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Johannes Honterus
in Augsburg


Ausstellung:
Johannes Honterus




Johannes Honterus in Augsburg
Ausstellung 1998



Als ehemaliger Abendschüler des Honterusgymnasiums in Kronstadt, Siebenbürgen, habe ich, anlässlich des Jubiläums zum Geburts- und Todesjahr von Johannes Honterus (1498-1549), nachdem ich auf Anfrage an die Siebenbürgische Bibliothek von Schloss Horneck in Gundelsheim am Neckar, für die Augsburger Luthergedenkstätte keine Honterusausstellung bekommen konnte, aus eigener Initiative aus Faksimiles von Titel- und Textseiten aus den Werken des Humanisten sowie Fotografien aus meinen eigenen Beständen eine Wanderausstellung angefertigt.

Die Ausstellung besteht aus elf Hartfasertafeln: Größe 1,25m x 1m, Dicke 6 mm und 6 kg Gewicht je Tafel. Somit ist sie in einem Kombi leicht zu transportieren. Die Tafeln können aufgehängt oder auf eigene Füße gestellt werden.

Die Ausstellung ist, soweit sie nicht vergriffen ist, von mir in Augsburg Tel. 0821-565506 abrufbar. Versicherung ist nicht nötig.

Um einen gleichzeitigen Einsatz in verschiedenen Orten zu ermöglichen, kam mir die Idee, sie auch in DIN A4 Mappenformat anzubieten. Das Material, das zu einer Tafel gehört, befindet sich in je einer Klarsichtfolie, der eine Fotografie beigelegt ist. Somit lassen sich die Schautafeln leicht zusammenstellen. Auf diese Art ist ein sperriger Transport umgehbar und die Mappe kann leicht per Post wohin auch immer auf unserem Erdball verschickt werden.

Der Text zu den Bildern ist kurz gefasst und kann somit schnell ohne großen Aufwand auch in andere Sprachen übergesetzt werden.

Der Ausstellung sind eine Fotoserie der Schautafeln und eine Broschüre über den Humanisten von Gernot Nussbächer (Aldus Verlag Kronstadt) beigefügt. Letztere kann separat bei mir anfordern werden. Hiermit besteht die Möglichkeit, die Interessierten darüber zu informieren, was man ausstellen will, um sie für die Thematik zu gewinnen.

Vom 29. Mai bis 26. Juni 1999 war die Ausstellung im Kreuzgang der St. Annakirche in Augsburg zu besichtigen. Damit erfüllte sich mein Herzensanliegen, welches auch der zündende Gedanke, "Honterus in einer Luthergedenkstätte auszustellen", war.

Bis 2006 strahlte das Augsburger Regionalfernsehen eine Sendung von der Ausstellung 18 mal aus. Danach habe ich die Sendung nicht weiter verfolgt.

Dank der Initiative anderer Idealisten, die eine Mappe angefordert hatten, ist die Honterusausstellung danach bei verschiedenen Anlässen auf Bundesebene, 28-mal zum Einsatz gekommen.

So war am 30. Oktober 1999 die Ausstellung in Augsburg in der St. Andreaskirche und gleichzeitig in Traunreut durch Frau Hermine Schatz (dank der Ausstellungsmappe, die sich hierbei als solche bewährt hat), im Einsatz. Familie Schatz hat sie in Traunreut mit eigenem Bildmaterial erweitert. Die Ausstellung ist unter Tel. 08669 2259 abrufbar. Das Material muss man auf eigene Stellwände anbringen.

In Neckarsulm und Umgebung erfolgten dank der Initiative von Ing. Johannes Kravatzky mehrere Einsätze der Ausstellung. Er hatte die Mappe erweitert und dazu eigene Stellwände aus Wellkarton angefertigt. Sie ist von Herrn Kravatzky aus Neckarsulm unter Tel. 01716922006 abrufbar.

Herr Ing. Helmut Beer (Wolkendorf) hatte die Ausstellung in Mappenformat angefordert und in Hamburg zum Einsatz gebracht. Weitere Einsätze sind geplant. Auch von ihm aus Hamburg, Tel. 040 8001587, kann die Mappe nach Absprache ausgeliehen werden.

Das Sonntagsblatt für Augsburg und Schwaben, die Augsburger Allgemeine Zeitung mit einer Million Leser, Kirchenbriefe, das Evangelische Fernsehen Augsburg, haben Bilder und Berichte über Honterus und die Ausstellung gebracht. Berichtet haben die Siebenbürgische Zeitung, Neue Kronstädter Zeitung und in Rumänien die Karpatenrundschau.

Die in der Augsburger Allgemeinen Zeitung von mir angekündigten kostenlosen Führungen waren gut besucht.

Ich war fast täglich im Ausstellungsraum zugegen und kam mit vielen Touristen aus dem In- und Ausland, die diese Luther- und Fugger Gedenkstätte besuchten, ins Gespräch.

Gar mancher stellte zuerst die Frage: "Wo liegt Siebenbürgen?" Es wäre wert gewesen, die Gespräche festzuhalten. Ohne besondere Fremdsprachenkenntnisse habe ich es immer geschafft, den Besuchern den Begriff Transsilvanien zu erweitern und über die Völker, die hier leben und deren Kultur zu berichten.

