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Großveranstaltung
475 Jahre Confessio Augustana (A. B.)

Einladung zur
Großveranstaltung

475 Jahre Confessio Augustana (A. B.) und
wie es dazu gekommen ist.

Erstellung der Ausstellung

Tagung in Rosenheim

Letzte Handgriffe

Die Ausstellung

8. Oktober 2005
Vortrag des Herrn Bischof

D. Dr. Christoph Klein

8. Oktober
Eröffnung der Ausstellung

"Die Ausstrahlung der Confessio Augustana
nach Siebenbürgen"

8. Oktober
Einblick in die eröffnete Ausstellung

9. Oktober
Bilder vom Festgottesdienst

Kleiner Einblick in die
Austellung vom 11. - 31. Okt.


Pressemeldungen

Kleiner Einblick in
das Gästebuch.









Laudation



Nach einem musikalischem Auftakt erfolgte die Laudatio
der Frau Else Radler-Schmidt M.A.

Ausstellungseröffnung Augsburg den 8.10.2005

Wilhelm Ernst Roth:

„ Die Ausstrahlung der Confessio Augustana nach Siebenbürgen“
Meine sehr verehrten Damen und Herren, aller guten Dinge sind drei - pflegt man zu sagen. Und diese Redewendung trifft auch auf die Ausstellung zu, die hier und heute zu eröffnen ist.

Die beiden vorangegangenen Ausstellungen von Wilhelm Ernst Roth, die hier, in dieser Kirche, in diesem Kreuzgang, zu sehen waren, sind von etwa 10.000 Zuschauern besichtigt worden. Davon können andere Aussteller nur träumen.

Die eine Ausstellung, über Johannes Honterus, den siebenbürgischen Reformator, war ja thematisch mit der heutigen verwandt; die zweite führte „Auf den Spuren des Deutschen Ritterordens in Siebenbürgen“ in die landschaftlichen Gefilde, die Wilhelm Ernst Roths Heimat waren -, manchmal hat man den Eindruck, noch sind!

Kann einer zwei Heimaten haben? Offensichtlich ja, denn dass er auch hier, in Augsburg beheimatet ist, beweisen seine vielen Aktivitäten, für die er, nebenbei gesagt, mit dem goldenen Ehrenwappen der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen ausgezeichnet wurde.

Die dritte Ausstellung, die wir heute eröffnen, behandelt „Die Ausstrahlung der Confessio Augustana nach Siebenbürgen“. Es ist eine von 700 Veranstaltungen die im Festjahr PAX 2005, das das 450-jährige Jubiläum des Augsburger Religionsfrieden feiert.

Drei Ausstellungen also und jedes Mal taucht Siebenbürgen als Bezugspunkt auf, wie ein Leitmotiv, das, mal zarter, mal betonter hervorgehoben wird. Was verfolgt der Ausstellungsmacher damit? Will Roth damit die Aufmerksamkeit seiner hiesigen Landsleute fokussieren auf jenen Landstrich, der ursprünglich seine Heimat war? Jenes Land Transsylvanien, das Siedlern aus dem deutschen Sprachraum für mehr als 800 Jahre zur Heimat wurde? Wo der Kontakt zum Mutterland Deutschland nie abbrach?

Als ehemaliger Kunstfotograf versteht sich Wilhelm Ernst Roth aufs Fokussieren. Ich meine, der Künstler ist auch in dieser Ausstellung wieder auf der Suche nach den verschlungenen Pfaden, die seine ehemalige siebenbürgische mit der neuen, deutschen Heimat verknüpfen.

Evident werden die vielen Bezüge zu Deutschland durch die auf den Schautafeln präsentierten Geschichtsdaten, beginnend mit der Ansiedlung deutscher Siedler im Inneren des Karpatenbogens im ehemaligen ungarischen Königreich Geysas II.

Hier tauchten bereits früh, 1519, Schriften von Martin Luther auf, dem Wilhelm Ernst Roth mehrere Schautafeln widmet; hier gibt es bereits 1542 den ersten evangelischen Gottesdienst in Kronstadt.

Und das Augsburger Bekenntnis wird 1572 seitens der geistlichen Synode der Sachsen angenommen. Seither (ich zitiere den Autor der Ausstellung) „tragen wir Siebenbürger Sachsen doch stolz das A.B. in unseren Tauf-, Konfirmations- und Trauscheinen.“

Einen wichtigen Platz nimmt in dieser Ausstellung der siebenbürgische Reformator Johannes Honterus ein, dessen vom Berliner Bildhauer Harro Magnussen angefertigtes Standbild vor der Schwarzen Kirche in Kronstadt steht. Eines der beiden bronzenen Seitenreliefs am Sockel des Denkmals stellt Honterus in seiner Druckerei dar, inmitten seiner Lehrlinge.

Es wurde vor sechs Jahren von drei minderjährigen Jugendlichen entwendet, zerstört und als Altmetall verscherbelt.

