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Kunstfotografie in Kronstadt


Dritte Biennale der Kunstfotografie in Kronstadt


1.371 Arbeiten waren in unsere dritte Biennale eingegangen von denen 349 von 163 Fotokünstlern ausgewählt wurden. Der Ausstellungskatalog konnte gedruckt werden.

Termingerecht hängten wir die Arbeiten im Arta Saal auf und brachten die Namenschilder an. Als alles fertig war, atmeten wir erleichtert auf.

Und dann, ja und dann kam der Anruf dass die Ausstellung von einem Parteibonzen am Abend vor der Eröffnung begutachtet würde.

Der Genosse kam.
„Diese Fotografie wird abgenommen.“

„Dieses ist doch der Kandelaber aus dem weltberühmten Kloster Voronet des Fürsten Stefan cel Mare (Fürst der Moldau im 16. Jahrhundert) auf den alle Rumänen stolz sind.“ Höre ich Herrn Harald Widmann sagen.

Ein vernichtender Blick in die Runde.

Dann der Befehl „HERUNTER“

Eine brennende Kerze mit schwarzen Hintergrund und einem Tropfen daran. Titel: Träne einer Mutter.

„Mystik. HERUNTER“

Auch andere Arbeiten erhielten das Verdikt: „HERUNTER“

Ich ging hinaus.

Am folgenden Tag eröffneten wir die Ausstellung.



Viele Autoren waren von auswärts angereist.

Auch der Autor der prämierten Arbeit "Träne einer Mutter" die nun nicht zu sehen war.



Die Plätze der entfernten Bilder haben wir nicht neu belegt, sondern mit der Passepartout, Bildtext und Namensschilder gekennzeichnet.

Wir hatten getan was wir konnten. Keine Mühe und selbst die Gefahr, dass es ins Auge gehen könnte haben wir nicht gescheut.


Es war die letzte Fotobienale in Kronstadt der ich fotografische Arbeiten eingegeben habe.









Die Existenz eines Jurysierungapparates in Kronstadt breitete sich wie ein Lauffeuer in der Fachwelt Rumäniens aus.

Das Deutsche Fernsehen Rumäniens drehte bei mir zu Hause eine Reportage über den Fotoklub und das Gerät.