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20 Jahre Kulturreferent
der Kreisgruppe des Verbandes der Siebebürger Sachsen in Augsburg.

Am 17 November 2009 jährte sich zum 20. Mal der Tag an dem ich dieses Ehrenamt übernommen habe. Kein Kulturreferent der siebenbürgischen Kreisgruppen war bis jetzt in diesem Ehrenamt so lange tätig. Alle haben das Handtuch schon früher geschmissen.

Meine Hauptaufgabe sah ich in der Bekantmachung rumäniendeutschen Kultur durch Öffentlichkeitsarbeit, Schwerpunkt Vorträge und Ausstellungen mit geschichtlichen Themen.

In diesen Jahren dachte ich mir auch andere Möglichkeiten für Öffentlichkeitsarbeit aus, die den Rahmen eines Kreisgruppen-Kulturreferenten sprengten.

Ich muss hervorheben, dass jedes Mal mein Ansuchen um Hilfe beim Vorstandes der Kreisgruppe Augsburg Gehör fand.


20 Jahre? dass muss gefeiert werden.



Für diesen Zweck erstellte ich eine Ausstellung indem ich einige Schautafeln aus meinen drei Ausstellungen aufstellte.

Dazu legte ich Zeitungsblätter aus, in denen mein Bericht "Zwangsarbeit in Rumänien 1950-61 Oral Histori", der in 6 Zeitungen erschienen ist, und der mich veranlasst hatte ein Buch darüber zu erstellen.



Zuerst präsentierte ich mein Zeitdokument "Kunsthistorische Führung durch das Repser Land", Material das ich vor 30 Jahren für meine Vorträge gesammelt hatte







Danach berichtete ich über das Zustandekommen meines Buches.



Dipl. Ing. Konrad Thalgott las eine gekürzte Aussage aus dem Buch vor.





Nach der Lesung dieser Zeugnisaussage, die mit viel Interesse verfolgt wurde, stellte ich den Autor Herrn Karl Grasser vor. Er hatte nicht gewusst das seine Aussage vorgelesen wird. Es war eine gelungene Überraschung.



Kreisvorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen Augsburg Gottfried Schwarz gratulierte uns und wünschte mir noch 20 Jahre dieses Ehrenamt auszuüben.



Marianne schneidet den Baumstriezel.















Ein grafisch etwas zerstückelter Text in der SbZ. 15 Nov. 2009 Seite 21

Außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement

Wilhelm Ernst Roth ist schon 20 Jahre Kulturreferent in der Kreisgruppe Augsburg

1937 in Kronstadt geboren, veranlasst Willi als 21-Jähriger im Abendgymnasium seinen Geschichtslehrer David, Sonnabend nach Schulende um 21 Uhr Sachsengeschichte vorzutragen, und in den 60 Jahren, als seine Frau Reiseleiterin für Touristen aus der DDR ist, erzählt Ehepaar Roth bei den Wanderungen mit Jugendlichen diesen aus der Sachsengeschichte. In den 70 Jahren stellt er Kunstfotos in Kronstadt Zeiden, Mediasch, Sinaia, Predeal und Bukarest vor. 1978-1982 sammelt Roth sächsisches Brauchtum in Dia und Ton, führt seine Di-Tonmontagen in vielen Ortschaften Rumäniens mehr als 10.000 Interessierten vor. 1978-1979 und 1979-1981 wird er anhand seiner fotografischen Arbeiten zum mehrfachen Preisträger Rumäniens in der Fotografie gekürt. Diese Zeitdokumente, durch den Eisernen Vorhang geschleust, präsentiert er ab 1983 in Deutschland, z.B.auch am Heimattag in Dinkelsbühl. Einige hat er inzwischen auf DVD gebrannt.

