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Kronenbaumfeier 2005 in Augsburg


Viele Jahre organisierte die Kreisgruppe Augsburg am ehemaligen Messerschmittflugplatz im Sommer ein Holzfleischessen, wo außer dem Grillen die Tanzgruppe ihre Tänze aufführte. Auch wurde Sackhüpfen allen Altersklassen und ein Fußballspiel angeboten. Dabei dachten viele an ihre Kronenfeste in der alten Heimat.

1995 trafen sich Eibesdörfer Sachsen im Pfarrgarten der St. Andreaskirche wo Frau Pelger Mesnerin war. Nach der zweiten Zusammenkunft schlug Herr Pelger vor, dass man ein Kronenfest wie in der alten Heimat hier halten könnte. Gesagt getan. So fand hier das erste Siebenbürger Kronenfest in Augsburg statt.


Als es bekannt wurde dass es möglich sei im Pfarrgarten der Andreaskirche ein Kronenfest zu feiern nahm Frau Hannelore Scheiber von Seiten der Landsmannschaft den Kontakt mit dem Mesnerehepaar und Pfarrer Wolfgang Küffer auf, der Kirchenvorstand empfing uns mit offenen Armen und seit 1997 veranstaltet die Kreisgruppe Augsburg mit all ihren kulturellen Gruppen dieses Fest. Es ist zur Größten Veranstaltung des Jahres der in Augsburg lebenden Siebenbürger geworden.







Und los geht`s.



Nachdem die Feldblumen gebracht waren richten die Mädel die Sträuße her.

Links beim Blumenbinden Delia Anton, Studentin der Germanistik, unser Gast aus Suceava (Bukowina Rumänien), die damals noch nicht wusste, dass diese Veranstaltung ausschlaggebend sein würde, dass sie 2 Jahre später ihre Diplomarbeit unter dem Titel: Die Bewahrung der Tradition bei den Siebenbürger Sachsen in Deutschland schreiben wird.

Aus dieser Gruppe hat nur eine (wahrscheinlich die Älteste) ein Kronenfest in Siebenbürgen erlebt.

Dank derer, denen es am Herzen liegt, die Tradition in der neuen Heimat der nachrückenden Generation weiter zu geben, wird keine Mühe gescheut und viele freiwilliger Helfer legen Hand an.



Das starke Geschlecht hat den Stamm vorbereitet und schleppt ihn herbei.



Stolze 15 m lang ist das aufgebockte Ding.



Nach der Befestigung der Struktur der Krone erfolgt das Anbinden der Sträuße.



Bei Helmut Schwarz und Ute Schuller werden alle Blumen und
organisatorische Notwendigkeiten gebündelt.





In die Krone gehören nur Feldblumen und Eichenlaub.





Das Werk ist vollbracht.



Letzter Hammer-Axtschlag.



Und auf geht’s.



Die Krone kam höher und höher, dem Himmel immer näher.



So hätte ich als Siebenbürger Pfarrer in meiner Predigt gesagt.

Doch leider fand trotz meiner Bitte, die Predigt symbolisch auf den Kronenbaum auszurichten, beim ehemaligem Eibesdorfer Pfarrer Kartmann all die Jahre kein Gehör.



Der Kronenbaum sitzt im dafür versenkten Rohr.



Steht er auch gerade?



Nachdem Helmut Schwarz dem 16 jährigen Peter Hügel das Klettern auf den Stamm beigebracht hat,



sind wir zuversichtlich dass er es auch morgen am Sonntag schafft.



Sonntag, 10 Uhr eröffnet Pfarrer Wolfgang Küffer, Pfarrer der St. Andreasgemeinde, den Gottesdienst.



Pfarrer i. R. Rolf Kartmann hält die Predigt.



Unser Siebenbürger Chor bringt seinen Beitrag.



Draußen laufen die letzten Vorbereitungen



auf Hochtouren.



Und unter den Klängen der Blasmusik marschiert die Jugend auf.





Dieses Mal war auch die Jugendtanzgruppe Biberach als Gast bei unserem Kronenfest.





"Der Herrgott meint es gut mit den Siebenbürger Sachsen da er uns solch schönes Wetter beschert hat," sagt Pfarrer Küffer als Gastgeber bei der Eröffnung des Kronenfestes vor 1.300-1.400 Anwesenden.



Jürgen Scheiber Vorsitzender der Kreisgruppe Augsburg begrüßt die Ehrengäste und Anwesenden und bedankt sich bei denen die keine Mühe gescheut haben zum Gelingen dieser Veranstaltung beizutragen.



Stadtdekanin Susanne Kasch eine der Ehrengäste ergreift auch das Wort.



Hannelore Scheiber, Stellvertretende Landesvorsitzende von Bayern der Landmannschaft der Siebenbürgen Sachsen, führt durch die Veranstaltung.



Und hinauf geht’s.

Für den Notfall gesichert durch Helmut Schwarz. Was zur Ehre von Peter, nicht nötig war.





Nach der Ansprache regnete es traditionell Bonbons aus der Krone, gefolgt zum Schluss, zum Schrecken der Kinder und zur Belustigung der Anwesenden von Wasser.







Unsere Blasmusik, dirigiert von Helmuth Kraus, gab ihr Bestes.



Es folgte der traditionelle Walzertanz des Kronenbaum Besteigers.
In Siebenbürgen war es der Jungknecht mit der Jungmagd die die Jugend in den sächsischen Dörfer leiteten, wobei der Jungknecht die Ehre hatte den Kronenbaum zu besteigen. Schaffte er es nicht war es eine große Schande für ihn und seine Familie.

Heute im Zeitalter des PC ist es ein Problem einen Jungen zu finden der mit Seil gesichert den Kronenbaum erklimmen kann.

















Frau Schulrätin Gudula Gnann Augsburg bedankte sich bei den Anwesenden.
Von 1993-1998 hat sie in Rumänien deutsche Grundschullehrer ausgebildet und dieses Mal Schülern des Haltrich Gymnasiums ermöglicht in Augsburg bei einem Schülertheaterwettbewerb teilzunehmen. Selbstverständlich waren diese Kinder bei unserem Kronenfest auch dabei, wobei sie in Gemeindesaal ihre Pantomime vorführten. Spontan wurde für diese Kindergruppe gesammelt. Von den für diese Veranstaltung eingegangenen Spenden ging auch ein Teil nach Rumänien für die Flutgeschädigten im Monat Juli.



Webmaster von www.siebenbuerger.de Robert Sonnleitner und Kreisvorsitzender Jürgen Scheiber.


Heute ist es 10 nach 12.
In manchen Ortschaften in Deutschland veranstalten Siebenbürger Sachsen dieses Kronenfest.

Wird es in 200 Jahren eine Spur der nach 800 Jahren in die alte Heimat Zurückgekehrten geben?

Möglich könnte es sein. Dafür müssen aber die Weichen gelegt werden.


Eine größere Anzahl von meinem Bilder sind in http://www.siebenbuerger.de/bilder/kronenfest2005augsburg/

Dazu auch einige von Robert Sonnleitner.