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Kronstadt

sächsisch-->Krünen
rumänisch-->Brasov
ungarisch-->Brasso


1235 erste urkundliche Erwähnung von "Corona". Als Folge der Mongolen- und Türkeneinfälle befestigten die Bürger die Stadt. Man baute 5 Tore, sowie 28 Basteien und Wehrtürme, welche die Stadt in eine uneinnehmbare Festung verwandelten. Ähnlich der Städte im Deutschen Reich mit ihren republikanisch-demokratischen Verfassungen durfte sich die Stadt nach schwerem Ringen selber verwalten, über eine eigenständige Wehr- und Steuerhoheit verfügen und eigene Gerichtsbarkeit ausüben.

Der älteste Bau Kronstadts, die Bartholomäer Kreuzkirche, fällt in die Zeit des Ritterordens

Die Schwarze Kirche, der südöstlichste gotische Hallenbau Europas, besitzt 118 "Siebenbürger" genannte orientalische Gebetsteppiche, ältester Nachweis 1681.

Von Kronstadt breitete sich der Humanismus und die Reformation in ganz Siebenbürgen aus. (1541 Kirchenspaltung in Regensburg, 1542 erster evangelische Gottesdienst in Kronstadt)

Durch die günstige Verkehrslage an den Karpatenpässen entwickelte sich Kronstadt zu einem leistungsfähigen Produktionszentrum und bedeutenden Umschlagplatz von Waren. 30 Zünfte sind vermerkt. Die ausgedehnten Wirtschaftsbeziehungen reichten von der Levante bis zum Atlantik und Mittelmeer.

Das humanistische Gymnasium (1541) in Kronstadt war weit über die Grenzen Siebenbürgens bekannt.

1489 wurden in den Steuerregistern von Kronstadt 1.816 Hausbesitzer angeführt; 1.474 Sachsen, 217 Ungarn, 116 Rumänen und 9 andere.

1930 war die Stadtbevölkerung auf 59.232 angewachsen: 19.372 Rumänen, 23.296 Ungarn, 13.014 Deutsche, 2.267 Juden und 58 Zigeuner. Danach hat sich das ethnische Bild radikal verändert.

1965 von rund 120.000 Einwohnern waren 10.127 Deutschen.

1999 hatten die zwei evangelischen Kirchengemeinden 1.316 Mitglieder.

1918, durch den Anschluß an Rumänien, verloren die Sachsen die politische Vormachtstellung in der Stadt. Man verdrängte sie aus den Behörden und ersetzte sie durch Rumänen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Wirtschaftsstruktur der Deutschen durch Enteignung vollständig und endgültig zerstört. Die enteigneten Fabriken baute der rumänische Staat weiter aus, so daß Kronstadt zum größten Industriezentrum Rumäniens wurde.

Das Weiterbestehen der deutschen Minderheit basiert heute auf dem deutschen muttersprachlichen Unterricht (bis zum Abitur) sowie auf kulturellen, politischen (Forum) und kirchlichen Einrichtungen.