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Geschichte des
Siebenbürgerliedes


Interview in Siebenbuerger.de

Projekt Grabmal
J. Lukas Hedwig


Projekt Hedwig
auf Eis gelegt.


Grab J. L. Hedwig
im Juni 2007




Projekt Johann Lukas Hedwig wurde auf Eis gelegt.

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Rückblick. (Mai 2007)

2002 sah ich den fortgeschrittenen Zerfall des Grabsteinmonumentes und meldete es im Kirchenamt. Danach wurden die Sprünge an der Oberfläche mit Silikon versiegelt.

Nach meiner Rückkehrt nach Deutschland sprach ich viele Leiter von Organisationen die einen Bezug dazu haben an, doch die Jahre vergingen und es tat sich nichts.

Im Mai 2006 nahm ich einen neuen Anlauf und bot der Honterusgemeinde in Kronstadt an mich um das Grab zu bemühen, was mit „Wir danken ihnen für ihre Bemühungen„ angenommen wurde.

Es folgten Monate von Recherchen.

Im November 2006 legte ich mein Projekt Herrn Architekt Dr. Hermann Fabini und Kunsthistoriker Marius Tataru zur Begutachtung vor, die es als gut und durchführbar befunden haben.

Am 10. Dezember schickte ich mein Projekt nach Kronstadt.

Am 20. März 2007 wurde ich gebeten das Projekt noch einmal nach Kronstadt zu schicken, da am 21. März Presbyterialsitzung sei. Danach würde ich umgehend verständigt.

Am 5. April wurde mir mitgeteilt:

„Das Presbyterium der Honterusgemeinde hat beschlossen den Originalstein zu erhalten, abzudichten so dass er als historischer Stein am Innerstädtischen Friedhof stehen bleiben kann“.

.......„Nach Aussagen von Fachleuten die den Stein angesehen haben besteht keine akute Gefahr das dieser zerfällt“......

Muss man die „akute Gefahr“ abwarten? Wann ist der Zeitpunkt der "akuten Gefahr"? Jeder Materialprüfer sag das Risse im Material beseitigt werden müssen !! Hier kann man sie nicht beseitigen. Der Kunststein ist morsch !!!

Man fragt sich: was hat das Presbyterium veranlasst nicht präventiv für die nächsten Jahrhunderte zu handeln?

Ein Architekt, ein Kunsthistoriker, ich mit Ausbildung am Atomphysikinstitut in Bukarest mit 10 jähriger Berufserfahrung als Werkstoffprüfer und Sie verehrter Leser die die Bilder mit den Sprüngen gesehen haben, so wie andere die mich, nach der Publikation der Situation des Grabmonumentes kontaktiert haben, sehen den Erhalt dieses Monuments als ein Anliegen aller Siebenbürger Sachsen.

Einen Teil meines Projektes in der nächsten Zeit zu verwirklichen und Bolzen einzuziehen um den Grabstein zu konsolidieren und weiterhin die Risse des Kunststeines mit Plastik zu verkleben finde ich als einen wichtigen ersten Schritt der in aller nächsten Zeit erfolgen muss. Dies, auch wenn es nur eine vorübergehende Lösung ist.

Dies Maßnahme sichert für eine Zeit den weiteren Zerfall des Grabsteines, an dem, wenn er eines Tages zusammenbricht die Grabinschrift unwiederherstellbar beschädigt wird. Was beim Vorhaben der Honterusgemeinde Kronstadt, wie es ihrerseits in unserer Korrespondenz vorgeschlagen wurde, ihn in ein Kirchenmuseum zu stellen, ein Substanzverlust des Ausstellungsstückes sein würde.

Der Stein ist morsch!

„Denke weiter als du sehen kannst“, ganzheitliche Lösungen machen Sinn!

Mein Projekt wurde momentan auf Eis gelegt.

Hoffentlich nicht allzu lange, da unsere Kinder und Enkel immer weniger Bezug zu dem Grabmonument haben. Und einmal kommt der Tag wo man handeln muss. Vielleicht entsinnt man sich dann meines Projektes und verwirklicht mehr davon.

Der Erhalt dieses Kulturgutes ist Angelegenheit der Honterusgemeinde.

Einverstanden. Aber gleichzeitig die Angelegenheit von über 200.0000 Menschen denen das Siebenbürgerlied so lange sie leben ihre Hymne ist.

Ich hoffe das mein Projekt und die Veröffentlichung einen Anstoß gibt, mehr zu tun als nur die Behandlung mit Silikon des Grabsteines und das man sich auch anderorts um historisch kulturell wichtige Grabstätten kümmert wohin unsere Nachkommen einmal ehrfürchtig pilgern können.

Meine Tür im Bezug auf Geldbeschaffung zur Durchführung auch nur teilweise meines Projektes bleibt weiterhin offen wenn ich die dafür nötigen Kostenvoranschläge erhalte.

Ich schaue nicht zurück sondern nach vorne.

Präsident John F. Kennedy sagte: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann; frage vielmehr was du für dein Land tun kannst!“

Das gilt bei mir auch für Siebenbürgen und meine Landsleute.

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In der nächsten Zeit wird das Grab des Lukas Hedwig von mehr Siebenbürgern als bisher besucht werden.

Eine dringende Maßnahme steht an, die bis jetzt von den „Fachleuten“ die das Grab begutachtet haben übersehen worden ist. Die Erneuerung der Grabinschrift.

Diese muss von einer Fachkraft ausgeführt werden.

Die Farbe schützt die eingegrabene Schrift vor weiterer Verwitterung.

Vorsicht ist geboten, dass die Farbe sich nicht in die Sprünge des morschen Kunststeines einzieht, was zu einer nicht rückgängig machbaren Verschmutzung der Umgebung der Schrift führen würde.



Eine nachträgliche Versiegelung der in den Grabstein ausgesparten Schriftfläche ist dringend notwendig da die eingravierte Schrift verwittert und nicht mehr nachgezeichnet werden kann.

Grabinschriften werden in die Grabsteine eingefräst und ausgemalt. Danach fährt man mit einem feinen Schmirgelpapier drüber wodurch die überstehende Farbe entfernt wird und die Schrift ihre Kanten erhält, die man mit dem Pinsel so freihand nicht ziehen kann.

Bei diesem Grabstein ist durch seine Vernachlässigung (Nichtwartung der Schrifttafel) die Verwitterung auch auf der Tafel an mehreren Stellen so fortgeschritten dass die klassische Schrifterneuerung nicht mehr angewendet werden kann.

Bei weiteren Fragen bitte sich an schwarze.kirche@brasovia.ro zu wenden


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Ein neues Projekt für die Allgemeinheit das ich angepackt habe welches mich die nächsten 3 Jahre fast täglich beschäftigt, ist die Digitalisierung meiner 30 Dia-Tonvorträge, die einmalige Zeitdokumente des Kulturlebens der Siebenbürger Sachsen in Siebenbürgen in den Jahren 1979-1982 sind.

Augsburg 2. Mai 2007

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