Küffer Ev. Pfarrer der St. Andreas Gemeinde wo wir unsere Kronenbaumfest, Vortragsreihe, und Theaterproben halten, war gleich dabei. Schwierig war für mich das Auffinden des Vorstandes der Banater Schwaben und eines Katholischen Geistlichen aus dem Banat der in der Nähe von Augsburg lebt (damit Kosten erspart würden). Herr Luzian Geier vom Bukowina-Institut brachte mich telefonisch mit Herrn Peter Krier, (Ochsenfurt) Vors. des Hilfswerk d. B. Schwaben zusammen. Er informierte mich das sie einen Ökumenischen Gedenkgottesdienst in Würzburg und in Nürnberg veranstaltet hätten und es eine Banater Theatergruppe unter der Leitung von Frau Nanni Mecher gibt, die ein Hörspiel aus einem Auszug aus dem Bühnenstück „Viehwaggon 21“ von Stefan Heinz Kehrer darbietet. Eine DVD welche die Würzburger von ihrer Veranstaltung gemacht hatten, war für mich ausschlaggebend, dass diese Leute nach Augsburg kommen sollten. Von unserem Siebenbürgerchor bekam ich auch das OK. Es war noch manches das unter einen Hut gebracht werden musste aber mit Herrn Peter Krier war die Zusammenarbeit bestens.

Am Sonnabend den 13. März war es so weit. Dr. Franz Metz Musikwissenschaftler hatte das Orgelspielen übernommen. Es folgte die Begrüßung durch Pfarrer Wolfgang Küffer, gefolgt vom Vors. der Kreisgruppe der Sb. Augsburg Gottfried Schwarz und Herrn Dietmar Kirschenheuter Vors. der Banater Landsmannschaft Augsburg. Danach setzte der Sb. Chor Aug. unter der Leitung von Elisabeth Schwarz ein. Herr Peter Krier eröffnete das weltliche einstündliche Programm. Die Würzburger Theatergruppe brachte ihr Hörspiel gefolgt von einer Zusammenfassung des Zeitgeschehens. Für die Akustik war Helmut Schwarz stellvertretender Vors. der Kr. Der Sb. Sachen zuständig.

Danach bat ich die ehemaligen Deportierten aufzustehn. Es waren 31 Betroffene. 4 von Ihnen machten ihre Aussagen. Besonders ergreifend war was Herr Paul Klein über sich und seinem Zwillingsbruder Hans (Rätsch) die beide als 13 Jährige deportiert wurden berichtete.

Die Nürnberger Stadträtin Helmine Buchsbaum Vors. der Kr. der Banater Nürnberg referierte über die Russlandverschleppung in der Literatur von Herta Müllers „Atemschaukel“

Dr. Franz Metz berichtete dass die deportierten Heimkehrer, oft Lieder mit eigenen Texte zu bekannten Volkslieder gesungen haben. Mit seiner Akkordeonbegleitung wurden zwei dieser Lieder gemeinsam gesungen. Es folgte unter Glockengeläute die Totenehrung. Dazu spielte Helmut Martini und sein Sohn Daniel „Ich hat’ einen Kameraden“ während ich eine von mir bebilderte Kerze zum Altar brachte. Anschließende brachte ich meinen Zeitzeugenbricht.

Es folgte eine kleine Pause in der Herr Peter Krier über das Gerhardforum der Banater Schwaben berichtete. Mit der Ökumenischen Andacht, Liturgie Katholischer Pfarrer i. R. Anton Neu und Predigt des Ev. Pfarrer i. R. Mathias Pelger, ging die Veranstaltung weiter. „Gott wo warst Du als man die Mütter von ihren Kindern trennte und zur Zwangsarbeit in die UDSSR aushob.“ Es war ein schweres Kapitel das Pfarrer Pelger für seine Predigt vorbereitet hatte.

Nach dem Gottesdienst wo auch unser Chor mitgewirkt hat wurden alle zu Kaffee und Kuchen, den Erna Szilagyi und Team vorbereitet hatten in den Gemeindesaal eingeladen.

226 Personen haben dieser Veranstaltung beigewohnt. Eine Anwesende, deren Mutter in Arbeitslager verstorben war sagte mir das sie ständig nasse Augen gehabt habe.

