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Geschichte des
Siebenbürgerliedes


Interview in Siebenbuerger.de

Projekt Grabmal
J. Lukas Hedwig


Projekt Hedwig
auf Eis gelegt.


Grab J. L. Hedwig
im Juni 2007





Projekt Grabdenkmal Johann Lucas Hedwig

Wilhelm Ernst Roth

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Stand 31. März . 2007, Änderungen vorbehalten.




Grabmonument des Johann Lucas Hedwig

Im Oktober 2002, am Tag als ich die von mir erstellte Bronzerelieftafel am Honterusdenkmal montiert hatte, besuchte ich das Grab der Bildhauerin Margarete Depner im innerstädtischen evangelischen Friedhof in Kronstadt um ihr zu berichten das ein Samenkorn, welches sie vor 54 Jahren in mein Herz gelegt hatte, zum Baum geworden war.

Beim weiteren Besuch von Gräbern stellte ich fest dass der Grabstein (Monument) des Vertoners des Siebenbürgerliedes, Johann Lukas Hedwig zerfällt.



Auf meinem Hinweis bei Stadtpfarrer Christian Plajer nahm dieser unverzüglich kontakt mit Hermannstadt auf doch leider konnte man ihm bezüglich einer Renovierung von Grabsteinen nicht weiter helfen.



Hinten rechte Seite.

Daraufhin hat Herr Horst Hügel die damals sichtbaren Sprünge, die durch das ganze Monument gehen, an ihren äußeren Rändern so gut es ging mit Silikon abgedichtet.



Herr Eckhard Schlandt, Organist der Stadtgemeine Kronstadt, Kuratorin Frau Einschenk und ich bei der Besichtigung des Grabes im Herbst 2002.



Sprünge in der linken Seite.
Vorne rechts unten ist der Kunststein durch Verwitterung stark abgetragen.
Alter und Witterung haben Sprünge durch den ganzen Kunststein getrieben.

Zurückgekehrt, habe ich in Deutschland verschiedene sieb. Organisationen darauf hingewiesen dass das Grabsteinmonument dieser Siebenbürger Persönlichkeit zerfällt und ersetzt werden muss.

Bis 2006 hat sich nichts getan.

Im Mai 2006 habe ich mich der Sache angenommen und bekam die Zusage der Kirchengemeinde Kronstadts mich um die Ersetzung des Grabsteines bemühen zu können.

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Mein Projekt.

Der Grabstein, ein Monument aus Kunststein (errichtet 1924) wird konsolidiert und am Friedhof versetzt.

Maßnahmen gegen weitere Verwitterungen werden vorgenommen.

Ein neuer Grabstein sowie eine Neufassung des Grabes soll aus einem hartem Stein erfolgen.

Die Kosten werden durch Spenden gedeckt.

Eine Stiftung soll die Differenz der Ausgaben für das Projekt, wenn sie die Spendeneinnahmen überschreiten, auffangen.

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Da ich in Augsburg lebe ist es mir nicht möglich mein Projekt von hieraus durchzuführen.

Die Kirchengemeinde in Kronstadt der, der Friedhof gehört ist somit zuständig für:
- die Akzeptanz meiner Vorschläge,
- die Anforderung der Kostenvoranschläge,
- die Durchführung in eigener Regie, oder Vergabe an einem zuverlässigen Außenmitarbeiter.

Meine Aufgabe ist die Erstellung des Projektes mit detaillierten Begründungen und nachdem ich die Kostenvoranschläge erhalten habe, die Beschaffung des nötigen Geldes in Deutschland.

Herr Architekt Dr. Hermann Fabini (Hermannstadt) und Kunsthistoriker Herr Marius Tataru vom Siebenbürgischem Museum in Gundelsheim BRD, beide früher in der Rumänischen Denkmalbehörde tätig haben diesen Projektvorschlag als gut und von der Ev. Kirchengemeinde in Kronstadt als durchführbar, bei unserer Kulturreferententagung Herbst 2006 befunden.

Herr Architekt Dr. Hermann Fabini hfabini@abfabini.ro stellt sich für weitere Fragen gerne zur Verfügung.

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Wenn wir das Grabmonument des Vertoners des „Siebenbürgerliedes“, nicht jetzt für die Zukunft richten, wird es wahrscheinlich nächstens zerfallen und es wird eine unseren kulturellen Spuren weniger in Siebenbürgen geben.

Ob unsere, in Deutschland heranwachsenden Nachkommen sich dieses Grabes annehmen würden ist sehr fraglich. Darum müssen wir für Sie dieses Kulturerbe für die nächsten Hunderte von Jahren sichern.

Das Siebenbürgerlied wird uns Siebenbürger Sachsen überleben.

Darum haben wir die Verpflichtung dieses Grabmonument für dir Zukunft herzurichten.

