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Kulturarbeit Mai 2005
Vortrag Pf. Michael Gross
Heimattag in Dinkelsbühl
Hilferuf für eine Diplomarbeit



Kulturarbeit Mai 2005

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Mein Bericht in der SbZ. über den Vortrag von Pfarrer Michael Gross

Augsburg. Vortragsreihe Verständnis füreinander.
Am 2. Mai erfuhr unsere Vortragsreihe für diese Saison mit dem Vortrag:
„Das Augsburger Bekenntnis und die Identität der sieb.-sächs Kirche“
einen krönenden Abschluss. Referent war Pfarrer Michael Gross (Christuskirche in München).

Für viele der Anwesenden war dies Thema, obwohl eigene Geschichte, doch zum größten Teil Neuland. Die letzten restriktiven 50 Jahre haben eine Wissenslücke hinterlassen.



Vor allem über die weitere Entwicklung nach der Auslösung der Reformation. Das dass Evangelisch A.B. ein langer Prozess war und dass erst die zweite Generation diese zur Vollendung gebracht hat, wurde von Herrn Pfarrer Michael Gross hervorragend dargestellt. Wie sich Siebenbürgen zu einem frühen Land der konfessionellen Duldung durchgerungen hat, war vielen der Anwesenden bis dahin unbekannt.



Mit hervorragender Rhetorik, berichtete der Referent wie unsere Vorfahren die Weichen gestellt haben, dass die Ev. Kirche A B die scharfen Klippen der letzten Jahrhunderte überstanden hat.

Wenn man sich ein wenig umschaut, findet man viel über Kirchengeschichte Geschriebenes. Dennoch ist dieser Geschichtszweig unter unseren Landsleuten wenig bekannt. Es wäre angebracht wenn in der SbZ auf der Seite Kirche und Heimat eine Serie der Kirchengeschichte eröffnet würde.

Pfarrer Michael Gross hat da ein Fenster geöffnet. Möge das, was er zusammengetragen hat, nicht in einer Schublade versinken.

Wir bedanken uns für seine Mühe.

W. Roth

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3 Tage Dinkelsbühl mit seinen Veranstaltungen.





Das Augsburger Vortrageei.
Eine gute Grafik. Eine leichte Vortragetafel.

Alle meine Hinweise, dass unser Siebenbürger Wappen wenn es mit Burgen abgebildet ist, diese freistehend abgebildet wurden, blieben unberücksichtigt.

Einige wollen „modern“ sein und „den alten Zopf abschneiden“. Wie stolz wäre mancher Verein wenn er sich mit einem über einem halben Jahrtausend altem eigenem Wappen in der Öffentlichkeit präsentieren könnte.



Bei der Tracht gäbe es einen Aufschrei, würde jemand nur ein weißes Schuhbandel benützen. Und was erlaubt man sich in Augsburg? Somit tragen wir, die Generation die sich verpflichtet fühlt unser Wissen der nachfolgenden Generation weiterzureichen, zur Verwässerung unserer althergebrachten Kultur bei.

Anpassen ja.
Verfälschung des Grundelemente nein.
7 einzel stehende Burgsymbole wurden und werden auch in der Zukunft als Darstellung von Siebenbürgen erkannt.

7 hintereinander gereihte, wie sie auf unserem Korrespondenzlogo und auf dieser Vortragetafel dargestellt sind, nicht.

Ist es wirklich schon 10 nach Zwölf?
Leider erlebt man auf vielen Kulturveranstaltungen ähnliches.

Ja, langsam bröckelt der Stein.













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Wichtige Gespräche mit zuständigen Personen geführt und weitere Weichen gestellt. Anregungen eingefädelt.

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Hilferuf für eine Diplomarbeit.

Es folgte die Erledigung von Formalitäten für die Einladung einer Gaststudentin (Rumänin) aus der Bukowina, Suceava die in Iasi Germanistik studiert.

Sie war im Jahre 2004 auf Vermittlung einer Schweizer Lehrerin auf unsere Einladung als Gast bei uns, um das Leben in Deutschland in einer deutschen Familie kennen zu lernen und ihr Deutsch zu vervollkommnen.

Nach ihrem Besuch tauchte eine Plattform in der WWW.siebenbuerger.de auf in der deutsche Jugendliche aus Rumänien sich für einen Jugendaustausch bewerben konnten.

Da waren Marianne und ich wieder mal Vorreiter gewesen.

Ich freue mich das auch Andere es für angebracht halten Jugendlichen solche Möglichkeiten zu schaffen. Das Echo dazu ist mir unbekannt. Auch war es nur auf deutsche Jugendliche aus Rumänien ausgerichtet.

