Sie sind der
GOWEBCounter by INLINE Besucher



Kulturaktivität
Januar, Februar 1981.

Pokerspiel:
Politisches Gefängnis
oder Aussiedlung.

Kulturaktivität
März, April, Mai 1981.

Interview mit R. L.
Vortrag in Pretai
Vortrag in Hermannstadt Meine Stimme verkrampft sich

Kulturaktivität
Juni, Juli 1981.

Zwei dritte Preise in der Endphase des Landesfestivals "Preis dir Rumänien."

Kulturaktivität
Aug. Sept. Okt. 1981.

Genehmigung der gemeinsamen Aussiedlung mit meinen Eltern
Magenoperation.

Kulturaktivität
Nov. Dez. 1981.

Maria Gierlich-Gräf.
Der finanzielle Wert
eines Diaporamas
Gedanken zum Jahresende
......................



Kulturaktivität: Juni, Juli 1981

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Juni 1981




Meine Familie stand nicht im Abseits. Wir gingen, so oft es uns finanziell möglich war, gemeinsam zu den Veranstaltungen.

Meine Tochter und mein Sohn haben Tonaufnahmen vor Ort gemacht. Mein Sohn hat oft auch fotografiert, während meine Tochter als 13-Jährige stolz war die Sprecherin des Diapanoramas "Urzelnlaufen in Agnetheln" zu sein.






Am 30. Juni brachte der Drum Nou einen Hinweis auf das "Kulturell Künstlerische Fest" der deutschen Bevölkerung in Jibert. (Gemeint ist das Kronenfest aus Seiburg.)

Auf jeden Fall hat sich mancher Seiburger gefreut, als er sah, dass sein Kronenfest in der Zeitung mit einem Bild erwähnt wurde. Ich auch, selbst wenn mein Name vergessen wurde.

.....................










.......................

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::


„Preis Dir, Rumänien“ - Festival 1981



Und dann war es soweit.

"Kreis Brasov im Festgewand" hieß mein Diapanorama.

Ich hatte eine Montage mit Originalton zusammengestellt, in dem ich einen Einblick in das Urzelnlaufen in Großschenk, den Juniireitern in Kronstadt, dem Zeidner Kronenfest, dem Repser Burgenfest, und dem Hirtenfest aus Fundata und Sacele, gewährte. Das Ganze durfte nach Vorschrift nicht mehr als 15 Minuten dauern.

Als ich mit der Vorführung fertig war, stand ein Arzt aus Temesvar, der in der Jury war, auf und gratulierte mir öffentlich für das „einmalige, hervorragende Diaporama“.

Es gab auch andere Diaporamas mit Folklore, aber keine in so einer dokumentarischen Form. Dazu kam es, dass es mir gelungen war, die Dias mit dem dazugehörigen Originalton, den ich bei ihrer Erstellung aufgenommen hatte, in bester Synchronisation zu präsentieren.

Meine Freude war groß. Einer der ersten Plätze war mir gewiss. Man sprach sogar vom ersten Preis. Das ist eine gute Rückendeckung für meine kulturelle Arbeit, dachte ich mir.

Einen rumänischen Filmregisseur, der dabei war, fragte ich, was man noch besser machen könnte. Er sah mich böse an und sagte: "Die Ungarn haben sie gut gebracht. Die Sachsen hervorragend und uns Rumänen wie die Zigeuner." Weiter sprach er nicht mehr mit mir.

Es war wirklich nicht meine Absicht gewesen die Rumänen zu diskriminieren.

Was hätte ich machen sollen? Ich konnte nur das bringen, was meine Kamera und mein Kassettenrekorder eingefangen hatten.

Nach unschönen Diskussionen wegen der Preisverteilung, im Kreis der Jury, wurde mir ein 3. Preis auf Landesebene zugesprochen.

Mit einem Einzeldia erzielte ich einen weiteren 3. Preis auf Landesebene.



:::::::::::::::::::::::::::::::::


Juli 1981

In einem festlichen Rahmen wurde die Preisverleihung der Landespreisträger des Kreises Kronstadt durchgeführt.

Es wurden uns die Auszeichnungen angesteckt, ein Diplom überreicht und die Hand geschüttelt. Das war’s. In der Zwischenzeit hatte es geregnet. Beim Heimweg fühlte ich etwas Kaltes an meiner rechten Fußsohle. Als ich nachsah, bemerkte ich, dass meine Schuhsohlen durchgegangen waren.



:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::