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Ich habe gelogen



Ich habe gelogen
als ich erklärte, dass die in Bronze gegossene Honterustafel
mein einziges und erstes in Metal ausgeführtes Kunstwerk ist.



Siehe Zeitungsbericht der Kronstädter rumänischen Zeitung
DRUM NOU vom Mai 1969





Übersetzung
Metrologietechniker Wilhelm Roth, Angestellter der P.T.T.R. (Post Telegraf Telefon Radio) in Kronstadt, hat eine Passion. In seiner Freizeit modelliert er Statuetten in Miniaturdimensionen, deren Details man nur mit der Lupe sehen kann. Auch er, der „Bildhauer“, blickt durch die Lupe, wenn er sie erschafft.

Das Material, das er meist verwendet, ist geschmolzenes Glas oder Metall. Aber einige Statuetten sind aus winzigen Holzspänen. Das Werkzeug, das er verwendet, ist eine Nähnadel und eine Pinzette. Das Ergebnis erfolgt aus Talent und Handfertigkeit.

Resultat? Eine Serie von zauberhaften Werken. Ente mit Kücken, Graziöse Ballerine, Friedenstaube, Erstarrte Tulpe und andere entzücken das Auge durch die Selbstverständlichkeit der Linien, der Großartigkeit, der fast unsichtbaren Details, die sich zum ganzen verbinden.

In letzer Zeit hat sich die Kollektion um einige interessante Kompositionen, die aus mehreren Elementen bestehen, vergrößert. Dazu gehört eine interessante statuare Gruppe „Die Heimkehr des verschwenderischen Sohnes“ in einer modernen Form. Der Vater und die Mutter, die den Heimkehrer empfangen, verkörpern das ewige Gefühl der Elternliebe sowie der Freude des Wiedersehens.

Siehe ein „Hobby“ das tendiert das Limit des Amateurhaften zu überschreiten und sich der Kunst zu nähern.

Das Porträt zeigt Wilhelm Roth bei der Arbeit an seinen Statuetten. Zu betonen ist, dass es sich um ein Autoporträt handelt, da die Fotografie seine andere alte Passion ist.

A. Vidor

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Zu der Gruppe „Die Heimkehr des verschwenderischen Sohnes“

Wegen der Zensur musste Frau A. Vidor den Titel „Die Heimkehr des Verlorenen Sohnes“ in den „verschwenderischen Sohn“ umbenennen.

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Die Miniaturen sind bei der Umsiedlung verloren gegangen.

Ich fand in meinem Fotoarchiv diese Negative und den Zeitungsausschnitt und habe mir gedacht, das passt zum Motto meiner Homepage "......sage auch was Du getan hast".

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Ich fand mein Hobby interessant und der Gedanke, einen Floh zu beschlagen, blieb nicht aus.

Floh. Woher?

Ja die waren bei Katzen zu finden. So suchte ich einen Katzenhalter auf und ging auf die Flohjagd mit großem Erfolg. Meine Beute ertränkte ich in einem mit Wasser gefüllten Glas.

Ich war erstaunt, wie lange die Flöhe durchhielten.

Meine Jagdtrophäen untersuchte ich zu Hause. Dabei stellte ich fest, dass meine Augenlupe mit 4facher Vergrößerung für mein Vorhaben zu schwach war.

Ein Stabmikroskop mit 80facher Vergrößerung, welches ich im Dienst zur Verfügung hatte, ließ mir kaum Platz zwischen einem Floh und den Stabmikroskop für meine Werkzeuge.

Auch stellte ich fest, dass der Floh zwei Krallen hat, die nach unten gekrümmt sind.



Wie bringt man da ein Hufeisen an?

Eisen? Nein das konnte ich mit meinem Werkzeug wegen seiner Härte nicht bearbeiten.

Also stellte ich das Hufeisen aus einem Kupferdraht von 0,02 mm Durchmesser her, dem dünnsten Draht mit dem ich im Labor die Schwingspulen der Messinstrumente per Hand wickelte.

Ein Menschenhaar hat einen Durchmesser zwischen 0,02 und 0,06 mm.

Ich dehnte den Draht noch etwas, wodurch er noch dünner wurde.

Dieses winzige Drahtstückchen schlug ich mit einem Punzen platt, drückte 2 Löcher für je einer Kralle hinein und passte das "sprich Hufeisen" unter die Krallen an.

Die Bolzen dazu hatte ich durch Überdehnung des 0.02 mm Kupferdrahts, bis er riss, erstellt. Die gerissenen Enden, die am dünnsten waren zwickte ich ab, wodurch eine breitere Fläche an der Schnittstelle entstand. Diese in die Spirituslampe gehalten schmolz zu einer winzigen Kugel. Nun hatte mein Nagel auch einen Kopf.

Danach ging ich an das Beschlagen. Dafür hatte ich mir vorgenommen in jede Kralle 1 Loch mit meiner extrem fein auf einem Mississippischleifstein mit der Hand zugeschliffenen Nähnadel einzudrücken.

Leider ist mir dieses nicht gelungen. Die winzigen gebogenen Krallen sprangen immer wieder von der Nadelspitze weg, oder brachen ab.

Dann habe ich es dann aufgegeben.

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Es gab für mich nur noch eine Möglichkeit und zwar das Ankleben des aus Kupfer geformten Hufeisens. Dieses war aber auch nicht einfach, weil die Masse des benötigten Klebers sehr klein war und im Nu trocknete.

So hatte ich einen Flohfuß mit einem kupfernen Hufeisen versehen, war aber damit nicht zufrieden, denn beschlagen hatte ich ihn nicht.

Dieses war eine der mir selber auferlegten Aufgaben handwerklicher Herausforderung, der ich mich gestellt hatte.

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Lieber Leser,
heute, 2007, nach 38 Jahren bin ich zu der Schlussfolgerung gekommen, dass ich die Fußkrallen des Flohs umgekehrt auf ein Glas mit Lack hätte kleben sollen und von unten mit der Nadel die 2 Löcher hätte eindrücken sollen. Danach hätte ich mit Verdünner, den Lack wieder auflösen können.

Ich habe etwas zu früh aufgegeben.

Versucht es mal. Ich würde mich freuen, wenn jemand der Erfolg hatte, es mir mitteilen würde.

Auch mit der heutigen Lasertechnik würde wahrscheinlich so etwas möglich sein.

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Bilder meiner Miniaturstatuetten

Originalgröße meines Daumens........Vergrößerung



Kämpfer



Contergan



Torero



Ich komme



Fang mich



En gard



Eifersucht



Prometheus




Fischer aus selber gezogenen Glasröhren. Maßstab 1:1 und Vergrößerung 1: 26
Zum vergleich eine Stecknadel. ( Stecknadelkopf 1 mm Durchmesser.)



Vergrößerung 1:820

Leider habe ich nur diese eine Aufnahme von meinen Glasarbeiten, welche ich aus dünnem Glas von Glühbirnen an einer Spiritusflamme erstellt hatte.

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Ich würde mich freuen, wenn sich jemand meldet, der auch dieses etwas ausgefallene Hobby hatte oder hat.

Auf jeden Fall, hatte es mich damals fasziniert.

Das war`s.


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