Sie sind der
GOWEBCounter by INLINE Besucher




Margarete Depner
Konsolidierung des Johann Lukas Hedwig Grab
Marienburg
Erntedankfest






Tags darauf, 10. Okt. besuchte ich das Grab der Bildhauerin Margarete Depner, um ihr von dem kleinen Jungen, dem sie vor einem halben Jahrhundert die Bronzerelieftafel vom Honterusdenkmal ans Herz gelegt hatte, zu berichten.

=========================================================





Eine Reihe höher, befindet sich das Grab des in Heldsdorf am 5. August 1802 geborenen, Johann Lukas Hedwig, Stadtkantor der Schwarzen Kirche, Gymnasialmusiklehrer an der Honterusschule und Komponist, der das Gedicht "Siebenbürgen Land des Segens" von Max Moltke, welches alle Sieb. Sachsen als ihre Hymne ansehen, vertont hat.

Heuer 2002 ist J. L. Hedwig Jahr.
Werke von ihm wurden in der Schwarzen Kirche in Kronstadt, in Hermannstadt, und Sf. Gheorghe aufgeführt.

Ein Sonderumschlag mit der ersten Strophe des Siebenbürgerliedes sowie einem Poststempel der das Porträt des Komponisten zeigt kamen an seinem Geburtstag zum Einsatz.

Eine Würdigung an seinem Geburtstag wäre an seinem Grabstein angebracht gewesen.

Am 5 August, erzählte mir ein Kronstädter, habe er mit seinem Taschenmesser aus einer Pepsicolaflasche einen Behälter zurechtgeschnitten und ein paar Blumen somit aufs Grab getan.


Was mir besonders auffiel war der schwarze Strich durch die Tafel.
(Riss der durch den Grabstein geht.)




Manche Buchstaben sind durch die Verwitterung gänzlich zerstört.
Wo kriege ich Farbe und das nötige Werkzeug her?




Halt wie schaut der Kunststein aus?
Eine Unzahl kleine und große Risse durchziehen den ganzen historischen Grabstein.




Er ist Morsch und wird wie unsere 800 jährige Kultur bald zerfallen.
Eine Kopie aus Kunststein anfertigen lassen?
Auf meinem Hinweis hin nimmt sich Herr Hügel der Sache gleich tatkräftig an und dekt den Grabstein zu damit nicht weiter Regenwasser in die durchgehenden Sprünge eindringt.

==========================================



Sonnabend 12.Oktober.
Um die 35 Personen, davon 6 Honterusschüler und die Junge Zeidner Blaskapelle, versammelten sich beim Studentendenkmal in Marienburg (erbaut 1912), zu einer Gedächtnisstunde an die mit Michael Weiss, Stadtrichter von Kronstadt,(1612) gefallenen Studenten des Honterusgymnasium.




Auf die Initiative des Bezirkskirchenkurators Dipl. Ing. Erwin Hellmann sowie des Kronstädter Jugendforums findet hier nach einer Unterbrechung von 1938 bis 1998 jährlich im Oktober eine Gedenkfeier statt. Die Siebenbürgische Stiftung (München) unterstützte im Jahre 2000 die Restaurierung des Denkmal.




Stadtpfarrer Christian Plajer ergriff das Wort und sprach über all die Opfer die für die Heimat gebracht worden sind. Danach las eine Honterusschülerin das Gedicht über die Schlacht bei Marienburg vor.
Anschließend ergriff Dipl. Ing. Erwin Hellmann das Wort und sagte: "Wir sind wie auch in den letzten Jahren nur noch ein kleines Häufchen, die auch nach 390 Jahren dieses Ereignis nicht vergessen lassen. Es war wie auch in den darauffolgenden Jahren ein Kampf gegen die Obrigkeit, die nicht von Gott sondern vom Teufel kam. Doch die, die kämpften wurden von Gott geleitet." Desgleichen bedauerte er die schwache Beteiligung der Honterusschüler wo hier der 39 Honterusstudenten gedacht wird."

Den Abschluss fand die Feier mit dem Lied "Ich hat' einen Kameraden" gespielt von der Blasmusik.
(Auszug aus Karpatenrundschau vom 19 Oktober 2002 von Christel B)


Bei einer Zahl von gegenwärtig 1.100 Schülern und 60 Lehrern, davon 35 deutschsprachige sollte es zu einer dauerhaften Festveranstaltung der Honterusschüler werden. 6 waren dabei.

Unsere Sprache und Heimatkunde wird gelehrt.
Wird unsere vermittelte Kultur, Tradition, der Geist der Honterusschule, von den Schülern übernommen?
Unsere Sanduhr ist abgelaufen.



Leider fehlen am erneuerten Eisengittertor die 39 Eisenherzen die früher hier angebracht waren.




1938




Dem Andenken an die 39 Studenten, die hier am 16. Oktober 1612 in Kampf um die Freiheit ihr Leben ließen.


=======================================



13. Okt. Gottesdienst in der Schwarzen Kirche.




Bachchor.
Dirigent: Organist Eckart Schlandt.




Ich hatte erwartet das bei den Abkündigungen das Ereignis der Woche: die Wiedererstellung des Honterusdenkmals angesagt wird. Leider Fehlanzeige. Erst am dritten Sonntag nach der Montage ist die Bekanntmachung in der Kirche im Zusammenhang mit meinem Vortrag und der Gedenkminute beim Honterusdenkmal zum 31 Oktober erfolgt.




Nach dem Gottesdienst, Besuch beim Grab vom Lukas Hedwig dem Vertoner des Siebenbürgerliedes mit Kuratorin Gundel Einschenk und dem Organisten Eckart Schlandt, denen ich die Risse (Zerfall) des Grabsteines zeigte.

Erste Maßnahmen gegen weiteres Eindringen des Wassers hatte Herr Horst Hügel bereits ergriffen.