Durch diese Ausstellung, den persönlich geführten Gesprächen, einem Faltblatt mit einer kurzen Chronik der Siebenbürger Sachsen, welches ich erstellt und ausgelegt hatte, konnten somit zwischenmenschliche Brücken geschlagen werden und das Interesse für Siebenbürgen und dessen Kultur geweckt werden.

Ich war bestrebt und bedacht, bei meinen Gesprächspartnern Gemeinsamkeiten festzustellen und besonders hervorzuheben. So fragte ich die Besucher, woher sie kämen, und zeigte danach auf der Karte, wo in ihrem Herkunftsgebiet oder dessen näheren Umgebung Auflagen der Honterus-Kosmografie verlegt worden waren und somit wahrscheinlich ihre Vorfahren aus dem Schulbuch dieses Siebenbürgers gelernt haben könnte. Mancher Lehrer und viele Laien zeigten sich sehr interessiert, zu erfahren, was man seinerzeit in der Schule gelehrt hat. In vielen Fällen ließen sich Gemeinsamkeiten feststellen.

Eine Architektenfamilie aus Petersburg staunte, dass es auch in Siebenbürgen ein Kronstadt gibt.

Ein Herr aus Brasilien konnte nicht begreifen, wie sich die Sachsen eigenständig religiös ausgerichtet haben. Fragen nach physiognomischen Merkmalen, Inzucht und dergleichen wurden von Besuchern aus anderen Kontinenten gestellt.

Auch kompetente Fachleute haben sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen.

Ein Kunsthistoriker aus Prag hat mir ein Loch in den Bauch gefragt und sich mit folgenden Worten verabschiedet: "Dorthin gehen ich, muss sehen."

Ein Herr mit strenger Miene fragte mich während einer Führung, wer in Augsburg die Kosmografie verlegt habe. Ich wies auf die Tafel, auf der es zu lesen war. Glück gehabt: Es war der einzige Verleger, den ich angeführt habe.

Von Finnland bis Tansania, vom Petersburg bis Kalifornien haben Besucher im Gästebuch Stellung genommen. Über 800 Faltblätter, die ich im Laufe der Ausstellungszeit im Kreuzgang der St. Annakirche ausgelegt hatte, wurden mitgenommen, ein Beleg dafür, dass über 1.000 Menschen durch diese meine Arbeit ihr Wissen über Siebenbürgen zu erweitern bereit sind.

Es war, wie ich geahnt hatte, der beste Ort, um siebenbürgische grenzüberschreitende Kultur zu präsentieren.

Vom 2. - 24. Juli waren die Schautafeln in der Stadtbibliothek in Geretsried ausgestellt. Danach folgten Ausstellungen in München, Heilbronn und weiteren Ortschaften.

Durch Honterus' Vielfalt (Humanist, Kartograf, Schulmann, Reformator, Buchdrucker), die in diesen Schautafeln angerissen wird, ist diese Ausstellung bestens geeignet, um in Kirchen, Bibliotheken, Sparkassen, Foyers von Krankenhäusern, oder bei Veranstaltungen in die Öffentlichkeit gebracht zu werden. Sie ist nicht streng an die Jubiläumsjahre ´98 und ´99 gebunden.

Feierlichkeiten, Kulturveranstaltungen können im Zusammenhang mit der Ausstellung abgehalten werden. Wichtig ist, dass wir auf unsere Mitbürger zuzugehen, unsere kulturellen Leistungen, das Kulturgut, kundtun, zumal dort, wo Menschen zusammenkommen, und nicht warten, dass sich jemand von hinter dem Ofen zu uns bemüht.

Hiermit können wir zeigen, dass es ein stetes Nehmen, aber auch ein Geben zwischen den Siebenbürger Sachsen und Westeuropa gegeben hat.

"Honterus hat Siebenbürgen bekannt und die Stadt Kronstadt berühmt gemacht", schrieb Antonius Verantius. Das habe ich mit dieser Ausstellung auch heute noch durch ihn erwirkt.

Wie schrieb der Kronstädter Chronist im Zusammenhang mit Johannes Honterus? "Was... nutz, zu fordern und zu fördern." Dies soll eine Aufforderung an alle sein, die etwas im Herzen für Siebenbürgen tragen "es ihm gleich zu tun".

Ich habe hiermit eine Möglichkeit eröffnet, die Leute zu fördern, welche um die Bekanntmachung siebenbürgisch-sächsischen Kulturgutes bemüht sind, indem ich ihnen meine Vorarbeit anbiete, so dass sie mit relativ geringem Arbeitsaufwand möglichst viel bewirken können.

Vielen Menschen habe ich durch direkten Kontakt mit meiner Ausstellung, über die Presse vielerorts, durch Vorträge, zu der diese Ausstellung Anlass gegeben hat, sowie durch Sendungen des Ev. Fernsehens Augsburg, Gedenkgottesdienst, die Verdienste jenes siebenbürgischen Humanisten, der zu den Großen Europas zählt, näher gebracht.

Idealisten zu finden, die diese meine Stafette weiterzutragen bereit sind, ist mein Anliegen.

Idealisten, bitte meldet Euch!






Erstellung der Ausstellung in Miniformat zwecks Werbung.