Wo ein Wille ist da ist auch ein Weg. Möge diese Veranstaltung ein gemeinsamer Aufbruch, eine Brücke zwischen uns Sachsen und unseren Banater Schwaben in Augsburg sein, mit denen wir Jahrhunderte gemeinsame Geschichte erlebt haben.

Diese öffentliche Veranstaltung ist die letzte in meiner 21 jährigen Kulturreferentenzeit in Augsburg. Sie schließt für mich ein Lebenskapitel ab.

Weitere Informationen über dies Veranstaltung finden Sie in www.wilheln-roth.de Eine DVD von dieser Veranstaltung habe ich in Arbeit.

Wilhelm Ernst Roth

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Am 26 März an die Siebenbürgische Zeitung und Banater Post abgeschickt.
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Am 20 April 2010 erschien mein Artikel in der Banater Post



Sechzig Jahre Deportation

Gedenkveranstaltung anlässlich der Deportation der Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen in die Sowjetunion.

Solche Gedenkveranstaltungen organisiert man, immer im Zehn-Jahres Rhythmus. Ich dachte mir, dass wir dieses Mal nicht noch fünf Jahre warten dürften, da von den Betroffenen dann bestimmt manche nicht mehr dabei sein werden.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen in Augsburg könnte gleichzeitig ein Brückenschlag zwischen den beiden Volksgruppen sein, zumal die beiden Kreisgruppen in Augsburg bis jetzt noch keine gemeinsame Veranstaltung veranstaltet haben, bis auf die Vortragsreihe „Die Deutschen in Rumänien", die ich vor zwanzig Jahren ins Leben gerufen hatte.

Der evangelische Pfarrer i. R. Mathias Pelger sagte zu. Wolfgang Küffer, evangelischer Pfarrer der Sankt - Andreas - Gemeinde, war auch gleich dabei, Luzian Geier vom Bukowina-Institut brachte mich telefonisch mit Peter Krier zusammen, dem Vorsitzenden des Hilfswerks der Banater Schwaben. Er informierte mich, dass die Banater bereits ökumenische Gedenkgottesdienste in Würzburg und in Nürnberg veranstaltet hätten und dass die Banater Theatergruppe aus Würzburg unter der Leitung von Anni Mecher eine Hörspielfassung des Bühnenstückes „Viehwaggon 21" von Stefan Heinz Kehrer einstudiert habe. Eine DVD, die die Würzburger von ihrer Veranstaltung gemacht hatten, überzeugte uns voll und ganz von dem Vorhaben. Auch der Chor der Siebenbürger- Sachsen in Augsburg signalisierte seine Bereitschaft zur Mitwirkung. Die Zusammenarbeit mit Peter Krier und den Banatern gestaltete sich bestens.

Am 13. März war es dann soweit. Der Musikwissenschaftler Dr. Franz Metz hatte die Orgel-begleitung übernommen: Es folgte die Begrüßung durch Pfarrer Wolfgang Küffer, gefolgt vom Vorsitzenden der Kreisgruppe Augsburg der Siebenbürger Sachsen, Gottfried Schwarz; und Dietmar Kirschenheuter, Vorsitzender des Kreisverbandes Augsburg der Landsmannschaft der Banater Schwaben. Danach setzte der Siebenbürger Chor unter Leitung von Elisabeth Schwarz ein. Peter Krier eröffnete den weltlichen Teil der Gedenkfeier. Die Würzburger Theatergruppe brachte ihr Hörspiel, gefolgt von einer Zusammenfassung des Zeitgeschehens. Für die Akustik war Helmut Schwarz zuständig, stellvertretender Vorsitzender der Kreisgruppe der Siebenbürger Sachsen. Von den 31 anwesenden ehemaligen Deportierten meldeten sich vier zu Wort. Besonders ergreifend war die Schilderung von Paul Klein über sich und seinem Zwillingsbruder Hans, die beide als 13-Jährige deportiert wurden. Die Nürnberger Stadträtin Helmine Buchsbaum, Vorsitzende des Kreisverbandes Nürnberg der Landsmannschaft der Banater Schwaben, referierte über die Russlandverschleppung in der Literatur und ging kurz auf den Roman „Atemschaukel" der Nobelpreisträgerin Herta Müller ein. Dr. Franz Metz berichtete, dass die deportierten Heimkehrer oft Lieder mit eigenen Texten zu bekannten Volksliedern gesungen haben. Mit seiner Akkordeonbegleitung wurden zwei dieser Lieder gemeinsam gesungen. Unter Glockengeläute folgte, die Totenehrung. Dazu spielte .Helmut Martini und sein Sohn Daniel „Ich hatt' einen Kameraden". Anschließend brachte ich meinen Zeitzeugenbericht. In der Zwischenpause berichtete Peter Krier über das Gerhardsforum der Banater Schwaben.

