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Siebenbürgen

Deutsche Ortschaften im Burzenland

Ausstellung in der Einkaufsstraße des Schwabencenters in Augsburg 2016


Beim Sammeln von volkskundlichem Material haben wir uns 1978 bei einer Kirchenburg, die sie für ihre Mappe malte kennengelernt. Die Mappe mit 70 Aquarellen habe ich 1983 gekauft, im Gedanken einmal eine Ausstellung damit zu erstellen, was ich hiermit getan habe.

1980 und 1983 veröffentlichte sie Ihre Mappe “Sächsische Kirchenburgen aus Siebenbürgen“ mit 70 gedruckten Aquarellen.

Julianna Fabritius Dancu
ist am 21. Januar 1930 in Hermannstadt/Siebenbürgen geboren.
07. August 1986 in Bukarest gestorben.

Sie war Malerin, Volkskundlerin, Kunsthistorikerin



Für 1983 erstellte sie den Kalender “Gebockelte Siebenbürgerinnen“

1979 machte ich in Bukarest im Schillerkulturhaus eine Vorführung meiner Dia-Tonmontagen wo sie auch dabei war. Hell begeistert von meiner Präsentationsmöglichkeit der Dias mit 2 Projektoren und Original-ton, empfahl sie mir unbedingt dass 2. Siebenbürger Mundartdichtertreffen aufzunehmen. So habe ich ein Zeitdokument erstellt, bei dem man die Mundartautoren sehen und ihr Werk in ihrem Dialekt vorgetragen hören kann.

Die Gäste kommen.

Helga Schwegele eröffnet die Ausstellung mit ihrem “Dacapo-Chor“ der die Veranstaltung umrahmt.

Sie berichtet über ihren Chor

Elisa Schuster AWO berichtet über das sogenatte “Wohnzimmer im Schwabenzenter“ wo Marianne und ich schon die 2. Ausstellung mit dem Thema Siebenbürgen bekanntgemacht haben.



Marianne berichtet über das künstlerische Schaffen von Frau Julianna Fabritius-Dancu

Es folgt der Chor

Luzian Geier

Ich darf heute Abend Willi Roth vorstellen. Eigentlich bräuchte ich das nicht zu machen, denn die meisten kennen ihn.

Wir kommen aus unterschiedlichen Ecken Rumäniens. Wir hatten ähnliche Beschäftigungen, durch die wir uns dann kennen gelernt haben, und das Schicksal wollte es dass wir uns in Augsburg getroffen haben und jetzt seit Jahren wieder unsere gemeinsamen Interessen austauschen und uns helfen.

Ich darf Euch sagen dass Willi Roth 1937 in Kronstadt geboren ist. Wenn man sich die Leistungen anschaut die Willi ehrenamtlich erbracht hat, ich rede nicht über seine berufliche Tätigkeit, die kenne ich weniger. Für seine berufliche Arbeit bekommt er seine Rente. Aber für das ehrenamtliche bekommt man bekanntlich nichts, wohl ein Dankeschön. Es gab eine ganze Reihe Ehrungen: 1996, das Silberne und 2005 das Goldene Ehrenwappen und 2011, die Pro- Meritis- Medeile. Ich glaube wir alle, die wir ihn kennen, sind auch des-halb gekommen, weil wir Willi danke sagen wollten für das was er immer wieder macht.

Ich habe kurz bevor ich hergekommen bin im Internet seine Seite angeschaut und da gab mir ein schöner Tippfehler die gute Idee. Es steht dort „Wille“. Also für das was er macht steht der Name Wille eigentlich besser als Willi (ein Allerweltsname). Aber den Wille aufzubringen, auch jetzt in der Rente, das ist eine Ga-be, das ist ein entscheidender Faktor für das was man im Ehrenamt oder Nichtehrenamt macht oder machen kann. Und da freuen wir uns Willi, sag ich jetzt ganz kollegial, dass Du das hier gemacht hast.

Und wenn man die Drucke der Aquarelle von Frau Julianne Fabritius Dancu überschaut, dann merkt man etwas von dem Reichtum in der Volkskunst der Tracht, aber dann auch in der Kunst ihrer Malerei die uns überliefert wurde. Dass Willi sie zusammengestellt hat, mit den siebenbürgisch-sächsischen Wehrkirchen ist natürlich das zweite, das einmalige dieser historischen Landschaft, die es heute verdient, immer wieder hin zu fahren, ob er von dort stammt oder nicht. Siebenbürgen ist immer eine Reise wert. Man kann in Sieben-bürge immer wieder etwas entdecken und da bringt uns Willi immer wieder mit seinen Ausstellungen und mit seinen Büchern dahin zurück, damit wir dieses Kulturerbe wachalten. Ob es nun um Siebenbürgen, Banat oder einen andren Landstrich in Osteuropa geht, brauchen wir Willis mit Wille, von denen es alleine hängt was man für die Gemeinschaft leistet.

Von den vielen Leistungen die Willi uns erbracht hat, hier in Augsburg, aber auch im Kreis der Siebenbürger Sachsen, er war ja über 20 Jahre ehrenamtlich Kulturreferent hat Willi sich immer wieder was einfallen lassen. Auch diese Ausstellung ist wieder ein Beispiel dafür was man sich einfallen lassen kann, wenn man sich mit Wille mit diesem Thema beschäftigt. Dass er manches über Jahrzehnte mit sich mitgeschleppt hat, wie die Idee uns diese Bilder hier zu zeigen, dafür nochmals vielen Dank und ich hoffe dass noch viele Gäste her ins Wohnzimmer kommen. Die Ausstellung ist ja vielfach angekündigt. Ich kann es vielen Besucher wünschen, es lohnt sich.

In manchen Schubladen ruhen diese Juliana Fabritius- Mappen. Willis Wille hat einige hier ins Licht in die Öffentlichkeit gebracht. Zu den Kirchenburgen hat er Bilder von Gebockelten Frauen dazugestellt die in diesen Ortschaften lebten, welche im Kalender 1982 die Zeitung “Neuer Weg“ in Bukarest herausgebracht hat. Auf allen Bildern sind auf der Rückseite Informationen über das gemalte Subjekt.

Hinweisen möchte ich auch auf seine Bücher, die er in Eigeninitiative im Selbstverlag herausgebracht hat. Es waren immer seine Ideen. Auch diesen Büchern wünschen wir einen breiten Leserkreis und wer Interesse hat, an all diesen Themen, die wenig behandelt wurden, weil sie damals bis zum Ende nicht behandelt wer-den durften. Deshalb auch eine Werbung für diese Bücher und ich hoffe sie können sie hier behalten über die Ausstellungsdauer, damit die Besucher auch an diese Bücher herankommen.

Willi, nochmals vielen Dank und ich kann ja nicht abschließen ohne Deine Frau auch mit zu nennen, als die Frau die hinter Dir steht und all Deine Arbeiten voll unterstützt, ohne sie ginge es ja nicht. Weiter viel Erfolg für alle beide!

Es folgt der Chor.

Es folgt Dietrich Weber der aus seinen ernsten und lustigen Gedichten vorliest.







Frau Helga Schwägele fordert die Anwesenden auf gemeinsam das Lied “Wahre Freundschaft…….“

























Und wieder haben wir siebenbürgische Kultur in die Öffentlichkeit gebracht.