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Erste Schritte
in die Öffentlichkeit

Fotografien in der Presse





Erste Schritte in die Öffentlichkeit
Fotografien in der Presse

1968 machte mir Frau Aliz Vidor, Reporterin und Sprecherin des Drahtfunkstudios (Radioficare) für Kronstadt, den Vorschlag künftig mit ihr zusammen zu arbeiten. Sie war bereits seit langem für die Erstellung des Sendematerials zuständig, welches sie oft in abgeänderter Form, als Außenmitarbeiterin an die rumänische und ungarische Presse weitergab und dafür Honorare kassierte.

Für diesen Zweck brauchte sie einen Fotoreporter mit eigener adäquater Apparatur, dem Bildgestaltung nicht fremd war, der seine Fotografien selber ausarbeiten und von einem Tag auf den andern liefern konnte.

Das war etwas neues, faszinierendes, horizonterweiterndes für mich und gleichzeitig ein Deckmantel für ein zweites heimliches Standbein (dachte ich).

Es folgte eine Zeit in der ich mit vielen interessanten Menschen zusammenkam.

Ich besaß damals einen russischen Fotoapparat und einen Belichtungsmesser. Aus einer Gasmaskendose und einem Plattenfotoapparat hatte ich mir einen Vergrößerungsapparat gebastelt. Dunkelkammer war unsere 2 Quadratmeter große Küche.

Als Autodidakt vervollkommnete ich stetig meine fotografisch-künstlerische Gestaltung.

Mit den Einnahmen aus meiner Schwarzarbeit und nun als Hobby-Fotoreporter konnte ich meine fotografische Apparatur ergänzen.



Mein erstes Bild veröffentlichte die ungarische Zeitung "Élöre". (Vorwerts)
Der Titel des Artikels lautete „Erste Begegnung mit der Welt.“
Eine Vorsehung auch für meinen fotografischen Werdegang?

Bald bot ich meinerseits meine Fotografien der deutschen, rumänischen und ungarischen Presse an die sie oft veröffentlichten.





Nur einige der veröffentlichten Fotografien sind in meinem persönlichem Archiv vorhanden.





Keiner zu klein,
Faschingsnarr zu sein!

Aus jener Zeit erinnere ich mich an einen Besuch bei der Polizei wo Frau Vidor eine Reportage erstellte in der sie die Eltern der ungarischen Mädchen aufrief, sich mehr um ihre Töchter zu kümmern, die jung in die Stadt arbeiten kamen und in schlechte Gesellschaft geraten konnten.

Im Gespräch mit dem zuständigen Hauptmann, der uns gegenüber sehr zuvorkommend war, fragte ich ihn welche Verbrechen für die 3 Volksgruppen typisch sein.

Über seine Rumänen sagte er, da habe er es immer wieder mit Diebstahl zu tun. Die Szekler Ungarn sind schnell mit dem Messer zur Hand. Die Sachsen, mit denen gibt es weniger zu tun, die schlagen sich nur hie und da die Köpfe wegen Erbschaft ein.
Nach diesen Worten steckte er seine Pistole ins Halfter und ab ging es in ein Lokal gegenüber der Krone, ein Treffpunkt ungarischer Jugendlicher von auswärts.

Wir setzten uns an einen Tisch und ich fotografierte ihn und Frau Vidor und über ihre Köpfe hinweg ungarische Jungen mit ihren Mädels.

Plötzlich erschienen zwei Männer im Gaststätteneingang. Der Hauptmann zischte mir zu: „diese nicht fotografieren!“ Ich sah mir die zwei Neuankömmlinge an. Sie hatten versteinerte Gesichter. Ein Schauer lief mir über den Rücken. Ja das waren solche, die am Ende ihrer Ausbildung bei der Securitate waren, die man Tag für Tag mit Filmen, Vorträgen und Selbstverteidigungsübungen drillte, was sich in ihren Gesichtern widerspiegelte.

Frau Vidor beschaffte sich und mir eine Bestätigung von der ungarischen Zeitung ÚJ Élet aus Tîrgu - Mures die mir manche Tür und Tore öffnete.















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1969 bewarb ich mich um die Mitgliedschaft des Vereins der Kunstfotografen Rumäniens der an die FIAP (Internationaler Dachverband der Fotografie mit Sitz in Frankreich) angeschlossen war und wurde anhand meiner eingesandten Fotoarbeiten mit Gratulation angenommen.



Die Mitgliedschaft öffnete mir weitere Türen.





Eine weitere Bestätigung der Zeitschrift "Neue Literatur" die mich in den späteren Jahren vor der Willkür mancher Dorfpolizisten schützte.



"Brennnessel", Zeitschrift für Satire und Humor, Suceava.



Gänse beim Konzert