Mit der ökumenischen Andacht (Liturgie: katholischer Pfarrer i. R. Anton Neu; Predigt: evangelischer Pfarrer Mathias Pelger) wurde die Veranstaltung fortgesetzt. „Wie oft ist wohl im Jahr 1945 und den Jahren danach gefragt worden: Wie konnte Gott es zulassen, dass Mütter von ihren Kindern weggenommen, Familienerhalter von ihren Schutzbefohlenen getrennt wurden? Ist das der gnädige und barmherzige Gott, an den wir glauben?" Es war ein schweres Kapitel, das Pfarrer Pelger für seine Predigt vorbereitet hatte. Nach dem Gottesdienst, wo auch unser Chor mitgewirkt hat, wurden alle zu Kaffee und Kuchen, den Erna Szilagy und ihr Team vorbereitet hatten, in den Gemeindesaal eingeladen. 226 Personen haben dieser Veranstaltung beigewohnt. Eine Anwesende, deren Mutter im Arbeitslager verstorben war, sagte mir danach, dass sie ständig nasse Augen gehabt habe. Die Veranstaltung. wurde gemeinsam von den Kreisverbänden Augsburg der Siebenbürger Sachsen und Banaler Schwaben zusammen mit dem Gerhardsforum organisiert.

Wilhelm Ernst Roth

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Neben meinem Bericht fand ich in der Banater Post Zeitung diesen Aufruf.

20 April 2010



Ich freue mich wenn ich sehe das die Lavine die ich im Januar 2009 mit meinen Artikel über "Zwangsarbeit in Rumänien 1950 - 61" in bewegung gebracht habe sich noch immer bewegt.

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Am 20 April erschin in der Buchenlanddeutschen Zeitung Der Südosdeutsche Nr 4, Jahrgang 61 mit ständigen Berichten über die Südostdeutschen, über und aus Südost- siwie Osteuropa und über die Bukowina in aller Welt.





Eine gemeinsame Gedenkfeier an die Deportation von „ Volksdeutschen" aus Südost-, Ost- und Mitteleuropa in die damalige Sowjetunion vor 65 Jahren, noch vor Kriegsende, gestalteten die landsmannschaftlichen Kreisverbände Augsburg der Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben gemeinsam mit dem katholischen Gerhardsforum Banater Schwaben e. V. und der evangelischen Pfarrei St. Andreas in Augsburg-Herrenbach. Das Foto zeigt die voll besetzte evangelisch-lutherische Kirche während der Gedenkstunde - vor dem Altar Referent Dr. Franz Metz zum Thema Lieder zur Flusslanddeportation -, an die ein ökumenischer Gottesdienst angeschlossen wurde und ein geselliges Treffen im Pfarrsaal. Bei der Veranstaltung wurde Betroffenen und Forschern ein bisher unbekannter Extrem-Übergriff bei der Verschleppung bekannt: die Zwillingsbrüder Klein aus Siebenbürgen waren erst 13 Jahre alt.

Foto; Luzian Geier

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Am 23 Aprill erschin in der Homepage der Sibebürgischen Zeitung ein Bericht über die Veranstaltung.

http://www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/kreisgruppen/9926-in-augsburg-oekumenischer-gottesdienst.html


In Augsburg:Ökumenischer Gottesdienst anlässlich der Deportation

Ein ökumenischer Gottesdienst zum Gedenken an die Deportation der über 150 000 Südostdeutschen in die Sowjetunion fand am 13. März in Augsburg statt. In der St. Andreas-Kirche gedachten die Banater Schwaben und die Siebenbürger Sachsen des gemeinsamen Schicksals ihrer Landsleute, die zwischen Dezember 1944 und April 1949 zur Zwangsarbeit deportiert wurden.

