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Finanzieller Aufwand




Der finanzieller Aufwand.

Mein Monatseinkommen als Techniker in einer nuklearen Einheit in der Flugzeugindustrie lag 1978 bei 2.400 Lei Netto.

Gehen wir von einem Monatseinkommen von 2.400 € aus.

Außer den Mieten waren aber alle Preise 10 mal höher als in Deutschland.

Ein Kg Zucker 10.-Lei (€)

ein Ei 6,- Lei (€))

Nachdem ich mir im Elternhaus eine Wohnung ausgebaut hatte zahlte ich keine Miete.

Was brauchte ich für mein Vorhaben?
Zwei Diaprojektoren, DDR Fabrikat, kosteten zusammen 4.200,- Lei (€).
Da schluckt man. Das könnte ich reduzieren.

So kaufte ich mir 2 russische Diaprojektoren (2 x 700 Lei (€).) wo man die Dias einzeln mit der Hand hinein und hinaus schob.

Davon verwendete ich die Diabühne und die Objektive mit ihrer Halterung.

Danach zersägte ich das Gehäuse unseres alten Radioapparates, baute meine 2 Projektoren darauf. Die Birnen ersetzte ich mit Halogenbirnen (2 Birnen je 230 Lei(€) das Stück. 1981 habe ich 5 Birnen ersetzen müssen) und montierte darunter einen Ventilator (120 Lei (€).) zur Kühlung der Halogenbirnen.

Dazu wickelte mir ein guter Freund nach meinen Berechnungen einen Transformator für die Halogenbirnen der seinen Platz im alten Radioapparatgehäuse bekam.

Dann entwarf und baute ich ein mechanisches System für die Führung der zwei Diamagazine und manuellen Wechsel der Dias.

Für die mechanische Überblendung verwendete ich das Kammsystem, das ich mit einer Kurbel betätigte.

Und fertig war mein doppelter Diaprojektor mit Überblendung.



Das nächste war das Anschaffen einer gebrauchten Spiegelreflexkamera Praktica LTL mit integriertem Belichtungsmesser (1.800 Lei (€)).

Ein Weitwinkelobjektiv 600 Lei (€).

Ein 300 cm Teleobjektiv 900 Lei (€).

Ein ordentliches Blitzgerät angeschafft 400 Lei (€)

Später zwei 150 cm Objektive für den Projektor angeschafft 380 Lei (€).

Eine Projektionsleinwand 250 Lei (€) gehörte auch dazu.

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Für die Tonaufnahme brauchte ich einen Kassettenrekorder.

Im Intershop gab es Tonbandgeräte und Kassettenrekorder, aber harte Währung, zu besitzen war strafbar. Bei einem Ausländer Geld zu tauschen und ihn bitten, für einen einzukaufen war auch eine strafbare Handlung.

Ich drückte mir die Nase an den Schaufensterscheiben platt. Meine Freunde in der BRD habe ich erfolglos um einen einfachem Kassettenrekorder gebeten.

Auf meine Bitte bekam mein Sohn als Konfirmationsgeschenk von seiner Taufpatin aus der BRD einen einfachen Kassettenrekorder. So ausgerüstet konnte ich nun marschieren.

Für die Zusammenstellung des Tones brauchte ich noch ein Tonbandgerät mit dem man den Ton getrennt auf die einzelnen Spuren aufspielen konnte. Anschaffungspreis 1.800 Lei(€).

Bei den Vorführungen benutzte ich anfangs das Tonbandgerät. Später ein Stereoabspielkassettengerät von einem Auto das mir unser Trauzeuge der ausgereist war, schenkte, dies nachdem ich ihm bei einem Besuch meine Dia-Tonmontagen vorgeführt hatte.

Dazu baute ich einen Verstärker und zwei Lautsprecherboxen.

Ein Außenmikrofon 250 Lei(€) und ein Kopfhörer, beide im Handel nicht erhältlich kamen dazu.

Einen Plattenspieler mit Verstärker und Lautsprecher gebraucht gekauft: 700 Lei(€).

Das war mein Werkzeug zur Erstellung meiner Dia- Tonmontagen.



Den finanziellen Aufwand konnte ich mir nicht auf einmal leisten. So ging ich von einem Fotoklubkollegen zum andern bis ich selber alles zusammen hatte.

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