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Erlebnisse Diatonvorführung April - August 1979



Erlebnisse Diatonvorführung:
April - August 1979


Dipl. Ing. Virgil Nastasi, Mitbegründer des Fotoklubs Kronstadt, hatte im Rahmen des "Hauses der Technik für die Jugend" unter den Fittichen der Universität Kronstadt die Leitung eines
Film - Fotoklubs übernommen.

Mit Arbeitsräumen, Projektoren, kleinem Kinosaal, Ausstellungssaal ausgestattet, konnte er nach Herzenslust da schalten und walten.

Er war der erste der die mechanische Dia -Projektion in Überblendungstechnik mit zwei Diaprojektoren (DDR Fabrikat) mit Kammsystem in Kronstadt einführte. Gesehen hatte er das Prinzip beim Besuch eines Fotoklubs in Klausenburg (Cluj).

Zu seiner, zur Verfügung stehenden Apparatur musste man nur ein Hebelsystem zum Abblenden der Projektionsobjektive und Betätigung der Diawechsel Schaltknöpfe konzipieren und bauen.

Seine ersten öffentlichen Vorführungen waren für mich bahnbrechend.

"Das ist das Medium mit dem ich Bild und Ton wie in einem Film wiedergeben kann."
"Da muss ich ran!" sagte ich mir.

Dazu muss gesagt werden das ich vom Zeidner Kronenfest 1977 sehr fasziniert war und den regen Wunsch hegte so ein Fest auf fotografischem Weg festzuhalten.

Von Anfang an, war mir bewusst, dass ich damit Zeitdokumente schaffen kann.
Kunst um der Kunst willen zu schaffen, die vergänglich ist, lag mir fern.

Nur am Preis der benötigten Apparatur musste ich so weit wie möglich Einsparungen vornehmen. Wie das erfolgte siehe "Kunstgattung; Dia Tonmontage."

Die Fotofans in ganz Rumänien waren von der Überblendung bei Diaprojektionen fasziniert und immer mehr Fotoklubs stellten solche Apparate zusammen. Einige wenige gut betuchte besorgten sich fabrikhergestellte Geräte aus dem Ausland.

Und dann kam der Tag an dem Virgil sich vornahm ein Diaporama Festival in Kronstadt zu starten.

Und so lud er, nachdem er grünes Licht von der Obrigkeit erhalten hatte, in der Zeitschrift der Kunstfotografen Rumäniens die Interessierten zum mitmachen ein.

Als alter Mitstreiter habe ich mein Scherflein beigetragen indem ich eine Uhr so umbaute das man die im Protokoll der Tonkolonne jeweils vorgegebene Zeit, zwischen einem Diawechsel, am Sekundenzeiger einer Weckeruhr, gut ablesen konnte.





Projektionskabine.




Die Juri war hochkarätig mit Fachleuten vom Theater-, Fernsehen,
Film und Fotografen mit internationalem Renommee, besetzt.








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"Gib dem Kaiser was des Kaisers ist", dann hast du für dein eigenes Vorhaben freie Hand.

So machte ich beim Kulturwettbewerb "Preis dir Rumänien“ mit meiner Dia-Tonmontage "Nedeea muntilor" mit.

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Meine Dia-Tonmontage kam zuerst durch die Auswahl auf Kreisebene



Danach durch die Auswahl der Zwischenkreisebenen.







Und zum Schluss erzielte ich auf der Landesebene
Rumäniens einen 3. Platz.



Das war ein persönlicher Erfolg, der durch den Pressewald rauschte.





Mit dem ehrenvollen Titel "Laureat" „Preisgekrönter" des Landesfestivals: "Preis dir Rumänien“ und den Auszeichnungen konnte ich mir leider nichts kaufen.







Auch einem Bukarester Reporter war meine "Nedeea muntilor" als etwas besonders nennenswertes aufgefallen.

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Bei dieser Dia-Tonvorführung war auch Frau Juliana Fabritius Dancu anwesend, die eine einzigartigen Mappen "Sächsische Kirchenburgen in Siebenbürgen" herausgebracht hatte .

Sie war von meinen Dia-Tonmontagen schwer begeistert. So eine Vorführung hatte sie noch nie gesehen. Im darauf folgendem Gespräch legte sie mir ans Herz: unbedingt das "Zweite Sächsische Mundartdichtertreffen", das nächstens in Zeiden stattfinden sollte, in einer Montage festzuhalten.

Ich sah sie zuerst erstaunt an und dann verstand ich sie. Es war eine einmalige Gelegenheit mit meiner damaligen Technik, eine Reihe von bekanten Mundartautoren der Siebenbürger Sachsen, ihre eigenen Werke in ihrer spezifischen Heimatortsmundart vorlesend, festzuhalten.





Gesagt - getan.



Dieses war eine Veranstaltung die sich mir als nicht praktizierender der Sb. sächsischen Mundart in mein Herz eingegraben hat.

22 Jahre später nach dem Exitus der Sb. Sachsen, organisierte, mit anderen Worten verpflanzte ich zusammen mit Familie Kessler nach der 6. und letzten Folge in Siebenbürgen, das 7. Siebenbürger Mundartdichtertreffen am 30 September 1994 nach Deutschland, wo sich seither die Mundartautoren weiter treffen.