Weit über 200 Gäste waren der Einladung gefolgt und eine erwartungsvolle Stille hing in der Luft. Eröffnet wurde der Gottesdienst vom Siebenbürger Chor Augsburg unter der Leitung von Elisabeth Schwarz. Herzlich begrüßt wurden die Anwesenden durch Pfarrer Wolfgang Küffer und Dietmar Kirschenheuter, Vorsitzender des Kreisverbandes Augsburg der Landsmannschaft der Banater Schwaben. Gottfried Schwarz, Vorsitzender der Kreisgruppe Augsburg des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, betonte in seiner Ansprache, dass der Gottesdienst ein Mahnmal für die heutige und zukünftige Generationen sein soll, eine Anklage an Krieg, an Vertreibung und Deportation. Peter Krier, Vorsitzender des Hilfswerks der Banater Schwaben, erinnerte an die gemeinsame kulturelle Tradition der zwei Verbände, die auf eine lange Geschichte zurückgeht, aber auch auf das gemeinsame Schicksal der Zwangsdeportation. Er erinnerte an das Leid, den Hunger, die Entbehrungen der Betroffenen, die unsere Vorstellungskraft weit übertreffen. Banater Schwaben und die Siebenbürger Sachsen gedachten in einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Andreas-Kirche in Augsburg der Deportation der Südostdeutschen in die Sowjetunion vor 65 Jahren. Foto: Wilhelm Roth Was alle Anwesenden berührte, waren die Szenen des Theaterstückes „Viehwaggon 21“ von Heinz Kehrer, gespielt von der Banater Theatergruppe Würzburg. Durch Passagen aus dem Buch „Atemschaukel“ von Herta Müller, vorgetragen von der Nürnberger Stadträtin Helmine Buchsbaum, wurden bei vielen Betroffenen Erinnerungen wachgerufen. Betont wurde die politische Geradlingkeit der Schriftstellerin und ihre ethische Haltung, die für uns alle eine Botschaft habe. Von 31 anwesenden ehemaligen Deportierten meldeten sich vier zu Wort. Besonders ergreifend, weil spontan, war die Schilderung von Paul Klein über sich und seinen Zwillingsbruder Hans, die im Alter von 13 Jahren deportiert worden waren.

Dr. Franz Metz, Vorsitzender des Gerhardsforums der Banater Schwaben, erwähnte, dass die deportierten Heimkehrer oft Lieder mit eigenen Texten zu bekannten Volksliedern gesungen hatten. Mit Akkordeonbegleitung stimmte er zwei dieser Lieder an, die den leidvollen Weg dieser Menschen erahnen ließen. Unter Glockengeläute folgte die Totenehrung. Dazu spielten Helmut Martini und sein Sohn Daniel „Ich hatt’ einen Kameraden“. Zum Gedenken an die Toten der Deportation brachte Wilhelm Roth eine selbst gestaltete Kerze zum Altar. Sein beeindruckender Zeitzeugenbericht beendete den ersten Teil der Veranstaltung.

Kerzen zum Gedenken an die Russlandverschleppung vor 65 Jahren. Foto: Wilhelm Roth Die ökumenische Andacht hielten der katholischer Pfarrer i. R. Anton Neu (Liturgie) und der evangelischer Pfarrer Mathias Pelger (Predigt). „Wie oft ist wohl im Jahr 1945 und danach gefragt worden: Wie konnte Gott es zulassen, dass Mütter von ihren Kindern weggenommen, Familienerhalter von ihren Schutzbefohlenen getrennt wurden? Ist das der gnädige und barmherzige Gott, an den wir glauben?“ Fragen und Antworten, die Pfarrer Pelger in seiner Predigt erörterte.

Nach dem Gottesdienst waren alle zu Kaffee und Kuchen, den Erna Szilagyi und ihr Team vorbereitet hatten, in den Gemeindesaal eingeladen.

Möge diese Veranstaltung ein gemeinsamer Aufbruch, eine Brücke zwischen Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben in Augsburg sein, die sich seit Jahrhunderten eine gemeinsame Geschichte teilen. Gedankt wird allen Mitwirkenden, Organisatoren und Einrichtungen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, besonders dem Kulturreferenten der Kreisgruppe Augsburg, Willhelm Roth.

Gottfried Schwarz

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Am 5 Mai in der SbZ.