Da Wilhelm Ernst Roth Fotos auch von Details des Bronzereliefs besaß und ihm dieses viel bedeutete, fertigte er in mühevoller Kleinarbeit eine Replik an, die dem Original in nichts nachsteht.



Von dieser Kanzel hier wurde im Jahre 2001 bei einem siebenbürgischen Gottesdienst zu einer Spende aufgerufen, um den Guss des Bronzereliefs zu finanzieren. Diese Replik können Sie nun hier in dieser Ausstellung auf sich wirken lassen. Schön wäre es, wenn sie einen Platz fände in diesem Haus, vielleicht im Confessio-Raum!

Wenn das kein Bezugsnetz ist! Die Beziehungspfeile schnellen hin und her, es ist Geben und Nehmen:



Durch die Einführung der Confessio Augustana ist es möglich, dass es in Siebenbürgen ein Selbstbestimmungsrecht in Glaubenssachen gibt, ein Lutheraner also nicht als Ketzer abgestraft wird. Außerdem führt die vom Landtag beschlossene religiöse Toleranz dazu, dass hier später (1846) Evangelische aus Württemberg eine neue Heimat finden.

Aus den späten siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts (1978) stammt die deutsch-rumänische Vereinbarung über eine geregelte Aussiedlung von Deutschen aus Rumänien. Da es nämlich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs den deutschen Männern aus Siebenbürgen freigestellt war, in der Wehrmacht, der Waffen-SS oder der rumänischen Armee Kriegsdienst zu leisten und die meisten sich für ersteres entschieden, blieben viele nach Kriegsende in Deutschland und holten ihre Angehörigen auf dem Wege der Familienzusammenführung nach.

Der Sturz des Ceausescuregimes im Jahr der Deutschen Wiedervereinigung 1989 führt dann zum Massenexodus der Deutschen aus dem Karpatenland.

Die zwölfte und letzte Tafel der Ausstellung widmet sich folgerichtig der Diaspora-Situation der ehemaligen Volkskirche aus Siebenbürgen. Die Mitgliederzahl der evangelischen Kirche ist von ehemals 240.000 auf knappe 15.000 geschrumpft. Die Einwohnerzahl eines größeren Dorfes.



Außer der Rettung und Wahrung von Kulturerbe fällt der evangelischen Kirche dort noch die Aufgabe zu, sich für das rumänischsprachige Umfeld zu öffnen, wie Bischof Klein auf der Landeskirchenversammlung (28. Nov. 1998) feststellte.

Über den unzähligen Verknüpfungen von siebenbürgischer und deutscher Geschichte vergisst Wilhelm Ernst Roth nicht, den Bezug zum Weltganzen herzustellen, er bettet die Ereignisse quasi in weite Gesamtzusammenhänge ein: auf der ersten Schautafel präsentiert er die sechs Weltreligionen, zu denen das Christentum zählt; zahlenmäßig nimmt es mit seinen zwei Milliarden Mitgliedern eine herausragende Stellung ein, wird jedoch als eine Religion unter anderen dargestellt.

Einer der bekanntesten deutschsprachigen Autoren Siebenbürgens, Adolf Meschendörfer, drückte das Besondere dieses Menschenschlags und der Landschaft in seiner Siebenbürgischen Elegie so aus:

„Anders rauschen die Brunnen, anders rinnt hier die Zeit, früh fasst den staunenden Knaben Schauder der Ewigkeit. Wohlvermauert in Grüften modert der Väter Gebein, zögernd nur schlagen die Uhren, zögernd bröckelt der Stein...“

Dieses Anderssein hat Wilhelm Ernst Roth als Chance begriffen und versucht, es dem neuen Umfeld, in dem er nun seit mehr als zwei Jahrzehnten wirkt, durch seine intensive kulturelle Tätigkeit – auch durch diese Ausstellung – zu vermitteln. Erfolgreich-, wie die hohe Besucherzahl der vorangegangenen zwei Ausstellungen vor Augen führt.

Wir wünschen auch dieser dritten Ausstellung viele Zuschauer mit wachem Blick und erklären sie hiermit für eröffnet!

Else Schmidt M. A.

Eicherweg 1
88267 Vogt

Diese Laudatio ist mit Angabe der Autorin frei verfügbar.



Was soll ich sagen? ein Traum mit dem ich 18 Monate schwanger war, ist durch die Hilfe von vielen, Wirklichkeit geworden.

Ich danke all denen die mich unterstützt haben.

"Bei dir liebe Marianne möchte ich mich besonders bedanken weil du mich in den letzen äußerst hektischen Monaten so selbstlos ertragen hast".



Unter Applaus umarmten wir uns.



Nach einen musikalischem Ausklang mit Mundharmonikabegleitung begaben wir uns in den Kreuzgang zu meiner Ausstellung

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