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Kulturaktivität
Januar, Februar 1981.

Pocerspiel:
Politisches Gefängnis
oder Aussiedlung.

Kulturaktivität
März, April, Mai 1981.

Interview mit R. L.
Vortrag in Pretai
Vortrag in Hermannstadt Meine Stimme verkrampft sich

Kulturaktivität
Juni, Juli 1981.

Zwei dritte Preise in der Endphase des Landesfestivals "Preis dir Rumänien."

Kulturaktivität
Aug. Sept. Okt 1981.

Genehmigung der gemeinsamen Aussiedlung mit meinen Eltern
Magenoperation.

Kulturaktivität
Nov. Dez. 1981.

Maria Gierlich-Gräf.
Der finanzielle Wert
eines Diaporamas
Gedanken zum Jahresende
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Kulturaktivität: August, September, Oktober 1981

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August 1981

Die Kronstädter Genehmigung der Aussiedlung meiner Eltern gemeinsam mit uns, war erteilt worden. Die Unterlagen meiner Familie, die in Kronstadt zurückgehalten worden waren, wurden nun gemeinsam mit der meiner Eltern nach Bukarest zur Genehmigung weitergeleitet. Wir standen vor der letzten Hürde.

Das hielt mich nicht auf, weiter Bild und Ton zu sammeln und Zeitdokumente zu schaffen.


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September 1981

Das Medikament Tagamet, das ich den ganzen Mai über eingenommen hatte, hat mir nicht geholfen. Mein Magenpförtner (Duodenus) war sehr verkrampft und wies beim Röntgenbild die typischen Nischen von Magengeschwüren auf.

Meine nichtverstandene Legasthenie, die 6 Jahre, in denen ich in die Arbeit ging und täglich die Abendschule besuchte, hatten den Anfang meines Magenleidens bewirkt.

Die Magenschmerzen wurden in der letzen Zeit immer unerträglicher.

Damals wurde in Kronstadt das erste Gerät für Magenspiegelung eingeführt. Ich ließ mich untersuchen und man fand zwei große Magengeschwüre und einige vernarbte Spuren von früheren Magengeschwüren.

Gewebeproben konnte man damals noch nicht entnehmen. Ich arbeitete seit bald zehn Jahren im radioaktiven Medium und hatte einen Strahlenunfall 1974 hinter mir.

Mein Arzt riet mir eine Magenoperation durchführen zu lassen, weil Krebsgefahr bestand.

Auch wäre es sinnvoll, so mein Arzt, diese Operation jetzt hier in Rumänien durchführen zu lassen und dann gesund nach Deutschland zu gehen und mit vollen Kräften ins Arbeitsleben einzusteigen.

Oktober 1981.

Somit kam es zur OP, wobei man mir das untere Drittel mit dem Magenpförtner entfernte und den Vagusnerv durchtrennte, sodass ich seit damals einen nach unten offenen Sack wo das Essen oft unverarbeitet durchrutscht, mit all seinen Komplikationen, als Magen habe.

Aktiv bin ich weiter geblieben.



Bei einem meiner Spaziergänge habe ich mir das Kronstädter Geschichtsmuseum unter die Lupe genommen und über das dort Gesehene einige Zeilen an die Karpatenrundschau geschrieben. Ich war mir sicher, dass die Zensur meinen Leserbrief nicht durchlassen würde.

Und siehe da, er wurde sogar ohne Korrektur veröffentlicht. Der zuständige Redakteur von der Karpatenrundschau hat sich sehr gefreut, dass mein Leserbrief durch die Zensur gekommen war.

Jahre zuvor wurde der Direktor des Honteruslyzeums in Kronstadt seines Postens enthoben, weil er sich als Historiker getraut hatte die Darstellung der Geschichte im Museum zu kritisieren.

Der Anlass der Veröffentlichung war nicht eine Liberalisierung der Presse, sondern der Besuch von Frau Dr. Veronika Karstens, die Frau des Ministerpräsidenten der BRD Karstens in Kronstadt, wobei man vorgaukeln wollte, dass in Rumänien freie Meinungsbriefe veröffentlich werden.



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Der Pressewald rauschte noch Monate.























Auch so etwas kommt gelegentlich vor.
Karpatenrundschau Oktober 1981

"Vierter" statt "dritter Preis", "Burzenland im Festgewand" statt "Kreis Brasov im Festgewand."



November.

Der Redakteur korrigierte, nach einem Gespräch mit mir, seine fälschlichen Pressemeldungen. Das ich einen dritten und nicht einen vierten Preis mit meinem Diaporama erzielt hatte, blieb auch hier unkorrigiert.

Wer viel arbeitet, macht viele Fehler.
Wer wenig arbeitet, macht wenig Fehler.
Wer keine Fehler macht, ist ein fauler Hund.

Wurde ich in Deutschland belehrt.




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