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Geschichte des
Siebenbürgerliedes


Interview in Siebenbuerger.de

Projekt Grabmal
J. Lukas Hedwig


Projekt Hedwig
auf Eis gelegt


Grab J. L. Hedwig
im Juni 2007


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Juni 2007



Nach 5 Jahren besuchte ich im Juni 2007 wieder das Grab.

Hat die Silikonversiegelung der Sprünge so gehalten das der Grabstein, wie laut E-Mail vom Februar 2007, nicht gefährdet ist und man dem Wunsch des Gremiums der Kirchengemeinde, den Grabstein weiter stehen zu lassen, nachkommen konnte?

Was ich da vorfand sieht ein wenig anders aus.

Ein Großteil der versiegelten Sprünge hat seinen Dienst 5 Jahre getan.

Wasser konnte nicht überall eindringen.

Aber die gefährlichen Sprünge sind trotz Versiegelung weiter aufgeklafft.

Andere sind neu entstanden.

Es sind auch andere Kräfte, nicht nur das Wasser am Werk, wie Temperaturdifferenzen zwischen der sich ablösenden Vorder- und Rückseite die durch die Risse thermisch entkoppelt sind und sich dadurch die Seite die der Sonne zugekehrt ist im Laufe des Tages mehr ausdehnt als die Schattenseite.

Es hat sich gezeigt das so lange der Kunststein da steht, hilft weder die Silikonversiegelung noch die Flutung, Imprägnierung des Steines die vor 5 Jahren durchgeführt wurde.

Die Risse gehen weiter.

Der Brocken aus Zement, Kalk und Sand ist morsch und zerfällt. Das zeigen die neuen Risse !!

 

83 Jahre hat der Brocken gehalten. Jetzt geht der Zerfall des Grabsteines, wenn er nicht von der Witterung geschützt wird, unaufhaltbar weiter.

Um sonst versiegelt man ihn von außen. Seine Zeit ist abgelaufen.

Haarrisse durchziehen das Innere des Brockens.

Einen Teil der Haarrisse die ich vorfand habe ich auf den nebenstehenden Fotografien eingezeichnet.

 

Die Schrifttafel ist nicht eine eingesetzte Tafel sondern eine gerade Fläche die in den Kunststein eingefräst wurde. Sie gibt einen Einblick in den aktuellen Stand der Materialstruktur des Grabsteines.

 

 

Herr Horst Hügel hatte vor 5 Jahren alle damaligen Risse versiegelt. Ein Großteil der Versiegelung ist noch im gutem Zustand. Aber an manchen Stellen sieht man dass der Grabstein weiter unaufhaltsam auseinander bricht.

 

 

Auch die Grabfassung die vor 5 Jahren mit Zement hergerichtet wurde hat die 5 Jahre nicht durchgehalten.

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Zurück zu meinem Projekt.

Wie man hier sieht, sind in der Nähe des Grabes Gräber mit Deckplatten abgedeckt.

Also würde der Projektvorschlag das Grab abzudecken kein Stilbruch sei.

 

Auch die Unterbringung des Grabsteines unter dem Vordach der Aussegnungskapelle bis ein endgültiger Standort, wie mir vorgeschlagen wurde, ausgemacht wird, ist eine machbar gute Lösung.

  

Das Vordach ragt 2m hinaus so das der Grabstein der 80cm dick ist, an Stelle des Tisches aufgestellt, sehr gut vor weiterer Verwitterung, geschützt ist.

Es ist die Nordseite. Die Sonne würde nicht auf ihn scheinen und somit wäre auch der thermische Effekt weitgehend ausgeschlossen.

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Eine gute Nachricht hatte mich in Kronstadt erreicht.

Im Herbst soll ein Steinmetz aus Tg. Mures der viele Reparaturarbeiten in Hermannstadt durchgeführt hat, vorbeikommen und einen Kostenvoranschlag für die Konsolidierungsarbeit abgeben.

Die Arbeit besteht aus konsolidieren mit Inoxschrauben der gesprungenen Teile und Versiegelung des Brockens.

Die Versiegelung muss danach jedes 5te Jahr wiederholt werden.

Werden sich Zuständige für die Flutung in den nächsten 100- 200 Jahre finden? Denn danach wird, von dem Kunststein wenn er weiter hier stehen bleibt trotz Flutung eines Tages nur ein Sandhaufen übrig sein.

Der Brocken zerfällt, wie an der Schrifttafel zu sehen ist, von innen.

Wenn man diesen Grabstein erhalten will so ist diese Aktion ein guter, erster, dringend nötiger Schritt.

Woher der Mann weiß wie tief und wo der einzelne Sprung im Stein verläuft damit er das Stück welches durch den Sprung von der Loslösung betroffen ist mit Inoxbolzen festigt, ist mir als Fachmann für zerstörungsfreie Werkstoffprüfung, der 10 Jahre seines Lebens besonders Risse in Metall gesucht hat, ein Rätsel.

Hoffentlich hat er eine gute Hand.

Meine Bilder mit den Einzeichnungen der Sprünge können ihm bei der Vorbereitung seiner Arbeit bestimmt gute Dienste leisten.

 

 

Hoffentlich folgen bald auch die anderen Vorschläge aus meinem Projekt und das Grab wird für die Ewigkeit aus Granit hergerichtet und man muss nicht hoffen das die nachrückenden immer spärlich werdenden Generationen sich des Grabes annehmen werden.



Ich werde weiter darüber berichten.

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Juli 2007

Im Fernseher erfolgte ein Bericht, dass in mehreren Kunststeinstehlen der Holocaustgedenkstätte in Berlin tiefe Risse aufgetreten sind.

Dieses nur nach einigen Jahren seit dem Guss der Quader die aus dem Besten vom Besten heutiger Kunststeinmasse erstellt wurden, da sie für die Ewigkeit gedacht sind.

Ob Einzelne ganz ersetzt werden ist mir unbekannt.

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Dezember 2007,

umrundete die Welt die Nachricht das die Christusstatuen in Rio de Janeiro nächstens zerfällt.

Das ist Kunststein.

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Jahrtausende alte Bildhauerwerke bestehen in Ägypten aus Granit ohne Reparaturen.

Darum plädiere ich für die Herrichtung des Grabes aus Granit weil das Festzurren mit Bolzen keine dauerhafte Lösung für den Grabstein ist. Dieses wenn er danach weiter an Ort und Stelle bleibt.