1989 übernahm Willi Roth das Amt des Kulturreferenten der Kreisgruppe Augsburg. 1990 eröffnete er mit seinen Dia-Tonvorführungen im Bukowina-Institut die von ihm vorgeschlagene Vortragsreihe „Die Deutschen in Rumänien". Den 1992 angeregten Vortrag „Die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen“ von Dr. Wilhelm Bruckner, veröffentlichte Roth in Absprache mit dem Autor auf eigene Kosten in einer Broschüre, von der er über 1.000 Stück verbreitete. Am 1. Mai 1992, knapp nach der Gründung der Blaskapelle der Siebenbürger Sachsen Augsburg, organisierte Roth ein Blasmusikkonzert in Augsburg am Kuhsee, das seit damals jährlich am 1. Mai am Autobahnsee mit über 1.000 Personen stattfindet. 1994 gab er den Anstoß zur Wiederbelebung und Weiterführung des Siebenbürgischen Mundartdichtertreffens in Deutschland und organisierte in Augsburg zu-sammen mit Elisabeth und Oswald Kessler das 7. Mundartdichtertreffen, dem weitere folgen sollten. 1995 brachte der Kulturreferent die Wanderausstellung „Hermann Oberth, Vater der Raumfahrt“ nach Augsburg.

1996 erhielt Roth das silberne Ehrenwappen der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen, gründete 1997 im Rahmen der Kreisgruppe eine Vortragsreihe mit dem Titel "Verständnis füreinander", Schwerpunkt Siebenbürger Sachsen und ihr Umfeld, und erstellte 1998 eine Wanderausstellung über Johannes Honterus. Es folgte 2000 die Wanderausstellung "Auf den Spuren des Deutschen Ritterordens in Siebenbürgen“. Beide Ausstellungen stellte er im Kreuzgang der Luther-Gedenkstätte St. Anna in Augsburg aus, wo sie von über 3.000 Personen besichtigt wurden. Mehrere HOGs stellten sie bei Ihren Heimatortstreffen aus. Seine 2001 erstellte Ausstellung über die Aktivität der Kreisgruppe zur 50-Jahr-Feier trug zur Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit in Augsburg bei.

2002 modellierte er, sich auf eigene Fotografien stützend, die geraubte Bronzetafel vom Honterus-Denkmal in Kronstadt und ließ sie mit finanzieller Hilfe vieler Landsleute in Bronze gießen, wonach sie in Kronstadt an das Denkmal montiert wurde.

Seit 2004 organisieren Marianne und Wilhelm Roth an jedem Muttertag eine volkskundliche siebenbürgisch-sächsische Ausstellung. In den vergangenen Jahren veranlasste Roth Gedenkgottesdienste in Augsburg zum Thema Johannes Honterus, Stefan Ludwig Roth bzw. Deportation der Siebenbürger Sachsen zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion. 2005 verlieh ihm die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen das goldene Ehrenwappen „in Würdigung seiner ehrenamtlichen Engagements im Dienste der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft, insbesondere al Kulturreferent der Kreisgruppe Augsburg“.

Im Rahmen des Festjahres zum 450. Jahrestag des Augsburger Religionsfriedens erstellte Roth 2005 die Wanderausstellung „Die Ausstrahlung der Confessio Augustana nach Siebenbürgen“, an deren Eröffnung sich auch Bischof Dr. Dr. Christoph Klein aus Siebenbürgen mit einem beeindruckenden Grußwort beteiligte. Dazu organisierte er mit Unterstützung der Kreisgruppe einen Vortrag und einen Gottesdienst in der St. Annakirche in Augsburg. Im Oktober erschien im Selbstverlag das Buch Zwangsarbeit in Rumänien 1950-61 (250 Seiten) mit Aussagen von 30 Betroffenen. Das Buch ist beim Autor erhältlich. Tel.: 0821-565506. Weitere Informationen: www.wilhelm-roth.de Wilhelm Roth dankt der Kreisgruppe Augsburg für die erteilte Unterstützung bei seinen vielfältigen zahlreichen Aufgaben, von denen hier nur die prägnantesten aufgeführt sind.

Für dieses vorbildliche und umfangreiche Engagement ist die Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen Wilhelm Ernst Roth zu hohem Dank verpflichtet. Herzlichen Glückwunsch zu diesem großartigen Jubiläum!

Doris Hutter
Kulturreferentin des Landesverbands Bayern





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