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Siebentes Siebenbürger Mundartdichtertreffen

Gedichte und Texte in
sieb. sächsischer Mundart

Die Autoren

Presseecho 1

Presseecho 2





Siebentes Siebenbürger Mundartdichtertreffen.

30. September 1994


Bei einem meiner Dia- Tonvorträge in Bukarest regte mich Frau Fabritius Dancu an, die kulturelle Veranstaltung "Zweites Siebenbürger Mundartdichtertreffen" in Zeiden 1979 auf Dia und Ton festzuhalten. Was ich auch getan habe. Seitdem, obwohl ich als Stadtkind nicht Mundart spreche, fühle ich mich mit dieser Veranstaltungsreihe eng verbunden. Als dann das Schicksal einen der aktiven Autoren, Herrn Oswald Kessler mit Ehefrau Elisabeth Kessler in die Nähe von Augsburg brachte, machte ich ihm, 1993 den Vorschlag, dass wir gemeinsam das "Siebente Siebenbürger Mundartdichtertreffen" nach Deutschland zu versetzen und einen Neubeginn hier in Augsburg starten sollten. Er war Feuer und Flamme.

Der Stein kam ins Rollen.

Wir erstellten das Projekt der Tagung. Tagungsort Exerzitienhaus St. Paulus in Leitershofen bei Augsburg. Die Finanzierung organisierte ich über die Landsmannschaft der Sieb. Sachsen.

Herr Kessler, der bei allen 6 vorhergegangenen Mundartdichtertreffen dabei war hatte die Namen aller aktiven Mundartautoren die nach der Hebung des "Eisernen Vorhangs" verstreut in Deutschland lebten. Nun galt es ihre Adressen ausfindig zu machen und für eine Beteiligung am 7. Treffen einzuladen. Einige waren hoch erfreut, andere sahen darin keinen Sinn da die sieb. sächsische Mundart hierzulande in kürzester Zeit untergehen würde.

Und dennoch, gerade darum, fühlten wir uns verpflichtet jetzt bei Torschluss als Erlebnisgeneration weiter aktiv zu sein.

Unsere Einladungen gingen auch nach Siebenbürgen und in das sprachverwandte Luxemburg, wo es wohlwollend aufgenommen wurde.

Wir erstellten eine Broschüre aus dem Material welches uns die Autoren zur Veröffentlichung geschickt hatten.

Ein Jahr danach, am 30. September 1994 war es so weit.

Für die Tagung hat Herr Oswald Kessler eine Ausstellung mit Titelblattreproduktionen sächsischer Bücher, Fotos, Andenkenstücken und Keramik zusammengestellt.
Horst Mayer ein gebürtiger Kronstädter stellte seine Aquarelle im Foyer aus.
Ich präsentierte die Dia-Tonschau "Das Zweite Siebenbürger Mundartdichtertreffen"

Bei der Tagung sind viele Probleme angesprochen worden. Zumal die Schriftweise eine Anpassung an unsere Zeit dringend erforderte. Beschlüsse wurden diesbezüglich gefasst die weichenstellend für die Zukunft wurden.

Besonders interessant war der Beitrag von Herrn Lex Roth, einem Luxemburger, über die Letzebuergesche Sprache.

Zum Abschluss der Tagung veranstalten wir ein öffentliches Kulturprogramm mit der Kreisgruppe Augsburg mit Chor und Autorenlesung unter der Moderation von Hannelore Scheiber.

Bei dieser Tagung wurde beschlossen das im Zweijahresrhytmus das Siebenbürgisch-sächsischen Mundartdichtertreffen weitergeführt wird.

Beim darauf folgendem 8. Treffen das in München stattfand war ich als Ehrengast eingeladen.

Mein Anstoß zur Wiederbelebung dieser Kulturveranstaltung mit Breitenwirkung ist weiterhin von Erfolg gekrönt. Es wurde, dank der danach folgenden Zusammenkünfte der Mundartautoren, viel auf diesem Gebiet weiter geschaffen.

Die Sache anzugehen hat sich gelohnt.

Der Untergang unserer deutschen Mundart, einer europäische Mundart die von einer viertel Million Menschen gesprochen wird, wird dank dieser Enthusiasten für die Nachwelt festgehalten und ihr Untergang hinausgezögert.

Ich danke allen für ihre Leistungen auf diesem kulturellen Gebiet.

Die Zusammenkünfte der Mundartautoren geht bis auf den heutigen Tag weiter.








Wie Dornröschen frei geküsst, wird im Palast der Muse fleißig weiter gewerkelt. Der Palast ist nicht mehr wie vor Jahren ein verschlossener Elfenbeinturm. Es strömen nicht mehr Häscher heraus die die Schubladen durchwühlen und jedes Wort zweimal umdrehen.

Heute 2005, wo sich noch über 200 Zuschauer zu einem Theater in sächsischer Mundart einfinden, ist die kulturelle Tätigkeit dieser Enthusiasten, die seit Jahrzehnten dabei sind, berechtigt.