Bayern Kreisgruppe Augsburg

Ökumenischer Gottesdienst anlässlich der Deportation

Am 13. März fand in Augsburg ein ökumenischer Gottesdienst zum Gedenken an die Deportation der über 150000 Südostdeutschen in die Sowjetunion statt. In der St. Andreas-Kirche gedachten die Banater Schwaben und die Siebenbürger Sachsen des Schicksals ihrer Landsleute, die zwischen Dezember 1944 und April 1949 zur Zwangsarbeit deportiert wurden.

Weit über 200 Gäste waren der, Einladung gefolgt und eine erwartungsvolle Stille hing in der Luft. Eröffnet wurde der Gottesdienst vom Siebenbürger Chor Augsburg unter der Leitung von Elisabeth Schwarz. Herzlich begrüßt wurden die Anwesenden durch Pfarrer Wolfgang Küffer und Dietmar Kirschenheuter, Vorsitzender des Kreisverbandes Augsburg der Landsmannschaft der Banater Schwaben. Gottfried Schwarz, Vorsitzender der Kreisgruppe Augsburg des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, betonte in seiner Ansprache, dass der Gottesdienst ein Mahnmal für die heutige und zukünftige Generation sein soll, eine Anklage an Krieg, an Vertreibung und Deportation. Peter Krier, Vorsitzender des Hilfswerks der Banater Schwaben, erinnerte an die gemeinsame kulturelle Tradition der zwei Verbände, die auf eine lange Geschichte zurückgeht, aber auch auf das gemeinsame Schicksal der Zwangsdeportation. Er erinnerte an das Leid, den Hunger, die Entbehrungen der Betroffenen, die unsere Vorstellungskraft weit übertreffen.

Was alle Anwesenden berührte, waren die Szenen des Theaterstückes „Viehwaggon 21" von Heinz Kehrer, gespielt von der Banater Theatergruppe Würzburg. Durch Passagen aus dem Buch „Atemschaukel" von Herta Müller, vorgetragen von der Nürnberger Stadträtin Helmine Buchsbaum, wurden bei vielen Betroffenen Erinnerungen wachgerufen. Betont wurde die politische Geradlinigkeit der Schriftstellerin und ihre ethische Haltung, die für uns alle eine Botschaft habe. Von 31 anwesenden ehemaligen Deportierten meldeten sich vier zu Wort. Besonders ergreifend, weil spontan, war die Schilderung von Paul Klein über sich und seinen Zwillingsbruder Hans, die im Alter von 13 Jahren deportiert worden waren.

Dr. Franz Metz, Vorsitzender des Gerhardsforums der Banater Schwaben, erwähnte, dass die deportierten Heimkehrer oft Lieder mit eigenen Texten zu bekannten Volksliedern gesungen hatten. Mit Akkordeonbegleitung stimmte er zwei dieser Lieder an, die den leidvollen Weg dieser Menschen erahnen ließen. Unter Glockengeläute folgte die Totenehrung. Dazu spielten Helmut Martini und sein Sohn Daniel „Ich hatt' einen Kameraden". Zum Gedenken an die Toten der Deportation brachte Wilhelm Roth eine selbst gestaltete Kerze zum Altar. Sein beeindruckender Zeitzeugenbericht beendete den ersten Teil der Veranstaltung.

Die ökumenische Andacht hielten der katholische Pfarrer i. R. Anton Neu (Liturgie) und der evangelische Pfarrer Mathias Pelger (Predigt). „Wie oft ist wohl im Jahr 1945 und danach gefragt worden: Wie konnte Gott es zulassen, dass Mütter von ihren Kindern weggenommen. Familienerhalter von ihren Schutzbefohlenen getrennt wurden? Ist das der gnädige und barmherzige Gott, an den wir glauben?" Diese Fragen erörterte Pfarrer Pelger in seiner Predigt. Nach dem Gottesdienst waren alle zu Kaffee und Kuchen, den Erna Szilagyi und ihr Team vorbereitet hatten, in den Gemeindesaal eingeladen.

Möge diese Veranstaltung ein gemeinsamer Aufbruch, eine Brücke zwischen Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben in Augsburg sein, die sich seit Jahrhunderten eine gemeinsame Geschichte teilen. Gedankt wird allen Mitwirkenden, Organisatoren und Einrichtungen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, besonders dem Kulturreferenten der Kreisgruppe Augsburg, Wilhelm Roth.

Gottfried Schwarz

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