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Frühgotik in Mühlbach



Kleiner Einblick in "Frühgotik in Mühlbach."
Ein Bildpoem.


Ich finde das die Kirche in Mühlbach (Sebes) das Schmuckkästchen romanisch - gotischer Baukunst in Siebenbürgen ist. Sie wurde vermutlich zur selben Zeit wie der Veitsdom in Prag gebaut und wahrscheinlich waren auch hier Baumeister der Parler Bauhütte tätig.

Durch die verheerenden Türkeneinfälle sind keine schriftlichen Unterlagen über den Bau erhalten geblieben.

Diese Kirche hat es mir besonders angetan. Als ich wieder einmal einen Vortrag in Mühlbach hielt, nahm ich mir einen Tag Urlaub und fotografierte die ganze Kirche mit Schwarz-Weiss- Negativfilmen. Positivfilme gab es nicht im Handel. Ich dachte Stein ist ja grau und damit kannst du dir einen teuren Diafilm sparen. In der Weidenbächer Flugzeugfabrik, wo ich damals mit Röntgenfilm in der nuklearen Einheit arbeitete, kopierte ich im Kontaktverfahren den Negativfilm auf Röntgenplanfilm aus dem ich mir danach die Dias ausschnitt. Und fertig war mein Bildmaterial.



Mit Auszügen aus der Fuge von Bach, Bachkantaten und aus anderen musikalischen Werken, bildete ich meine Tonkolonne. Nach einem Monat Arbeit war die Dia-Tonmontage fertig.



Einmalig ist diese obere Statuenreihe. Auffällig ist dabei, dass die Köpfe der Heiligen unproportional größer als in Wirklichkeit sind.
Ähnliche Darstellung der Stützung der Baldachine durch Säulen habe ich am Freiburger Dom und in der Sebalduskirche in Nürnberg an einer steinernen Altarwand gefunden.



Mittlere Statuenreihe.



Unten in den Strebepfeilern befinden sich wahrscheinlich die Stifterfiguren. Leider wurden sie als Zielscheiben beim Steinewerfern von Schülern benützt, da der Schulhof an den Kirchhof angrenzte.



Die zuerst im romanischen Stil gebaute Kirche bekam später einen gotischen Chor. Sichtbar sind noch die Spuren eines früheren Lettners. Beeindruckend ist, wenn man in die etwas düstere Kirche schreitet, der Altar im hell erleuchteten Chor.





Der Flügelaltar ist der größte geschnitzte Altar Siebenbürgens.
Die Entwendung der Madonna mit Jesuskind im Jahr 1722 und Ersetzung des Originals, sowie ihrer Wiederfindung 1962 ist eine Geschichte für sich.



Bei meinen Vorträgen führte ich zuerst das Bildpoem vor. Danach ging ich nochmals eine Serie von Bilder durch und erläuterte die Besonderheiten.

Mehr in meinem Diaporama.