Verständlicherweise hatte ich sie auch mit Sachsengeschichte gefüttert. Dabei kam Rumänien, welches den Exitus der fast 900 jährigen Kultur der Siebenbürger Sachsen verursacht hat, nicht immer allzu gut davon.

Darauf angesprochen sagte sie: (Auszug aus Gesprächen)

„Das was ich von dir erfahre wird in keiner Hochschule gelehrt“.

„Was man den Rumäniendeutschen angetan hat, haben weder ich noch meine Eltern begangen“.

„Ich fühle mich nicht schuldig“.

„Verbrecher gibt es in jedem Volk und wehe, wenn die an die Macht kommen“.

„Eine völkische Kollektivschuld kann und soll man der nachfolgenden Generationen nicht aufbürden“.

„Schuldig kann nur der sein der schuldhaft handelt“.

„Seine Nachkommen sollen die Möglichkeit haben, wenn es sie interessiert, die ganze Wahrheit zu erfahren“.

„Sie damit zu bedrängen, ihnen Schuldgefühl einzutrichtern, ist nicht das richtige. Einmal geht das nach hinten los“.

„Ich persönlich will wissen wie ihr in Siebenbürgen gelebt habt. In der Moldau hat meine Generation kaum etwas über die Siebenbürger Sachsen erfahren“.

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Ich finde diese Einstellung ist hervorragend und mancher Bundesdeutsche könnte sie sich zu eigen machen.

Ein Samenkorn ist im aufgehen. Delia will, ohne unsere Beeinflussung, in den nächsten Monaten Material für ihre Diplomarbeit über die Siebenbürger Sachsen sammeln. Kann jemand etwas von seinen Büchern entbehren?

Als Beststudentin hat sie im Herbst 2005 einen Studiumsplatz für 5 Monate in Freiburg erhalten den sie angetreten ist.

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Mein hier gestellte Bitte hatte leider kein Echo gefunden.
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Am 22.06.2006 erhielten wir aus Iasi (Rumänien) ein E-Mail.
Daraus mit ihrer Genehmigung ein Auszug

Diplomarbeit: Die Bewahrung der Tradition bei den Siebenbürger Sachsen in Deutschland.

Meine lieben Freunde

Ich habe 10 bekommen. ich bin so gluecklich, dass ich nicht mehr weiss wie ich reagieren sollte. alles war locker, es war wie ein gespraech. frau XXXX (vor der ich Angst hatte) hat meine arbeit durchgeblaettert und mich gefragt warum glaube ich dass die sachsen ihre tradition auch in deutschland bewahren haben. dann hat herr XXXX gemerkt dass er michael kroner kennt und etwas davon gesagt. meine Betreuerin hat mich nichts gefragt, denn sie hat gesagt das sie alle moeglichen fragen schon gestellt hat. ich habe erzaehlt wie ich das material gesammelt habe, dass die leute mir viel geholfen haben, dass ich ein kronenfest erlebt habe und darum habe ich auch darueber geschrieben. und XXXX hat mich ueber die ortsnamen am ende der arbeit gefragt, und mir ein bisschen erklaert woher einige stammen, wahrscheinlich hat er sich damit beschaeftigt.

es war viel besser als ich erwartet habe. alle waren wirklich freundlich, und so begann ich auch erzaehlen. aber ich hatte so angst. furchtbar. ich konnte vorher gar nicht sprechen. ich wollte nur dass es vorbei ist, und dann schien es mir dass es zu schnell ging.

so, in der kommission waren 4 leute und ein sekretar. es waren alle leute aus dem lehrstuhl, die ich seit 4 jahre kenne, und die mich kennen, und wissen was ich kann.....

ich bin sooooo gluecklich. ich gehe jetzt, ich muss meine kolleginen treffen. ich schreibe euch bald mehr, denn ich fahre bald nach hause und dort habe ich auch internet. es gibt noch viel zu erzaehlen. ich danke euch ganz ganz herzlichst. ohne euch haette ich es nicht geschafft. erstens haette ich nie so viel ueber die sachsen gewusst, vielleicht auch nichts, und zweitens haette ich nicht so viel erfolg damit gehabt. Multumesc din inima alles alles gute und bis bald.

delia

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Auch wir freuen und einem jungen Menschen geholfen zu haben und dass wir somit einen kleinen Stein in die Brücke zu unserer alten Heimat Rumänien legen konnten.

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Heuer (März 2007) arbeitet sie als Übersetzerin und macht den Master im Fernkurs. Die ersten Prüfungen hat sie schon gut überstanden.

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Dieses ist ein kleiner Einblick in Mariannes und meiner Kulturarbeit,
unsere im Laufe der Zeit entwickelte vierte Säule.

Und weiter geht es.

Wie sagt man? Solange die Füße tragen.