Nach meinen Recherchen ist folgendes durchzuführen:

Das Grabdenkmal.

Mein Vorschlag ist, den jetzigen historischen Grabstein im Friedhof nahe an die Außenwand der Aussegnungskapelle zu versetzen.

Sein neuer Standort gewährleistet das er der Witterung nicht weiter ausgesetzt ist. (Überdacht)

Der Grabstein muss vor dem Entfernen mit Inoxbolzen (Schrauben) gefestigt werden.

Konsolidierung (Inoxbolzen).
Wer besorgt sie?
Wie viele Stücke?
Wer führt die Arbeit aus.?
Wer führt die Versetzung des Monumentes durch? (2,5 m x 1,30 m x 80 cm ca. 5-6 Tonnen.)

Kostenvoranschlag für Konsolidierung, Versetzung und Restaurierung.

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Das Grab.

Die Grabfassung muss erneuert werden. Sie soll aus demselben Stein wie der neue Grabstein aus Granit oder Andesit, der in Rumänien abgebaut wird, erstellt werden.

Ein harter Stein ist angebracht damit er über Jahrhunderte erhalten bleiben kann.

Über die Maße, Dicke, Form und Größe der Platte sowie Farbe und angewendeter Stein Granit oder Andesit entscheiden die Vertreter der Kirchengemeinde.



Mein Vorschlag.

Das Grab soll die heutige Größe beibehalten und erhält eine Deckplatte die einige cm über den Rahmen reicht. Sie soll nach außen gewölbt oder zur Mitte leicht Schräg geschnitten sein, damit das Regen und Schneewasser sich nicht auf ihr staut.

Der Rahmen soll so dimensioniert werden das er bis zur Erde reicht. Als Fundament soll der jetzige Steinrahmen verwendet werden.

Es hat keinen Sinn das Grab nicht ganz mit einer Steinplatte zu decken um Blumen zu pflanzen, da die Bepflanzung in den kommenden Jahren nicht gesichert werden kann und dass Eindringen von Schmelzwasser nach dem Gefrieren die Grabfassung beschädigt.

Alle Steinflächen sollen auf Hochglanz geschliffen sein, damit sie nicht vermoosen.

Der Grabstein.

Der jetzige Grabstein von 1924 ist aus Kunststein gefertigt und wie man sieht nicht für die Ewigkeit geschaffen.



Ein Sprung geht durch die Grabsteinschrift.

Eine Kopie aus Kunststein des aktuellen Grabsteines anzufertigen wäre möglich, ist aber sehr teuer und bringt gar nichts, da Kunststein der Witterung ausgesetzt, nur begrenzt haltbar ist.

Nach den Meldungen im Fernsehen sind sogar die Stelen der Jüdischen Gedenkstädte in Berlin die aus Beton mit einer besonderen hochwertigen Oberfläche erstellt wurden von Sprüngen nach weniger als 10 Jahren (Heute 2007) betroffen.

Nur ein guter Naturstein hält die Jahrhunderte durch.

Arbeiten aus Granit die keine Angriffspunkt durch die Gestaltung von Steinmetzkünstlern haben, wo Witterung und Luftverschmutzung ansetzen kann, bestehen unbeschadet Jahrtausende.

Bei meinen Recherchen auf den Friedhöfen in Deutschland habe ich Grabsteine aus den 20er Jahren gefunden die auch aus Kunststein gefertigt waren und nun nach 80 Jahren zerfallen.



Grabstein aus Kunststein in Augsburg.

Einen ähnlich zerfurchten Stein in der Natur zu suchen, zu finden und unter großer Mühe herbeikarren und aufzustellen würde bedeuten den jetzigen gesprungenen Grabstein mit einem andern zu ersetzen der, wenn er vielleicht dem jetzigen ähnelt und dadurch ebenfalls Risse aufweist weil er Flächen besitzt in denen sich Wasser ansammelt.

Für Steinarbeiten verwendet man Steinblöcke die tief unter der Erdoberfläche in Steinbrüchen gewonnen werden die nicht der Witterung ausgesetzt waren und Sprünge aufweisen.

Aber so ein Felsbrocken hat nicht die Oberflächenstruktur wie der aus Kunststein erstellte jetzige Grabstein, sondern gerade Bruchflächen. Eine originalgetreue Nachgestaltung dieses gegossenen Kunststeines durch einen Bildhauer ist vergebliche Liebesmühe und Geldausgabe.

Dazu muss gesagt sein das der jetzige Grabstein als Monument, mit weniger Aufwand von der Witterung geschützt untergebracht, weiterhin am Friedhof erhalten bleiben kann, bis er vielleicht anderswo (z. B. in einem Kirchenmuseum, Vorschlag aus der Kirchengemeinde) einen Platz findet.

