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        in Zeiden



Rotbach

sächsisch-->Roiderbrich
rumänisch-->Rotbav
ungarisch-->Vörösmárt



1371 erstmals urkundlich unter dem Namen Ruffaripp, d.h. "rotes Ufer" erwähnt.

Um das Jahr 1300 lebten in Rothbach bereits 70 Familien. Sie errichteten eine Verteidigungsanlage um die Kirche, mit Vorratskammern, Werkstätten, Stallungen, einer Gemeindeküche und einem Bienenstand. Wenn die Feinde den Graben überschritten, wurden sie sehr human mit Bienenkörben abgeschreckt.

Ein kleiner Ausschnitt als Spiegel der Zeit, den alle Gemeinden im Burzenland miterlebt haben:

1427 hält sich der, ungarischer König und spätere deutsche Kaiser Sigismund in Marienburg auf. Dabei wird über einen Grenzstreit zwischen Rothbach und Marienburg entschieden.
1432 brannten die Türken den Ort nieder.
1464 brannten die Türken den Ort nieder.
1529 wird das Dorf erneut abgebrannt.
1559 Brand in der Gemeinde
1600 Übergriff durch walachische Truppen
1603 wurde die Kirchenburg von Seklern und Walachen erstürmt und 52 Bewohner getötet.
1611 von ungarischen, danach walachischen Truppen ausgeplündert und niedergebrannt.
1621 lebten nur noch 35 Hauswirte.
1641 Brand in der Gemeinde
1658 Walachen, Türken, Moldauer, Tataren, Kosaken wüten im Burzenland, Rothbach wird auch heimgesucht.
1690 Plünderung durch kaiserliche Truppen
1718 sterben 263 Bewohner an der Pest.
1732 brannte das ganze Dorf samt Kirchenburg ab.
1738 entstand die Kirche so, wie sie heute steht.
1879 vermerkt der siebenbürger ev. Bischof G. D. Teutsch, daß in der Gemeinde sächsisch gepredigt wurde.

Bis zur Enteignung 1945 gab es in Rothbach Landwirte, Tischler, Wagner, Zimmerer, Maler, Maurer, Schuhmacher, Sattler, Schneider, Friseure, Metzger, Schlosser, Schmiede sowie zwei Mühlen und drei Gaststätten.

Viele Kriegsgefangene und in die Sowjetunion Deportierte blieben nach ihrer Entlassung in Deutschland. In den Nachkriegsjahren erfolgte durch den Vertreibungsdruck und Familienzusammenführung eine zunehmende Auswanderung, in die BRD, die nach der Wende von 1989 ihren Höhepunkt fand.

Heute leben 25 ev. Seelen in Rothbach, die eine Diasporagemeinde geworden ist.

Kein Glöckner steigt die Stufen hoch!
Kein Ton durchbricht die Zeit!
Und in der Mauer klafft ein Loch
und größer wird's und breit.


aus " Siebenbürgen ade!", D. Weber Augsburg 1999