Einen Auftrag einem Künstler zum schaffen eines Monumentes zu übergeben bringt nur weitere Kosten mit sich. Dabei werden Flächen geschaffen wo sich Feuchtigkeit und aggressive Luftverschmutzung ablagert und den Grabstein mit der Zeit verwittert.

Der neue Grabstein.

Er soll ein Quader oder eine ähnliche Form haben, dessen obere Kante etwas schräg nach hinten geschnitten ist, damit sich kein Wasser ansammeln kann.

Die Höhe bestimmen die Experten der Kirchengemeinde die den Grabstein an die vorhandenen Grabsteine nebenan anpassen können.



Meiner Meinung nach sollte seine Höhe mit Sockel bei 1,50 m liegen.
Die Breite des Grabsteines soll 70cm betragen.
Die Dicke soll 15 cm sein.

Der Grabstein soll mittig auf einem separaten Sockel mit einer Oberfläche von 130 x 30cm (Höhe bedingt durch die Grababdeckplatte) gesetzt werden. Der Sockel soll 5 cm von der Grababdeckung entfernt aufgestellt werden.



Der jetzige Verbund zwischen Grab und Grabstein hat sich nicht bewährt und schaut so aus.
Die Seite zum Grab soll etwas zugespitzt geschnitten sein, damit Eis zwischen Sockel und Grabstein diesen nicht wegdrücken kann.

Da der Steinsockel beidseitig vom Grabstein 30cm hinausragt, kann man darauf 2 Übertöpfe für Blumen befestigen. Die Innenbohrung soll konisch gestaltet sein damit das Eis die Töpfe nicht sprengt.



Die Maße des Grabsteines habe ich so gewählt damit wenn der Fall eintritt, das auch dieser Friedhof einmal geschleift wird, der Grabstein an der Mauer der Schwarzen Kirche innen oder außen neben dem Honterusdenkmal „zum bleibenden Andenken an den Kantor der Schwarzen Kirche dem Vertoner des Siebenbürgerliedes“ wie es auf dem Grabstein steht, weiter seinen Zweck erfüllt.

Die Beschriftung.

Die Beschriftung erfolgt durch Gravur in den Grabstein.

Eine Platte mit dem Schrifttext anzubringen hat nicht die Haltbarkeit wie die der Gravur in den Grabstein.



Die Breite der jetzigen Schrifttafel beträgt 55cm und die Höhe 72cm.

Ich würde gerne die Schriftzeichen der Originaltafel übernehmen.

Die Inschrift des Grabsteines lautet:
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Zum bleibenden Andenken an den Vertoner
des Liedes
„Siebenbürgen Land des Segens“
Johann Lucas Hedwig
Stattkantor zu Kronstadt
Geb. 5. Aug. 1802. gest. 8. Jan. 1849
Gewidmet von Volksgenossen
1924
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Änderung des Textes:
Gewidmet von Volksgenossen
1924

in:
Erneuert im Jahr 2007
durch großzügige Hilfe von Landsleuten
und der Sieb. Sächs. Stiftung" (Wenn letztere nötig ist)

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Über die Inschrift möchte ich ein Strichbild des Lucas Hedwig gravieren lassen welches ich nach seinem Bild aus Heldsdorf seinem Geburtsort erstellt habe.



Darüber möchte ich die Noten des Auftaktes des Siebenbürgerliedes setzen.



Es muss mit dem Steinmetz der das Grab erstellt vorab geklärt werden ob er die von mir verlangten Fräsungen erstellen kann.

Wer nimmt den Kontakt mit den Steinmetzen auf?

Kostenvoranschlag des neuen Grabsteines.

Wer nimmt mehrere Kostenvoranschläge auf?

Nachdem alle Kostenvoranschläge bei mir eingetroffen sind kann ich mich um das Beschaffen des Geldes kümmern.

Ich werde dabei meine Erfahrung die ich mit der Bronzerelieftafel gemacht habe einbringen.

Die Beschaffung des Geldes wird 4 –5 Monate dauern. Darum müssen die Kostenvoranschläge zügig eingebracht werden.

Wenn man niemanden findet der unentgeltlich die Kostenvoranschläge einholt, muß jemand für seine Arbeit entlohnt werden. Wie das zu erfolgen hat muss sich noch erweisen.

Kosten des Außenmitarbeiters.

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Wir sind wahrscheinlich die Letzten die die Mühe nicht scheuen und sich dieser Arbeit annehmen.

Das Siebenbürgerlied wird uns alle überleben.

Dieses Projekt ist eine Chance, in den nächsten Jahrhunderten auf das Lied und seinem Vertoner zu weisen, das alle Siebenbürger Sachen seit Generationen mit Inbrunst gesungen haben und unsere Nachkommen noch singen werden.

Packen wir es an ! ! !


Wilhelm Ernst Roth



Augsburg 31. März 2007


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